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Führung für Kinder und Erwachsene
durch das Schulmuseum in Sulzgries |
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Sonntag, 2. Juni 2013, 11:00 Uhr. Anmeldung: Ulrike
Zimmermann, Tel. 07024-866000. Kosten: 8,-
€.
Treffpunkt: für Fahrgemeinschaften 10:15 Uhr Schlossgut Köngen,
sonst 10:45 Uhr vor dem Schulmuseum. Wegbeschreibung: Das Museum
befindet sich im älteren Schulgebäude, Sulzgrieser Straße 105,
73733 Esslingen. Der Eingang ist an der Rückseite des Gebäudes.
Zugang über den Schulhof. |
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Erinnerungen an die eigene Schulzeit oder für
Kinder spannende Einblicke in den vergangenen
Schulalltag von Eltern und Großeltern bietet die Führung von
Herrn Flaig durch das Schulmuseum in Sulzgries.
Herr Flaig führt uns durch das mit historischen Möbeln und
Lehrmaterialien eingerichtete Schulzimmer, wie es zwischen 1900
und 1950 existiert haben könnte. Das Museum wurde maßgeblich von
Herrn Flaig 1991 in der Grund- und Hauptschule Sulzgries
eingerichtet und ehrenamtlich betreut. |
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Mit historischen Möbeln
eingerichtetes Schulzimmer |
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Zu Kaisern, Königen und Kurfürsten |
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Exkursion nach Trier vom 30.05. bis 02.06.2013 |
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| Programm: |
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| 30.05.2013 |
Anreise mit dem Bus, kleiner
Stadtrundgang
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| 31.05.2013 |
Besichtigungsprogramm mit Pausen nach
Bedarf (Reihenfolge noch variabel). Sehenswürdigkeiten:
Porta Nigra, Kaiserthermen, Amphitheater, Termen am
Viehmarkt, Basilika Dom und Liebfrauenkirche
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| 01.06. 2013 |
Rheinisches Landesmuseum Trier
(Kunst- und Kulturschätze aus drei Jahrtausenden),
bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum (Deckenmalereien
des 4. Jahrhunderts), evtl. die außerhalb liegenden
Abteikirchen St. Matthias und St. Maximinam. Am Abend
Weinprobe bei lokalem Winzer
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| 02.06.2013 |
Rückfahrt nach Köngen, evtl. Besuch
des Kaiserdoms in Speyer
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Das Besichtigungsprogramm findet vorwiegend zu Fuß statt. |
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Preis: 550
€ im
Doppelzimmer, Einzelzimmerzuschlag 85
€ . Im
Preis eingeschlossen sind:
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- Busfahrt mit der Firma Omnibusreisen Fischer in Weilheim
(Veranstalter)
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Drei Übernachtungen mit 2x Halbpension im
4-Sterne-Hotel Mercure (gegenüber der Porta Nigra)
-
Weinprobe mit Essen
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kompetente Reiseleitung und Führungen
durch Herrn Dr. Martin Luik, den Daniel-Preisträger des
Jahres 2012
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sämtliche Eintrittsgelder
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Reiserücktrittsversicherung
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Einführungsvortrag am 16.05.2013
um 19:00 Uhr in der
Zehntscheuer Köngen
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Anmeldung und Überweisung einer Anzahlung von
100 € bis spätestens 05.04.2013.
Anmeldeformular erhältlich bei: Isolder Mayer, Tel. 07024 /
81584. Anmeldeformular und Überweisungsvordruck liegen auch bei
der Mitgliederversammlung am 07.03.2013 aus. |
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Historischer Rundgang durch Köngen |
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Der Rundgang ist kostenlos. Im Rathaus
Köngen ist ein Flyer erhältlich, in dem die historischen Orte
der Gemeinde beschrieben sind. Auch auf unserer Homepage finden
Sie die
Beschreibung des Rundgangs. |
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Der Geschichts- und Kulturverein Köngen e.V.
bietet jedes Jahr im Oktober für Neubürger, Alteingesessene und
alle Interessierte aus Nah und Fern einen historischen
Rundgang durch Köngen an. Falls sich eine Gruppe aus
mindestens 8 Personen zusammenfindet, so ist ein Rundgang auch
auf Anfrage möglich. Ansprechpartner ist
Herr Detlef Rothfuß (Tel. 07024 - 81708).
Besichtigt und erläutert werden folgende
Sehenswürdigkeiten: das Schloss mit seinem Rittersaal,
die Zehntscheuer, die Alte Vogtei, die Peter- und Paulskirche,
der Alte Friedhof, die Alte Ziegelei und das Römerkastell. Die
Führung durch Herrn Rothfuß, einen der besten Kenner der
Geschichte Köngens, dauert ca. 2 Stunden.
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Die
Teilnehmer des 'Historischen Rundgangs' im Oktober 2011 |
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Programmvorschau |
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| Donnerstag,
19. September 2013, 19:30 Uhr |
Vortrag:
Kleindenkmale auf der Gemarkung Köngen. Helmut Maier.
Ort: Albvereinsheim Köngen |
Kosten: 8
€ |
| Freitag, 18. Oktober
2013, 16:30 Uhr |
Führung: Kennenlernen der Kuba
Moschee in Köngen. Mustafa Özgün. Ort: Kuba Moschee,
Kiesweg Köngen |
Anmeldung: Ulrike Zimmermann: Tel. 07024/866000 |
| Sonntag, 10. November
2013, 11:00 Uhr |
Führung. "Gabriele Münter,
Käthe Kollwitz und die anderen: Vom Jugendstil zum
Expressionismus: Frauen machen Holzschnitt". Ort:
Reutlingen, Spendhaus. |
Kosten werden noch bekannt gegeben. Anmeldung:
Ulrike Zimmermann, Tel. 07024/866000. Fahrgemeinschaften
möglich. |
| Donnerstag, 28.
November 2013, 19:30 Uhr |
Vortrag: "Weihnachten war ganz
anders. Anmerkungen zum Wandel der Weihnacht". Prof. Dr.
Christel Köhle-Hezinger. Ort: Zehntscheuer |
Kosten: 8 € |
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Archiv |
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Führung durch die Stadtkirche St. Dionys
in Esslingen - Mittelalterliche Ausgrabungen |
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Samstag, 4. Mai 2013, 11:00 Uhr. Treffpunkt: Kirche St.
Dionys 10:45 Uhr. Kosten: 8,-
€.
Anmeldung: Ulrike Zimmermann, Tel. 866000. Fahrgemeinschaften
möglich, bitte bei der Anmeldung angeben. Abfahrt für die
Fahrgemeinschaften ist um 10:15 vom Schlossgut Köngen. |
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Der Historiker Christian Rilling M.A.
wird uns die mittelalterlichen Ausgrabungen
unter der Stadtkirche St. Dionys in Esslingen erläutern.
In der Stadtkirche St. Dionys fanden in den 1960er
Jahren bedeutende Ausgrabungen statt, die anschließend
konserviert und öffentlich zugänglich gemacht wurden. Zu
sehen sind beispielsweise die Fundamente der noch
im 7. Jahrhundert hier gegründeten
Pfarrkirche, der um die Mitte des 8. Jahrhunderts ein
kleines Kloster angefügt wurde. Diese "cella" schenkte
Abt Fulrad 777 seinem Kloster
St. Denis bei Paris und verschaffte
ihm die Gebeine des Heiligen Vitalis.
Die Wallfahrt zu diesen Reliquien ließ in der zweiten
Hälfte des 9 . Jahrhunderts eine der größten Kirchen-
und Kryptenanlagen rechts des Rheins entstehen. Sie
wurden beim Bau der heutigen Kirche
(13. Jahrhundert) zerstört. Neben den umfangreichen
Mauerresten der beiden Kirchen werden wir auch einen
frühmittelalterlichen Steinsarkophag
und zahlreiche Kleinfunde besichtigen. |
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Besuch der Kapelle "Zu Unserer
Lieben Frau im Hirnholz", Wendlingen |
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Donnerstag, 11. April 2013, 18:00 Uhr. Führung durch die Kapelle
(Clemens Staub). Kosten: 8,-- €. Anmeldung:
Rathauspforte Köngen. Treffpunkt: Eingang Friedhof in der
Kapellenstraße, Wendlingen.
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Die Kapelle war die mittelalterliche Pfarrkirche von
Unterboihingen. Im Jahr 1275 wird sie erstmals urkundlich
genannt. Sie enthält wertvolle Wandmalereien.
