|




Chronologie der
wichtigsten Ereignisse in Köngen
Köngen im Späten
Mittelalter (1250 - 1400)
Köngen in der Zeit vom
Späten Mittelalter bis zur Reformation (1400 - 1520)
Köngen in der Zeit von der
Reformation bis zum Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges (1520 - 1618)
Köngen zur Zeit des
Dreißigjährigen Krieges (1618 - 1648)
Köngen in der Zeit vom
Westfälischen Frieden bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts (1648 - 1750)
Köngen in der Zeit von der
Mitte des 18. Jahrhunderts bis zum Untergang des Heiligen Römischen
Reiches Deutscher Nation (1750 - 1806)
Köngen in der ersten
Hälfte des 19. Jahrhunderts (1806 - 1850)
Köngen in der zweiten
Hälfte des 19. Jahrhunderts (1850 - 1900)
Köngen in der Zeit der
Weimarer Republik (1918 - 1933)
|
|
|
|
|
|
|
zurück zum Inhaltsverzeichnis
Ortsgeschichte Köngen
Weiter
zur nächsten Seite
Zurück
zur vorhergehenden Seite
|
|
|
Deutschland 1850-1871
Deutschland 1871-1890
Deutschland 1890-1914
Württemberg 1850-1871
Württemberg 1871-1918
|
|
| . |
|
Köngen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
|
|
- Das Köngener Schloss und seine Bewohner
| |
-
1834: Tod
von Jakob
Friedrich Weishaar
|
| |
- 1851:
Sein Sohn, Dr. Otto Weishaar, übernimmt die
Verwaltung des Schlossgutes
|
| |
- 1853
führt die Witwe von
Jokob Friedrich Weishaar in Köngen das
Spitzenklöppeln ein. Sie will damit die durch Hagel
entstandene Not der Köngener Bevölkerung lindern.
1876 wird eine Klöppelschule im Schloss
eingerichtet.
|
| |
-
1873: Dr.
Otto Weishaar heiratet in zweiter Ehe
Berta
Gunzenhauser, die Tochter des Köngener
Lindenwirts
|
| |
-
1876:
Tod von Otto Weishaar. Seine Witwe verwaltet
gemeinsam mit der Witwe von Jakob Friedrich Weishaar
für zehn Jahre das Schlossgut.
| |

|
Berta Weishaar
geb.Gunzenhauser (* 1854, † 1935)
Privatbesitz
|
|
| |
|
|
|
|
| |
- 1886
Berta Weishaar
übernimmt das hoch verschuldete Gut. Sie öffnet ihr
Anwesen für zahlreiche Zwecke und Initiativen.
| |
| |
 |
Gemälde des
'Königsbaus' in Köngen, gemalt von Anna
Peters
Privatbesitz
|
|
| |
|
|
|
| |
 |
Dorfidyll in Köngen,
gemalt von Anna Peters
Privatbesitz
|
|
| |
|
|
|
|
| |
-
1905:
Der unter der Obhut der Vikare stehende
"Jünglingsverein" findet im Schloss eine
Bleibe
|
|
| |
- Wichtige Ereignisse im Dorfleben
| |
- Das württembergische
Manöver von 1861
| |
- Die Ulmer und die
Stuttgarter Garnison des
württembergischen Heeres errichten
im Südwesten Köngens ein 2 km langes
Lagerdorf
|
| |
- Zweiwöchige
Feldübung mit Besuch des Königs
| |
Bericht eines Augenzeugen
(des damals siebzehnjährigen A.
Flaig): "Am festgesetzten Tag,
vormittags um neun Uhr, kam
König Wilhelm I. mit großem
Gefolge von Denkendorf her im
Galawagen bei den Linden an.
Hier hatten sich Pfarrer und
Schultheiß mit Gemeinderat,
Lehrer und Schüler und eine
unzählbare Menschenmenge aus der
Umgebung, ja aus dem ganzen
Land, zum Empfang aufgestellt.
Sie begrüßten den Herrscher mit
jubelnden Hochrufen. ....." |
| |
|
|
|
| |
-
1865 -
1878:
Auseinandersetzungen mit
dem Oberamt über die Erweiterung der
Peter- und Paulskirche
| |
-
1865: Das
Oberamt verweigert die erhofften
Geldmittel
|
| |
-
1870:
Klage wird durch das Königliche
Oberamtsgericht abgewiesen;
1872
wird die Berufung abgelehnt
|
| |
- 1878:
Beginn von Renovierungsarbeiten an
der Kirche
|
|
|
| |
- Der Einfluss der industriellen Revolution auf
die Bevölkerungsstruktur
| |
- Im Jahre 1845 arbeiteten
in Köngen 80 Leinewebermeister, die vielfach
einem Familienbetrieb vorstanden. Jeder
Betrieb verfolgte
die Herstellung seiner
Ware vom Rohstoff bis zum Endprodukt und
dessen Vertrieb. So gab die Leineweberei
einem großen Teil der rund 2000 Einwohner
über das ganze Jahr Arbeit und Brot.