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Herzog Carl Eugen von Württemberg und sein
Museumsprojekt in Köngen, 1783/84 |
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Donnerstag, 14. März 2013, Vortrag von Dr. Martin Luik,
Sitzungssaal in der Zehntscheuer Köngen, Beginn 19:30 Uhr.
Eintritt: 8,-- €.
Kartenverkauf an der Abendkasse
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Köngen zählt zu den Orten mit der längsten Grabungstradition in
ganz Baden-Württemberg. Kaum bekannt ist bisher, dass im
Zusammenhang mit den Ausgrabungen von 1783/84 der Plan bestanden
hat, ein archäologisches Museum vor Ort zu
gründen. Der Vortrag stellt die Ereignisse rund um dieses
Museumsprojekt dar und untersucht die Frage, aus welchen Gründen
dieses ehrgeizige Vorhaben nicht realisiert wurde. Dieses
Köngener Römermuseum wäre das früheste seiner Art weit und breit
gewesen. |
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Herzog Carl Eugen von
Württemberg (*1728, †1793) reg. 1737 - 1793,
(unter Vormundschaft bis 1744)
Gemälde von Jakob Friedrich Weckherlin
Bildherkunft: Landesmuseum Württemberg, Stuttgart; Foto:
Frankenstein/ Zwietasch
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Führung durch die Ausstellung "Das Auge
der Welt. Otto Dix und die neue Sachlichkeit" im Kunstmuseum
Stuttgart |
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Donnerstag, 28. Februar 2013, Beginn der Führung um
15:30 Uhr. Kosten für Eintritt und Führung: 14,-
€. Anmeldung an der
Rathauspforte in Köngen. Bitte bei der Anmeldung angeben, wer
mit der Bahn nach Stuttgart und wieder zurück nach Wendlingen
fahren möchte. Die Fahrgemeinschaft trifft sich um 14:20 Uhr am
Bahnhof Wendlingen. |
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Das Kunstmuseum in Stuttgart untersucht ausgehend von seiner
bedeutenden Sammlung an Werken von Otto Dix die
Neue Sachlichkeit als wichtige künstlerische
Sprache der Moderne. Selbstbewusst nimmt Dix eine der großen
Strömungen der Kunst im 20. Jahrhundert für sich in Anspruch:
"Die Neue Sachlichkeit, das habe ich erfunden." Mit rund
120 Werken geht die Sonderschau der Frage nach, was die
Neue Sachlichkeit auszeichnet und wie vielfältig dieser Begriff
seit den 1920er Jahren verwendet und interpretiert wird. Ihre
Formensprache machten sich damals konservative
wie progressive Künstler zu eigen. Otto Dix nimmt innerhalb
dieser vieldeutigen Stilrichtung eine zentrale Position ein. In
seinem Werk lassen sich sowohl klassizistische als auch
gesellschaftskritische Tendenzen finden. Mit seinen
Porträts sowie drastischen
Gesellschafts- und Kriegsbildern schuf er wichtige
Beispiele der neuen Ästhetik, mit der kritisch und karikierend
auf die Zustände in der Weimarer Republik reagierte.
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Otto Dix, Bildnis Frau Martha Dix, 1923,
Kunstmuseum Stuttgart, Geschenk der Landesbank Baden
Württemberg, © VG Bild-Kunst, Bonn 2012 |
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Claude
Debussy und die Literatur
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Sonntag, den 13.01.2013 um 19:00 Uhr in der Zehntscheuer Köngen.
Auftaktveranstaltung der Köngener Kulturtage. Klavier: Carolin Danner,
Sprecher: Jan Carlos Wittmer. Eintritt 10,-
€ .
Karten im Vorverkauf erhältlich an der Rathauspforte und in der
Bücherei. |
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Grundidee dieses Programms ist es, die Préludes von
Debussy erklärend und durch literarische Texte
erweitert zu präsentieren.
Claude Debussy, der dieses Jahr seinen 150.
Geburtstag feiert, komponierte seine beiden Hefte der 'Préludes
pour piano' zwischen 1909 und 1913. In einem ca.
einstündigen Konzert wird der erste Band aufgeführt. Der Zyklus
wird durch eine Moderation erweitert, die auch auf sprachlicher
Ebene die Thematik der Préludes aufgreift und sogar Debussy
selber zu Wort kommen lässt. Texte werden zu Gehör gebracht, die
Debussy als Vorlagen für so manches Werk dienten.
Die beiden Künstler, Carolin Danner am Klavier
und Jan Carlos Wittmer als Sprecher,
begeisterten im November 2011 ihre Zuhörer in Köngen mit einer
überzeugenden Vorstellung zu Franz Liszt. Auch dieses neue
Programm verspricht einen außergewöhnlichen Abend. |
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Carolin Danner, die Pianistin des
Abends |
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Claude
Debussy und die Literatur
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Sonntag, den 13.01.2013 um 19:00 Uhr in der Zehntscheuer Köngen.
Auftaktveranstaltung der Köngener Kulturtage. Klavier: Carolin Danner,
Sprecher: Jan Carlos Wittmer. Eintritt 10,-
€ .
Karten im Vorverkauf erhältlich an der Rathauspforte und in der
Bücherei. |
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Grundidee dieses Programms ist es, die Préludes von
Debussy erklärend und durch literarische Texte
erweitert zu präsentieren.
Claude Debussy, der dieses Jahr seinen 150.
Geburtstag feiert, komponierte seine beiden Hefte der 'Préludes
pour piano' zwischen 1909 und 1913. In einem ca.
einstündigen Konzert wird der erste Band aufgeführt. Der Zyklus
wird durch eine Moderation erweitert, die auch auf sprachlicher
Ebene die Thematik der Préludes aufgreift und sogar Debussy
selber zu Wort kommen lässt. Texte werden zu Gehör gebracht, die
Debussy als Vorlagen für so manches Werk dienten.
Die beiden Künstler, Carolin Danner am Klavier
und Jan Carlos Wittmer als Sprecher,
begeisterten im November 2011 ihre Zuhörer in Köngen mit einer
überzeugenden Vorstellung zu Franz Liszt. Auch dieses neue
Programm verspricht einen außergewöhnlichen Abend. |
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Carolin Danner, die Pianistin des
Abends |
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Legendäre Meisterwerke -
Kulturgeschichte(n) aus Württemberg |
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Samstag, 17. November 2012, 10:00 Uhr. Führung:
"Meisterwerke aus allen Epochen". Den Highlights der
württembergischen Kultur auf der Spur. Württembergisches
Landesmuseum Stuttgart. Eintritt und Führung 10,-
€. Anmeldung im Rathaus Köngen. |
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Das Landesmuseum Württemberg feiert sein
150-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums lädt
der neue chronologische Rundgang im Alten Schloss dazu
ein, die Meisterwerke aus den Sammlungen neu zu
entdecken. Atemberaubende Steinzeitkunst, kostbare
Grabbeigaben, mächtige Könige und vieles mehr erwarten
den Besucher. Ausgehend von der Altsteinzeit spannt sich
der Bogen bis ins frühe 20. Jahrhundert |
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Die Grafen von Aichelberg und Köngen |
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Donnerstag, 18. Oktober 2012, Vortrag von Dr. Rolf Götz,
Rittersaal Schloss Köngen, Beginn 19:30 Uhr. Eintritt: 8,-- €.
Kartenverkauf nur an der Abendkasse (ab 19:00 Uhr).
Eine Veranstaltung des Geschichts- und Kulturvereins e.V. in
Zusammenarbeit mit der Ortsbücherei Köngen. |
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Der Weilheimer Historiker
Dr. Rolf Götz beleuchtet in seinem
Vortrag mit Bildern die bisher weniger bekannte
Geschichte der Grafen von Aichelberg. Die
Grafen von Aichelberg waren im 13. und 14. Jahrhundert
Besitzer von Köngen. Im Mittelpunkt des
Abends steht ihre Geschichte und ihre Zeit als
Ortsherren von Köngen. Dr. Götz geht dabei auch auf die
schriftlichen Nennungen des Ortes Köngens vor ihrer Zeit
ein. 1075 taucht der Ortsname erstmals in der
schriftlichen Überlieferung auf. |
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| Wappen der
Grafen von Aichelberg |
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Führung durch die Keltenausstellung in Stuttgart |
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Freitag, 12. Oktober 2012, 14:00 Uhr. Die Führung findet
sowohl im Kunstgebäude als auch im Alten Schloss statt und
dauert ca. 2. Stunden. Treffpunkt / Treffzeit: Kunstgebäude um
14:00 Uhr. Die maximale Teilnehmerzahl beträgt 20 Personen.
Der Preis beläuft sich auf 19,00 pro Person (Eintritt +
Führung). Bei der Anmeldung an der Pforte des Rathauses Köngen
sollte man angeben, ob man eine Mitfahrgelegenheit wünscht oder
ob man bereit ist, Mitfahrer mitzunehmen. |
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Die Große Landesausstellung
„Die Welt der Kelten. Zentren der Macht – Kostbarkeiten
der Kunst“ widmet sich der Bedeutung der
keltischen Kultur als eine der prägenden Kräfte der
europäischen Geschichte. Im Kunstgebäude
und im Alten Schloss werden mehr als
1.300 herausragende Originalfunde und in Deutschland
noch nie gezeigte Einzelstücke präsentiert.
Im Themenblock "Zentren der Macht"
illustrieren hochrangige nationale und internationale
Leihgaben das tägliche Leben, Wirtschaftsweisen,
Handelsbeziehungen, technologische Innovationen und die
Gesellschaftsordnung. Dabei stehen die
„Fürstensitze“ der frühkeltischen Elite und die
spätkeltischen Städte im Mittelpunkt.
Der zweite Schwerpunkt der Ausstellung, die
„Kostbarkeiten der Kunst“ wird im
Stuttgarter Alten Schloss präsentiert. Gezeigt werden
hochkarätige Meisterwerke aus ganz Europa, die von den
Anfängen im 7. Jahrhundert v. Chr. bis zur Nachblüte in
der irischen Buchmalerei um 800 n. Chr. reichen.
Höhepunkte sind die Grabausstattung des „Fürsten
von Hochdorf“ und der „Krieger von
Hirschlanden“, die älteste menschengestaltige
Großplastik nördlich der Alpen.
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Gerhard Raff liest aus seinen Werken |
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Freitag, 14. September 2012, 19:30 Uhr. Benefizlesung
von Gerhard Raff in der Peter- und Pauskirche, Köngen. Die
Veranstaltung ist kostenfrei. Es wird um eine Spende zugunsten
der Renovierung der Peter-und Paulskirche gebeten. |
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Gerhard Raff |
Der populäre Historiker Dr. Gerhard Raff,
Daniel-Pfisterer-Preisträger 2010, liest Auszüge aus
seinem umfangreichen Werk.
Schon 1973 wurde Gerhard Raff von Josef Eberle
alias Sebastian Blau, dem Gründer, Herausgeber
und Chefredakteur der Stuttgarter Zeitung,
gebeten, eine Kolumne in Schwäbisch zu verfassen. Bis heute hat
Raff in seiner Kolumne eine bunte Palette
landesgeschichtlicher Raritäten in schwäbischer Mundart
veröffentlicht: Lebensläufe vergessener Landsleute, Jubiläen,
Kalendergeschichten, Denkwürdigkeiten - lauter Kostbarkeiten,
die der Erinnerung wert sind. In dem Buch "Herr schmeiß
Hirn ra" sind in 36 Kurzgeschichten die Alltäglichkeit
und Besonderheiten in einem schwäbischen Leben kritisch und sehr
humorvoll beschrieben. Was die Geschichten miteinander
verbindet, ist die Empörung über die Zerstörung unserer
natürlichen Lebensgrundlagen. Es ist Gerhard Raff gelungen,
seine
Gesellschaftskritik auf humoristische Weise zu
vermitteln. Er wurde mit diesem Buch zum meistgelesenen
Dialektautor der Gegenwart. Auch der von Loriot illustrierte
Fortsetzungsband
"Mehr Hirn!" ist eine Sammlung
frisch-fromm-fröhlich-frecher Geschichten, mit denen Raff
bewährt witzig-respektlos gegen die Verschandelung seiner Heimat
zu Felde zieht. In seinem mit viel Humor gesalzenen Werk
"Die Schwäbische Geschichte" verfolgt der erfolgreiche
Buchautor das Ziel "dem
im Herzen Europas beheimateten Stamm der Schwaben (=Alemannen)
als dem intelligentesten, liebenswürdigsten und zugleich
bescheidensten unter den Stämmen Germaniens endlich die ihm
gebührende Ehre und Gerechtigkeit widerfahren zu lassen“. Dabei
hängt er nicht an der Vergangenheit fest, sondern baut immer
auch Brücken zur Gegenwart, besonders was das Kommentieren von
heutiger Politik angeht. |
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"Herr Mörike zieht um". Literarischer
Spaziergang zu Eduard Mörike in Stuttgart. |
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Samstag, 8. September 2012. Beginn der Führung: 14:00
Uhr. Kosten: 15,- € . Anmeldung
im Rathaus Köngen. Treffpunkt: Bahnhof Wendlingen, 12:40 Uhr.
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Eduard Mörike (* 1804, † 1875) |
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Ein Umzug ist fast immer mit einem großen Aufwand verbunden –
und doch ist der Dichter Eduard Mörike allein in Stuttgart rund ein Dutzend
Male umgezogen. Zwar ist keines seiner Wohnhäuser erhalten, aber
bei unserem Spaziergang sollen seine Stuttgarter Wohn- und
Wirkungsstätten noch einmal lebendig werden, und so suchen wir
einige der ehemaligen Wohnungen des Dichters auf, der sich 1851
nach Pfarrdienst und frühzeitiger Pensionierung in Stuttgart
niederließ, um "sein Heil auch einmal in der Hauptstadt zu
probieren".
Beginnend in der Rotebühlstraße, führt unser Weg ins
Hospital-Viertel, wo Mörike samt seinen "beiden Frauen" und
seinen beiden Töchtern wohnte. Hier schrieb und dichtete er,
empfing er Besucher und hielt er seine beliebten
Damen-Vorlesungen. Der Spaziergang endet am Mörike-Denkmal in
den Silberburg-Anlagen.
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Führung durch die Steindruckerei Ulrich in
Esslingen |
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Samstag, 19. Mai 2012, 14:00 Uhr. Führung
"Steindruckerei Ulrich", Esslingen, Mittlere Beutau 48a. Kosten 10
€.
Anmeldung: U. Zimmermann, Tel. 07024-866000. Treffpunkt
für Fahrgemeinschaften ist um 13:15 Uhr im Schlossgut Köngen. |
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Die Steindruckerei Ulrich ist eine der sehr selten gewordenen
Werkstätten, in denen Lithographen tatsächlich noch vom Stein
und Blatt für Blatt auf der Handpresse gedruckt werden. Der
Esslinger Lithograph Hans Ulrich führt durch seine
Steindruckerei und erläutert das höchst interessante Verfahren
der Lithographie.
Steindruckermeister Hans Ulrich an der
Handpresse |
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29. Mai bis 5. Juni 2012: Studienreise ins Veneto mit
Pfarrer Steinhart und Torsten Flaig.
Diese Reise mit Studiosus Gruppenreisen GmbH
wird unter der fachkundigen Leitung des Kunsthistorikers Torsten Flaig durchgeführt. Herr
Pfarrer Ernst Steinhart wird mit seinem großen Wissen über Kunst
und Geschichte die Ausführungen von Herrn Flaig ergänzen. Die
Busreise führt uns von Köngen in die oberitalienische Region Venoto. Die reichen
Kunstschätze der Städte Verona, Vicenza, Mantua und
Padua stehen im Mittelpunkt des Reiseprogramms. |
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"Rom in Grinario - Die Darstellungen
der römischen Kaiser im Rittersaal in Köngen"
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Donnerstag, 29. März 2012, 19:30 Uhr. Vortrag von Dr.
Martin Luik, Daniel-Pfisterer-Preisträger 2012, im Schloss
Köngen, Rittersaal.
Eintritt:
8,-
€.
Kartenvorverkauf im Rathaus
Köngen. |
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Der Rittersaal im Köngener Schloss
ist im Renaissancestil gehalten und gilt mit seinen bemalten
hölzernen Wandvertäfelungen, den reich verzierten Türelementen
und den häufig unterteilten Fenstern aus 300 Jahre altem, mit
dem Mund geblasenem Glas als
einmalig im südwestdeutschen Raum.