| |
Es begann
mit dem Anbau des Flachses auf den
Feldern. Nach der Ernte erfolgte das
'Rotten' in Wasser und das
'Darren' in der Sonne. Beim
'Brechen' wurden die holzigen
Stengelanteile zerkleinert, die
anschließend durch das 'Schwingen'
entfernt wurden. Erst durch das
'Hecheln' wurde der Flachs
faserig,
weich und glänzend. Nun konnte das das
'Spinnen' und
'Spulen'
folgen. Was Abgaben an die
Grundherrschaft und Eigenbedarf übrig
ließen, versuchten die Frauen auf den
Märkten der Umgebung abzusetzen. |
| |
|
|
| |
- Bereits im Jahre 1812 war
in der Nähe von Köngen eine
Baumwollspinnerei entstanden, die auf
eine Automatisierung der Fertigung mit hohem
Produktionsausstoß abzielte. Mit steigender
Produktivität dieses
Fabrikationsbetriebs
war über die Köngener Leinewebermeister und
die in den Arbeitsablauf einbezogenen
Menschen das Urteil gesprochen. Lange
hielten einige Familienbetriebe an Flachsbau
und Webstuhl fest, bis auch dies völlig
unrentabel wurde. -
Bittere Armut
breitete sich um 1875 im Dorf aus. Viele bis
dahin selbständige Meister mussten den Weg
in die Abhängigkeit gehen.
|
| |
- Frau
Berta Weishaar
(siehe oben) versucht schon 1876 mit der
Einrichtung einer
Klöppelschule für
Frauen und Mädchen im Köngener Schloss
die Not der Bevölkerung zu lindern.
| |
-
Kissen und Nadeln
haben Spindel und Webstuhl
notdürftig ersetzt. Frau Weishaar
gelang es, die vornehmen Familien
des Landes für die preiswürdige Ware
zu interessieren und ihren Absatz
sicherzustellen. Später wurde die
Klöppelschule zu einer
Industrieschule für weibliche
Handfertigkeiten ausgebaut,
lange bevor der Staat in den
Volksschulen ein solches Fach
einführte. Bis in die Zeit um 1900
gehörte es zum Bilde Köngens, dass
an schönen Tagen Frauen und Mädchen
emsig klöppelnd vor den Häusern
saßen. Die Materialnot des ersten
Weltkriegs machte der Klöppelkunst
in Köngen endgültig ein Ende.
|
| |
-
In der Zeitung
'Schwäbische Kronik' vom
16.12.1883 steht: "Köngen 14. Dez.
Veranlasst durch den vorjährigen
Hagelschlag kam hier ein
Industriezweig wieder in Aufschwung,
der zwar schon 1853 aus derselben
Veranlassung von Frau Ministerin
(Marie) Weishaar ins Leben gerufen,
aber allmählig wieder in Abgang
gekommen war: Die
Spitzenklöppelei
in dem dortigen
Rittersaal unter Anleitung von Frau
Gutsbesitzer Dr. (Berta) Weishaar
und Frl. (Katharina) Maier. Frau
Weishaar besorgt auch den Verkauf
der Spitzen und hat seit dem
Bestehen [dem Wiederaufleben] der
Klöppelschule (Herbst 1882) schon
die schöne Summe von 8500 M. für
Spitzen ausbezahlt. In diesem Winter
wurde nun die Einrichtung getroffen,
dass an einem gewissen Tag der Woche
von den Mädchen nur gestrickt oder
genäht werden darf, damit über dem
Klöppeln das Erlernen dieser für die
spätere Hausfrau so unentbehrlichen
Fertigkeiten nicht vernachlässigt
wird."
|
|
|
| |
- 1870: Große Unterstützung
des Deutsch-Französischen Krieges durch die
Köngener Bevölkerung (Hohe Spenden)
|
|
|
|
Deutschland 1850-1871
Deutschland 1871-1890
Deutschland 1890-1914
Württemberg 1850-1871
Württemberg 1871-1918
|
|
|
zurück zum Inhaltsverzeichnis
Ortsgeschichte Köngen
Weiter
zur nächsten Seite
Zurück
zur vorhergehenden Seite
|
|
|
Haben Sie sich schon in
unser Gästebuch
eingetragen? Wir sind gespannt
auf Ihren Kommentar!
|
|
|
|
|
|
Stand:
10. Jan. 2010
Copyright ©2010 Geschichts- und Kulturverein Köngen e.V.
Autor: Dieter Griesshaber |
|
|
|
|