Die obere Reihe der Vertäfelung ist mit stattlichen Brustbildnissen
von Herrschern
bemalt (Theodosius der Große, Karl der Große, Heinrich III.,
Friedrich Barbarossa, Rudolph I. von Habsburg). Über diese
Herrscher, von denen jeder das Verhältnis von Staat und
Kirche auf besondere Weise gestaltet hat, wird uns Herr
Dr. Martin Luik in seinem Vortrag berichten. |
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Bildnis von Rudolph I. von Habsburg
(*1218, † 1291), ab 1273 römisch-deutscher König, im Rittersaal des Schlosses in Köngen.
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Donnerstag, 22. März 2012, 20:00 Uhr, katholisches
Gemeindehaus (Rilkeweg 20, Köngen). Vortrag von Pfarrer Ernst
Steinhart: Giotto: 'Der die fast erstorbene Kunst
wiedererweckte' (Giorgio Vasari).
Eintritt: 8,- €. |
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Was denn kam den durch Giotto in die Welt? Das mit Giotto die
"Kunst des Abendlands" einsetzte, ist fast ein Allgemeinplatz
geworden. Aber über vermeintliche Sicherheiten sollte man
besonders aufmerksam nachdenken: Für welche Kunst steht Giotto?
Auch für unsere? Dass durch Giotto Neues in die Welt kam, ist
unbestritten: Die Abwertung der vorausgehenden Stile, auch der
Romanik, hängt damit zusammen. Doch worin besteht dieses Neue,
das sich zum Beispiel in der Arenakapelle zeigt? Und: Ist es
Giotto allein, dem das Neue zu danken ist? Darüber werden
gegenwärtig unter Kunsthistorikern interessante Diskussionen
geführt. |
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Giotto di Bondone (* 1266,
† 1337), bekannt als Giotto,
italienischer Maler, gilt als der entscheidende
Wegbereiter der italienischen Renaissance (Rinascimento)
Giotto: Noli me tangere (Detail), Kapelle Scrovegni in
Padua, entstanden um 1304
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Besuch der Ausstellung "Beuys, Warhol,
Polke & Co." in Tübingen |
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Samstag, 10. März 2012, 14:00 Uhr. Führung durch die Ausstellung
"Beuys, Warhol, Polke & Co. 40 Jahre Kunsthalle Tübingen" mit
Barbara Honecker. Kosten für Eintritt und Führung: 14,-
€. Anmeldung:
im Rathaus Köngen. Treffpunkt: für Fahrgemeinschaften 12:30 Uhr
hinter dem Rathaus, sonst 13:45 Uhr an der Kunsthalle in
Tübingen. |
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Die Jubiläumsausstellung konzentriert sich
auf einige besonders herausragende Künstler der Zeit von 1970 bis heute. So werden
Joseph Beuys mit Papierarbeiten, Andy
Warhol mit Gemälden und frühen Zeichnungen, Bernd und Hilla Becher mit Fotografien von
Fördertürmen oder Richard Hamilton und
Robert Rauschenberg mit prominenten Werken
gezeigt. Sigmar Polke, der die
Kunstgeschichte des ausgehenden 20. Jahrhunderts durch
effektvolle Materialexperimente und subtile Ironie
beeinflusste, steht mit jenen Hauptwerken im Mittelpunkt der
Präsentation, die bereits 1976 bei seiner ersten
Retrospektive in der Kunsthalle Tübingen zu
sehen waren. So ist diese Zusammenschau einer von Pop-Art,
Fluxus und Konzeptkunst geprägten Zeit auch als Hommage an
den 2010 verstorbenen deutschen Maler zu verstehen.
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Sigmar Polke, Moderne Kunst, 1968
Sammlung Froehlich
© VG Bild-Kunst, Bonn 2011 |
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Dienstag, 13. März 2012, 20:00 Uhr, katholisches
Gemeindehaus (Rilkeweg 20, Köngen). Vortrag von Pfarrer Ernst
Steinhart: 'Kunst vor der Kunst. Zur Einschätzung der Romanik im
Laufe der Jahrhunderte'. Eintritt: 8,-
€. |
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Schon immer hat Menschen bewegt, wie es dazu kommen konnte, dass
die Formvollendetheit antiker Bild- und Bauwerke nicht
weitergeführt, sondern aufgegeben wurde. Barbareneinfälle? In
deren Folge Unvermögen der Handwerker? Es stimmt nachdenklich,
dass die größten Schäden an romanischen Bauwerken in Frankreich
nicht während der Revolution von 1789, sondern vorher
angerichtet wurden: Man wollte sich den Anblick der "rohen,
missförmigen" Gegenstände nicht mehr zumuten, über die doch der
"moderne Kunstgeschmack" längst hinausgewachsen sei. - Solche
Einstellungen wirken unterschwellig bei manchen nach bis heute.
Seit etwa einem Jahrhundert wurden und werden derartige
Positionen überprüft. Doch erst nach 1945 wurde die Romanik als
eigenständiger Stil und nicht nur als Vorläuferin der Gotik
anerkannt. Rückwärtsgewandt gefragt: Wie steht die Romanik zur
Antike? Was macht sie zu einem eigenen Stil? Die Frage auf heute
bezogen: Was mögen Sie, vielleicht sogar: Was fasziniert Sie an
der Romanik?
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Notre-Dame-la-Grande in
Poitiers, romanische Fassade, erbaut 1150 |
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Dieser Vortrag von Pfarrer Steinhart ist - wie auch der am
22.3.2012 - nicht nur an die Veneto-Reisenden gerichtet, sondern
steht auch anderen Kunstinteressierten offen. |
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Führung durch die Picasso-Ausstellung in
der Nürtingen Kreuzkirche |
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Sonntag, 5. Februar 2012, 11:00 Uhr. Kosten: 10,-
€ für den Eintritt und die Führung durch Frau
Barbara Honecker. Anmeldung:
an der Rathauspforte Köngen. Treffpunkt: um
10:45 Uhr vor der Kreuzkirche. |
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Ausstellungsführung Pablo Picasso
"Zwischen Eros und Arena"
Der 1881 geborene Maler Pablo Picasso gilt als einer
der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts und wurde zu
Recht als "Jahrhundertgenie" bezeichnet. Die Malerei lag ihm als
Sohn eines Zeichenlehrers und Malers im Blut. Schon im Alter von
acht Jahren fertigte er seine ersten Werke an. Lenkung und
Anregung erhielt er von seinem Vater, vor allem aber auch durch
intensive und professionelle Schulungen in La Coruna, Barcelona
und Madrid. Das Werk des Spaniers sprengt alle Grenzen und gilt
als das gigantischste und an schöpferischer Vielfalt reichste
der Kunstgeschichte. Picasso malt, denkt, arbeitet und beweist
seine Fähigkeiten bis am Abend vor seinem Tod am 8. April 1973.
Mehr als 100 Exponate des Künstlers sind in der Ausstellung in
der Nürtinger Kreuzkirche zu sehen. Darunter befinden sich
Raritäten aus der Sammlung Marina Picasso, Spitzenblätter aus
der berühmten Suite Vollard sowie seltene Mappenwerke und
Keramiken. |
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Führung durch die neue Stuttgarter
Bibliothek |
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Donnerstag, 26. Januar 2012, 14:00 Uhr : Kosten der Führung: 5,00
€,
Anmeldung an der
Rathauspforte Köngen. Treffpunkt: hinter dem Rathaus um 12:15
Uhr. Es werden Fahrgemeinschaften gebildet. Informationen über
das Museumsgebäude und die Parkplatzsituation vor Ort werden bei
der Anmeldung mitgegeben. |
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Die neue Stuttgarter Bibliothek am Mailänder Platz im
Europaviertel
Die neue Stuttgarter Bibliothek zwischen Tradition und
Innovation liegt an der Heilbronner Straße, im Anschluss an den
Hauptbahnhof. Als ein inspirierendes Haus des Wissens und der
Kultur wird diese im künftigen Stadtteil Mittelpunkt und
belebendes Element sein (sie ist das erste öffentliche Gebäude
im Europaviertel). Die Stadtbücherei besitzt 500.000 Medien zum
Ausleihen, der Würfel hat eine Fläche von 20.225 Quadratmetern,
wöchentliche Öffnungszeiten von 72 Stunden, modernste Technik
für Selbstverbuchung und Energie. |
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Daniel-Pfisterer-Preis
2012 an den Archäologen Dr. Martin Luik
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22. Januar 2012 in der Zehntscheuer Köngen (Obere Neue Straße
13), Beginn: 19:00 Uhr
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Den Daniel-Pfisterer-Preis 2012 des
Geschichts- und Kulturvereins Köngen erhält am 22. Januar 2012
der Archäologe Dr. phil. Martin Luik aus Köngen. Er ist der 7.
Preisträger, der die Ehrung in Erinnerung an den Köngener
Pfarrer Daniel Pfisterer entgegennehmen wird.
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Daniel Pfisterer,
Pfarrer von 1699 bis 1728 in Köngen, schuf in dieser
Zeit eine einmaliges Bilder- und Gedichtbuch
mit Aquarellen von Pflanzen, Tieren und Szenen aus dem
Alltagsleben der einfachen Menschen. Die Zeichnungen
kommentierte er mit originellen Reimen. |
Martin Luik wurde 1961 in
Esslingen am Neckar geboren und besuchte dort das altsprachliche
Georgii-Gymnasium. Mit seinem Lehrer, einem Hobby – Archäologen,
besuchten die Schüler Ausgrabungen in der näheren und weiteren
Umgebung. Selbst die Klassenfahrt wurde nach dem
Interessengebiet ausgerichtet, sie führte nach Rom. Sein Vater,
ebenso an der römischen Geschichte interessiert, förderte die
Neigung des Sohnes.
Der Hausbau und der Umzug nach Köngen
1975 führten ausgerechnet in den Bereich des
römischen Vicus von Grinario. Wie nicht anders zu
erwarten, fanden sich in der Baugrube römische Scherben und
Reste eines Kellers. Noch als Gymnasiast betreute Martin Luik
mehrere Jahre das Museum im Köngener Kastellturm.
Früh kam auch der Kontakt mit dem späteren
Präsidenten des Landesdenkmalamtes Baden-Württemberg,
Prof. Dr. Dieter Planck (Pfisterer-Preisträger 2006),
der ihn bei seiner Berufswahl unterstützte und sein
wissenschaftlicher Begleiter blieb.
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Martin Luik (* 1961),
Archäologe, wohnhaft in Köngen |
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1981 bis 1991 absolvierte Martin Luik das
Studium der Provinzialrömischen
Archäologie, Vor- und Frühgeschichte,
Alte Geschichte und Klassischen
Archäologie in München und Tübingen. Die Magisterarbeit
1986/87 wie auch die Promotion zum Dr.phil 1991 hatten die
umfassende wissenschaftliche Aufarbeitung des römischen
Erbes in Köngen zum Thema. Mit großer Geduld und
enormem Zeitaufwand beteiligte er sich an den Ausgrabungen und
deren Deutung und Katalogisierung. Zahlreiche private Sammlungen
wurden von ihm begutachtet und inventarisiert. Stets erhielt er
große Unterstützung seitens der Verwaltung und der Bevölkerung.
Seine umfangreichen Forschungsergebnisse veröffentlichte er in
den Bänden Köngen-Grinario I (1996) und –Grinario II (2004), in
zahlreichen Aufsätzen und Präsentationen.
Dr. Martin Luik beteiligte sich beim
Aufbau des Römerparks Köngen und wirkte an
Sonderausstellungen im Limesmuseum Aalen mit. Er engagiert sich
in verschiedenen wissenschaftlichen Projekten, lehrt als
Privatdozent an der Universität München und hat einen
Lehrauftrag an der Universität Klagenfurt.
Zahlreiche Ausgrabungen führen ihn immer
wieder zu verschiedenen antiken Römerstätten in Deutschland, in
Kärnten und nach Spanien zu den römischen Lagern um Numantia, wo
er in Renieblas, Provinz Soria seit Jahren Projekte durchführt.
Wichtige Bestandteile der erfolgreichen Grabungen sind die
Vermittlung seiner Kenntnisse archäologischer Arbeit an
Studenten und die entsprechenden Veröffentlichungen.
Anlässlich des 100. Geburtstags der
Köngener Kastellturm-Einweihung im Jahr 1911
organisierte Dr. Luik ein wissenschaftliches Festkollegium in
Köngen und beteiligt sich im Augenblick an der
Jubiläumsschrift zum Turm.
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Reise nach Oberitalien vom 29.05. - 05.06. 2012
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Donnerstag, 08.12.2011: Einführung in die Reise durch
den Reiseleiter Torsten Flaig im Katholischen Gemeindehaus in
Köngen, Beginn 19:30 Uhr |
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Diese Reise mit Studiosus Gruppenreisen GmbH
wird unter der fachkundigen Leitung des Kunsthistorikers
Torsten Flaig durchgeführt. Herr
Pfarrer Ernst Steinhart wird mit seinem großen Wissen über Kunst
und Geschichte die Ausführungen von Herrn Flaig ergänzen. Die
Busreise vom 29.05. - 05.06.2012 führt uns von Köngen in die
oberitalienische Region Venoto. Die reichen
Kunstschätze der Städte Verona, Vicenza, Mantua und
Padua stehen im Mittelpunkt des Reiseprogramms. |
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Am Donnerstag, den 08.12.2011 wird uns
der erfahrene Studienreiseleiter, Herr Torsten Flaig,
die geplante Reise mit allen Höhepunkten in einem einführenden
Vortrag vorstellen und
aufkommende Fragen beantworten. Am 15.03.2012
und am 22.03.2012 schließen sich zwei Vorträge von Herrn
Pfarrer
Ernst Steinhart an, die uns ebenfalls gut auf die Reise vorbereiten
werden. |
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Anschließend an den Vortrag am 08.12.2011 werden
Anmeldeformulare ausgegeben. Bei Bedarf können diese
auch bei Frau Flaig (Tel. 07024 - 80687)
angefordert werden. |
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Liszt-Abend: "Hurrah! die Toten
reiten schnell!".
Melodramen, Texte und
Klaviermusik von Franz Liszt.
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Donnerstag, den 17. November 2011,
19:30 Uhr, Zehntscheuer Köngen. Klavier: Carolin Danner,
Sprecher: Jan Carlos Wittmer. Eintritt 14,-
€ / 8,- € ermäßigt.
Karten im Vorverkauf erhältlich im Rathaus Köngen. |
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Die H-moll-Ballade, die Konzertetüde "La Leggierezza" und die
Consolations - Franz Liszts wundervolle Klaviermusik
liebt jeder. So auch die Münchner Pianistin Carolin
Danner, die diese Werke am 17.11. am Flügel spielen
wird. Zum 200. Geburtsjahr des Komponisten begibt sie sich
gemeinsam mit dem Sprecher Jan Carlos Wittmer
aber auch auf die Spuren des unbekannten Franz Liszt. Was hat er
gedacht? Welche Werke hat er geschrieben, die nicht so häufig
aufgeführt werden? Neben Briefen und anderen Texten haben die
beiden Künstler Raritäten im Gepäck, die im 19. Jahrhundert groß
in Mode waren, inzwischen aber in Vergessenheit geraten sind:
Melodramen - die Rezitation von Balladen mit
dramatischer Klavierbegleitung. Ein etwas anderer Blick auf den
großen und vielseitigen Komponisten Franz Liszt. |
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Franz Liszt (* 1811, † 1886), Komponist,
Pianist, Dirigent |
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Carolin Danner, die Pianistin des
Abends |
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Auf den Spuren von Luther, Melanchthon,
Goethe, Schiller und der Bauhausarchitektur in Thüringen und Sachsen-Anhalt |
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Der Geschichts- und Kulturverein Köngen e.V.
organisiert in der Zeit vom 16.10. - 21.10.2011
mit Unterstützung der bekannten Volkskundlerin Frau Dr.
Christel Köhle-Hezinger eine attraktive
Busreise nach Thüringen und Sachsen-Anhalt. Viele
Stätten, die zum Weltkulturerbe gehören, werden besucht.
Einzelheiten zum Ablauf, Preis, Teilnahmebedingungen etc.
präsentieren Frau Prof. Dr. Köhle-Hezinger und
der Geschichts- und Kulturverein im Rahmen
eines Einführungsvortrages am Mittwoch, den 15.06.2011
um 19:00 Uhr im Katholischen Gemeindehaus in Köngen (Rilkeweg,
Nähe Ortsausfahrt in Richtung Denkendorf). Hier besteht die
Möglichkeit zur Anmeldung. |
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Vorgesehener Ablauf:
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1.
Tag: Anreise über Meiningen
(Stadtbesichtigung) nach Jena. Hier
sind drei Übernachtungen geplant.
2. Tag: Besichtigung der
Universitätsstadt Jena. Unter anderem werden
das Bauhaus-Keramikmuseum und - etwas
außerhalb - die Dornberg-Schlösser
besucht. Jena war im 17. und 18. Jahrhundert das
geistige Zentrum Deutschlands. Im 19. und 20.
Jahrhundert wurde die Stadt durch die
feinmechanische-optische Industrie und das feuerfeste
Glas bekannt.
3. Tag: Besuch von Weimar
mit Stadtführung, u.a. Besichtigung der nach
dem Brand im neuen Glanz erstrahlenden
'Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek'. Den Ruf des
"klassischen Weimars" begründeten
Dichter wie Goethe, Schiller, Wieland und Herder. Ebenso
fühlten sich Komponisten wie Bach, Liszt und Wagner
angezogen.
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Hoftheater in Weimar mit
'Goethe-Schiller-Statue' |
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4. Tag: Fahrt nach Dessau.
Hier zwei Übernachtungen. Besichtigung des
Bauhaus-Gebäudes von Walter Gropius
('Kathedrale der Moderne') und der 'Meisterhäuser',
einst Wohnstätten der wichtigsten Baumeister.
Nachmittags ist ein Spaziergang durch den
Landschaftspark Georgium und ein Besuch der
Anhaltinischen Gemäldegalerie
vorgesehen.
5. Tag: Führung durch das
Dessau-Wörlitzer Gartenreich mit sieben
Parkanlagen am Elbstrom. Nachmittags Führung durch
Wittenberg, der Stadt der Reformation.
6. Tag: Fahrt Richtung Heimat mit einer
eventuellen Unterbrechung in Naumburg oder
Bamberg.
Änderungen müssen wir uns vorbehalten! |
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Begleiten wird uns zeitweise Frau Prof. Dr. Christel
Köhle-Hezinger aus Esslingen, langjährige Inhaberin des
Lehrstuhls für Volkskunde an der Universität Jena, die vielen
von uns als äußerst kompetente Wissenschaftlerin
und begehrte Referentin bekannt ist. Im Jahre
2008 erhielt sie den Daniel-Pfisterer-Preis des
Geschichts- und Kulturvereins Köngen. |
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Prof. Dr.
Christel Köhle-Hezinger,
langjährige Inhaberin des Lehrstuhls für Volkskunde an der
Friedrich-Schiller-Universität in Jena.
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Reisebericht zu dieser Reise (am 27.10.2011) |
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Vom Montag, dem 16.10. bis zum Freitag, dem
21.10.2011 führte der Geschichts- und Kulturverein Köngen unter
der organisatorischen Leitung
von Frau Wiebke Flaig eine
Reise zu den Städten
Meiningen, Jena, Weimar, Dessau, Wittenberg und Naumburg durch.
Bezüglich der Auswahl aus
den vielen Sehenswürdigkeiten dieser Städte und ihrer Umgebung
wurde Frau Flaig durch die gebürtige Esslingerin und ehemalige
Jenaer Professorin für Volkskunde,
Frau Dr. Köhle-Hezinger,
unterstützt, die ab der Stadt Meiningen unsere Reisegruppe
begleitete und durch vielfältige und kenntnisreiche Beiträge zum
Gelingen der Reise wesentlich beitrug. Der Eindruck, den die
Reiseteilnehmer in dieser knappen Woche von Kultur, Geschichte
und Landschaft der Reiseziele gewonnen haben, war überwältigend.
Das erste Ziel der Reise, die
Stadt Meiningen,
gehört mit einer großartigen Musik- und Theatergeschichte,
historischen Bauten aus dem 19. Jahrhundert, den großen Parks
und den schönen Schlössern zu den Städteperlen Thüringens. Viele
bedeutende Komponisten, so unter anderen Friedrich Liszt und
Max Reger prägten von
hier aus das Musikleben Europas.
Eine Musikwissenschaftlerin führte uns im Museum zu
einer, Franz Liszt gewidmeten, Sonderausstellung. Noch heute
spielen Theater und Musik eine wichtige Rolle in dieser Stadt.
In
Jena profitierte die Reisegruppe von dem ‚Insiderwissen‘ von
Frau Dr. Köhle-Hezinger, die während der Zeit von dreizehn
Jahren diese
traditionsreiche Universitätsstadt und ihre Menschen
liebgewonnen hat. Dies
war bei ihren kenntnisreichen Ausführungen zu merken.
Eine Stadtführung machte
uns mit kulturhistorischen Baudenkmälern bekannt, die mit großen
Namen der Geschichte verbunden sind. Von der Aussichtsplattform
des ‚Jen-Towers‘, des mit 159
m höchsten Turms der Stadt, eröffnete sich uns ein
phantastischer Panoramablick. Ein Ereignis besonderer Art war
der Besuch der in der Nähe von Jena hoch über dem Saaletal
liegenden Dornburger Schlösser. Hier hat sich auch Goethe gerne
aufgehalten.
Der Besuch der Kulturstadt
Weimar war für alle
Reiseteilnehmer ein weiterer Höhepunkt der Reise. Allein das
Gefühl, sich dort zu befinden, von wo aus einst Goethe und
Schiller ihre Gedanken in die Welt geschickt haben, flößte eine
gewisse Ehrfurcht ein.
Auch in der Architektur gingen von Weimar prägende
Einflüsse aus. Der Henry-van-de-Velde-Bau ist eines der
bedeutendsten Kunstschulbauten der Jahrhundertwende und war 1919
Gründungsort des ‚Bauhauses‘, einem Baustil, der zu einer
Wegmarke in der Geschichte der modernen Architektur wurde.
Der architektonische Stil des Bauhauses, seine
Ziele und Umsetzungen wurden uns in einem eigenen Museum
vermittelt. Das 1923
erstellte Musterhaus von Georg Muche, das von der Reisegruppe
ebenfalls besucht wurde, besticht durch seine Funktionalität.
Ein Besuch der wieder aufgebauten historischen
Anna-Amalia-Bibliothek mit ihrem berühmten Rokokosaal
und den alten
Buchbeständen durfte natürlich nicht fehlen.
Auch das ehemalige
Konzentrationslager Buchenwald hat bleibende Eindrücke
hinterlassen.
In
Dessau standen das Bauhausgebäude und die von Walter Gropius
errichteten ‚Meisterhäuser‘ , die als einzigartige und
schützenswerte Kulturgüter in die Liste des UNESCO-Kulturerbes
aufgenommen wurden, im Mittelpunkt unseres Interesses.
Zu den ‚Meistern‘, die in
diesen Häusern wohnten, gehörten Lyonel Feininger, Oskar
Schlemmer, Wassily Kandinsky und Paul Klee.
Ein weiterer
Programmpunkt in Dessau war eine Führung durch den
kunsthistorisch bedeutenden Landschaftspark
mit dem Namen
Georgium, der ab 1780 von dem Prinzen Johann Georg geschaffen
wurde. Der im englischen Stil gehaltene Park enthält zahlreiche
klassizistische und romantisierende Bauten und Skulpturen, die
harmonisch in die Natur eingebettet sind.
Ein Besuch in der
Anhaltschen Gemäldegalerie mit seiner umfangreichen Sammlung
altdeutscher und niederländischer Malerei beendete diesen
‚inhaltsreichen‘ Tag.
Am nächsten Tag schloss sich ein
Spaziergang durch den
Wörlitzer Gartenreich an, einer Gartenanlage, deren Größe
und Gestaltung mit kaum einer anderen Anlage vergleichbar ist.
Gelegen ist der gesamte Gartenbereich inmitten des
Biosphärenreservats Flusslandschaft Mittelelbe.
Dort war es einfach
traumhaft schön! Anschließend
besuchten wir die Lutherstadt
Wittenberg, die nach
der Wende ihren alten Glanz wiedererhielt. Die Spuren der
Reformation prägen die Stadt und machen eine Stadtführung zum
Geschichts-Erlebnis ersten Ranges. So findet man bei einem
Rundgang die Wohnhäuser Martin Luthers, Philipp Melanchthons und
Lucas Cranachs sowie das kurfürstliche Schloss mit der
Schlosskirche, die spätmittelalterliche Stadtkirche St. Marien
und ein Stadtbild, das noch heute von den imposanten
Bürgerhäusern der Renaissance geprägt ist.
Der
Abend dieses Tages wurde durch einen Konzertbesuch in Dessau
gekrönt. Werke von Franz Liszt, Paganini und Bela Bartok standen
auf dem Programm.
Die Rückreise führte uns noch über
Naumburg. Der Besuch
der Ausstellung über den ‚Naumburger Meister‘, der die bekannte
Skulptur der Markgräfin
Uta geschaffen hat, war ein grandioser Schlossakkord.
Am Schluss dieses Reiseberichts steht der
Dank an Frau Wiebke Flaig,
die mit ihrem Verständnis für Geschichte und Kultur
den Reiseteilnehmern viele schöne und auch lehrreiche
Stunden vermittelt hat.
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Führung für Kinder und Groß-/Eltern
durch das J.F. Schreiber-Museum
in Esslingen "Papiertheater, Kartonmodelle und Bilderbücher" |
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Sonntag, den 6. November 2011. 11:00 -12:30 Uhr. Ort:
Salemer Pfleghof, Untere Beutau 8 -10 in Esslingen. Kosten: Erwachsene 6,-- €, Kinder 3,-- € für Führung und Eintritt.
Anmeldung bei Ulrike Zimmermann: Tel. 07024 /866000. Wer mit der
S-Bahn nach Esslingen fahren möchte, kann sich der
Fahrgemeinschaft anschließen. Treffpunkt ist um 10:20 Uhr am
Bahnhof Esslingen (S-Bahn-Gleis), Abfahrt 10:29 Uhr. |
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Für Jung und Alt gleichermaßen faszinierend,
was alles aus Papier gemacht werden kann. Im Museum gibt es
Papiertheater, Kartonmodelle und Originalentwürfe
bekannter Bilderbuchklassiker zu bewundern. Ein Höhepunkt des
Besuchs ist die Wurzelhöhle, die dem wohl
bekanntesten Kinderbuch des Schreiber-Verlages
"Etwas von den Wurzelkindern" von Sybille von Offers gewidmet
ist.
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Die Wurzelkinder |
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"Gestatten Sie, darf ich vorstellen
. . .". Biografien von Wissenschaftlern, deren Namen in
Maßeinheiten verewigt sind. |
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Donnerstag, den 20. Oktober 2011 in der Bücherei
Köngen. Beginn: 19:30 Uhr. Lesung von Prof. Dr. Rolf Martin.
Eintritt: 8,-- €.
In Zusammenarbeit mit der Bücherei
Köngen. Eintrittskarten gibt es im Rathaus, in der Bücherei
sowie bei der Bücherecke. |
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Biografien von Wissenschaftlern, deren Namen in Maßeinheiten
verewigt sind. Mit großer Selbstverständlichkeit nutzen wir
Maßeinheiten und nehmen diese hin. Wer macht sich schon Gedanken
darüber, dass hinter Begriffen wie Kilojoule,
Hektopascal oder Megaherz Menschen stehen, deren
Verdienste durch die Benennung der Maßeinheiten mit ihrem Namen
geehrt wurden?
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Das Joule ist
eine abgeleitete Maßeinheit der Größen Energie, Arbeit
und Wärmemenge, benannt nach dem britischen
Physiker James Prescott Joule (* 1818, † 1899).
Die Einheit 'Joule' wird heute für alle
Formen thermischer, mechanischer sowie elektrischer
Energie verwendet. |
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Cézanne - Renoir - Picasso
und Co. : 40 Jahre Kunsthalle Tübingen |
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Samstag, den 1. Oktober 2011, 14:00 Uhr. Führung durch
die Kunsthistorikerin Barbara Honecker. |
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Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Kunsthalle
Tübingen wird ein Extrakt der bisherigen großartigen
Ausstellungsereignisse präsentiert -
und damit ein bedeutender Entwicklungsschritt der
Kunstgeschichte in einer einzigartig verdichteten Ausstellung
erlebbar gemacht. Den auftaktgebenden Schwerpunkt der Schau
bilden Hauptwerke von Paul Cézanne (1839-1906),
der als Impulsgeber der Moderne zu gelten hat. Seine
Landschaftsbilder, Porträts und Stillleben inspirierten eine
Bewegung, die von der impressionistischen Wirklichkeitstreue
wegführte, hin zu einer freien Komposition von Linien, Flächen
und Farben.
Zudem ist Edgar Degas (1834-1917) in der
Ausstellung vertreten, dessen Tänzerinnen-, Dirnen- und
Landschaftsbilder ebenfalls am Anfang der
postimpressionistischen Entwicklung stehen. Überdies sind
Auguste Renoirs (1841-1919) Bilder mondäner
Lebensfreude ebenso wie Henri de Toulouse-Lautrecs
(1864-1901) malerische Porträts der Belle Époque
präsent. Ein Landschaftsbild des Postimpressionisten
Henri Rousseau (1844-1910) ergänzt die umfangreiche
Epochenschau, die ihren Abschluss in einer bedeutenden Gruppe
von Arbeiten Picassos aus den Jahren zwischen 1898 und 1971
findet.
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Auguste Renoir: Die kleine Irene,
1880.
Stiftung E.G. Sammlung
Bührle, Zürich |
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Max-Eyth-Haus, Literaturmuseum
in Kirchheim u. Teck |
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Samstag, den 3. September 2011, 10:00 Uhr. Führung durch
den Musemsleiter Rainer Laskowski. Die Gebühr wird noch bekannt
gegeben. |
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Das Max-Eyth-Haus
ist neben dem Kirchheimer Schloss das
älteste Fachwerkhaus der Kirchheimer Innenstadt und wurde um
1540 als Lateinschule erbaut. 1836 wurde hier der Ingenieur und
Schriftsteller Max Eyth geboren. Seit 1993 wird das Gebäude als
Literaturmuseum genutzt.
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Das 'Max-Eyth-Haus'
beherbergt heute das 'Literarische Museum'
in Kirchheim u. Teck. Es ist das Geburtshaus
des am 6. Mai 1836 geborenen Dichters und Ingenieurs Max
Eyth. |
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"Ein Blick hinter die Kulissen des
Freilichtmuseums Beuren im Tiefenbachtal" |
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Donnerstag, den 30. Juni 2011, 14:30 Uhr. Führung durch
die Museumsverwaltung. Eintritt: 8,-- €.
Anmeldungen im Rathaus.
Fahrgemeinschaften. |
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Die Führung bietet einen Einblick in die ansonsten
nicht öffentlich zugängliche umfangreiche kulturhistorische
Sammlung des Freilichtmuseums Beuren. Untergebracht sind die
Exponate in Bunkern des ehemaligen Bundeswehrdepots im
Tiefenbachtal. |
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Ausstellung "Das Böse bannen - die
Wasserspeier der
Frauenkirche in Esslingen", Fotographien, Graphiken, Überreste |
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Samstag, den 28. Mai 2011, 14:00 Uhr. Treffpunkt: 13:50
Uhr vor dem Stadtmuseum Esslingen. Kosten 8,00 € für Eintritt
und Führung. Anmeldung: Rathauspforte Köngen (Wer eine
Mitfahrgelegenheit sucht, soll dies bei der Anmeldung angeben). |
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Die Esslinger Frauenkirche besitzt an Turm und
Dachkante 63 steinerne Wasserspeier -
dämonische Figuren, die hoch oben weit hinausragen. Sie leiten
das Regenwasser von der gotischen Kirche weg, um die sensiblen
Fundamente zu schützen. Gleichzeitig sollen sie vor
bösen Kräften bewahren, deshalb wurden sie als
abschreckende Fabelwesen gestaltet. In
der Ausstellung sind sie erstmals auf Fotografien von
Peter Köhle aus nächster Nähe im Detail zu betrachten.
Darüber hinaus werden einige bisher noch nie gezeigte originale
Reste der Wasserspeier präsentiert sowie die von ihnen
inspirierten Holzschnitte von HAP Grieshaber.
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"Teufel mit Zwiebel". Einer von 63
Wasserspeiern an der Esslinger Frauenkirche. |
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Leben und Bauen zwischen Neckar und
Bosporus - der Architekt Paul Bonatz (1877 - 1956) |
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Samstag, 07. Mai 2011, 14:00 - 18:00 Uhr. Kunsthalle
Tübingen. Führung durch Barbara Honecker, Kunsthistorikerin.
Anschließend Besichtigung der Universitätsbibliothek.
Treffpunkt: 12:40 am Wendlinger Bahnhof, Abfahrt 12:50 Uhr.
Rückfahrt 18:30 Uhr ab Tübingen. Preis pro Person: 20,00 Euro
(Zug und Bus, Eintritt, Führung). Anmeldung: an der Information
im Rathaus.
Leider muss die Fahrt zu dieser Ausstellung mangels Beteiligung
abgesagt werden! |
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Paul Bonatz, deutscher Architekt (* 1877,
† 1956)
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Der Stuttgarter Architekt Paul Bonatz, dessen Hauptwerk der
Stuttgarter Hauptbahnhof in jüngster Zeit traurige Berühmtheit
erlangt hat, ist Hauptvertreter einer gemäßigten modernen
Architektur zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Zahlreiche originale
Pläne, Zeichnungen, alte Fotos und neu gebaute Modelle
dokumentieren das umfangreiche Lebenswerk des
Architekten, das neben technischen Bauwerken
und Großbauten auch behagliche Wohnhäuser umfasst.
Im Zentrum der Ausstellung steht freilich Bonatz'
Hauptwerk, der Stuttgarter Hauptbahnhof (1911-1927). So
bietet die Ausstellung eine breite Grundlage für eine
Diskussion um den Denkmalwert dieses Monumentalwerks der
klassischen Moderne, der durch den Teilabriss im Zuge
der Planungen für Stuttgart 21 in Frage gestellt wird.
Anschließend an die Ausstellung besuchen wir in der
Tübinger Innenstadt ein Frühwerk von Bonatz, die alte
Universitätsbibliothek.
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Führung durch die Kunstausstellung
"Stiftung Fritz und Hildegard Ruoff" in Nürtingen
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Führung mit Frau Hildegard Ruoff in Nürtingen,
Schellingstr. 12. Termin: 13. April 2011. Beginn: 11:00 Uhr.
Eintritt: 8,-- €. Anmeldungen
im Rathaus Köngen, Fahrgemeinschaften |
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In der abstrakten
Malerei im deutschen Südwesten nach 1945 nimmt das künstlerische
Werk des in Nürtingen geborenen Fritz Ruoff (1906-1986)
eine herausragende Stellung ein. Die Galerieräume der
Villa Ruoff in Nürtingen beherbergen Teile des
Gesamtwerks von Fritz Ruoff.
Neben
Plastiken zeugen Gouachen, Zeichnungen, Collagen
und Aquarelle
von der beharrlichen künstlerischen Auseinandersetzung
Ruoffs mit der Form und ihrer Bedeutung. Seine Werke sind weit
über die Landesgrenzen hinaus bekannt.
Exponate befinden sich in zahlreichen Museen und
Sammlungen im In- und Ausland.
Nach einer Holzbildhauerlehre
studierte er bis 1933 an der Kunstgewerbeschule
Stuttgart bei Alfred Lörcher. 1943 heiratete er
Hildegard Scholl, ebenfalls eine bedeutende Künstlerin.
Bis zu seinem Tod im Jahre 1986 verbrachte er seine Arbeitsjahre
in Nürtingen.
Fritz Ruoff
beschäftigte sich mit vielen Materialien und Stilen.
Im Mittelpunkt seines Schaffens mit dem Material Holz
stand die menschliche Figur, die er zum Teil sehr abstrakt
darstellte. Nach seinem Kunststudium in Stuttgart kam er weg vom
Holz und hin zum Zeichnen. Es schlossen sich
Plastiken aus Gips, zum Teil in Bronze
gegossen, an.
Um 1950 fand er zur Malerei. Ab
Mitte der fünfziger Jahre wandte er sich religiösen Motiven zu.
1957 kehrte er noch
einmal zur Holz-Plastik
zurück, entwarf 1959 Montagen aus
Stahl und malte ab 1960 wieder
abstrakte Bilder. Sein
Ziel war es, so seine eigenen Worte; „zu einer einfachen und
symbolhaften Bildsprache zu gelangen“.
Im Jahr 1962 entdeckte er eine neue
Art von Kunst, die Schnurcollage.
Ab 1963 begann er nach schwerer Krankheit
wieder mit Bleistiftzeichnungen und steigerte sich hin zu
Collagen und Aquarellen bei denen
Kreise, Ovale und Rechtecke das
Bild bestimmen. Das Arbeiten mit Pappe und das Entstehen von
Reliefbildern
kamen ab 1965. Ab 1977 fand er zu den Schnurcollagen und
Zeichnungen zurück.
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Fritz Ruoff: Landschaft.
Zeichnung / Farbstift 1975
Werkverzeichnis Zf 1971/1.
Ausstellung Dr. Christian Bauer |
Die im Jahr 2003
gegründete 'Fritz und Hildegard Ruoff Stiftung'
dient der Erhaltung und Pflege des künstlerischen Lebenswerkes
von Fritz Ruoff und seiner Frau Hildegard und der Förderung des
Interesses und Verständnisses dafür. Am 28.11.2004 wurden die
Ausstellungsräume der Stiftung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Eine Führung in den noch
vollständig eingerichteten Wohn- und Arbeitsräumen des Ehepaars
Ruoff vermittelt einen Eindruck von den Lebensumständen eines
Künstlerpaares in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Fritz Ruoff hat in seinem Leben einiges
erleiden müssen, und doch formulierte der alternde Künstler
einen sehr versöhnlichen Rückblick auf sein Leben und
Werk:
„Wenn ich die Frage stelle, warum ich male und zeichne, so ist
mir eine erschöpfende Antwort im Grunde nicht möglich. Nur so
viel: sicher hat es mit meinen geheimen Sehnsüchten nach einer
besseren Welt, nach Frieden und Schönheit, Ordnung und nicht
zuletzt auch nach Liebe zu tun. Dem Chaos sich stellen und
trotzdem immer wieder mit Hoffnung aufs Neue beginnen. Das ist
meine Situation.“ |
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"Der Isenheimer Altar" |
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Vortrag mit Bildern von Herrn Pfarrer Ernst Steinhart im
Katholischen Gemeindehaus in Köngen. Termin: Donnerstag, den 7.
April 2011. Beginn 19:30 Uhr. Eintritt: 8,--
€. Eintrittskarten gibt es im
Rathaus und in der Bücherei Köngen, Tel. 07024-983500 |
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Der Isenheimer Altar gehört zu den
bedeutendsten Werken der Kunstgeschichte überhaupt.
Seinetwegen ist das Unterlinden-Museum in Colmar nach dem Louvre
in Paris das am zweithäufigsten besuchte Museum Frankreichs. |
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Der Isenheimer Altar |
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Der gewaltige Altar ist ein spätgotisches Retabel
(Wandelaltar) mit neun Gemälden und
einem geschnitzten Mittelschrein. In
geschlossenem Zustand zeigt er die Kreuzigung von
Christus in kaum zu überbietender Eindringlichkeit. Im Bild des
leidenden Christus scheint alles Leid der Menschheit eingefangen
zu sein. Flankiert wird es von den Flügelgemälden
der Heiligen Sebastian und Antonius, denen die
Krankenheilung zugeschrieben wurde. Im Ablauf des liturgischen
Kirchenjahres wurden die Flügel geöffnet, so dass man diejenigen
Bildteile sehen konnte, die zum jeweiligen Kultus passten.
Insgesamt besitzt der Altar drei Schauseiten.
An Sonntagen war die zweite Schauseite zu sehen, eine Folge
strahlender und tröstlicher Bilder: Engelskonzert, Geburt und
Auferstehung von Jesus Christus. Einzigartig ist, wie sich die
Lichtgestalt von Christus aus dem Grab erhebt.
Gekrönt war der Altar mit einem filigran geschnitzten und
vergoldeten Maßwerk.
Mathis Neithardt war der geniale
Maler, der vermutlich zwischen den Jahren 1512 und 1516
zusammen mit dem Bildschnitzer Niklaus von Hagenau
den Altar geschaffen hat. Den Auftrag hatten die beiden
Künstler von dem Antoniterorden für ihr Spital
in Isenheim, einem Dorf in der Nähe von Colmar, erhalten. Heute
ist Mathis Neithardt unter dem Namen Matthias Grünewald
bekannt. Der Altar gilt nicht nur als sein persönliches
Hauptwerk, sondern das einer ganzen Epoche. Um diesem Werk
gerecht werden zu können, ist es notwendig, sich den
grandiosen Bildtafeln nicht nur als
Kunstwerk zu nähern. Ursprünglich wurden sie auch nicht als
Kunstwerke geschaffen. Wie alle Altartafeln der damaligen Zeit
waren sie Werke der Verkündigung der Botschaft von
Christus.
Der um 1070 gegründete Orden der Antoniter war
ein so genannter Bettelorden, zu dessen Aufgaben die
Krankenpflege gehörte. Die Kranken wurden zu Beginn
ihrer medizinischen Behandlung vor den Altar geführt, da man
hoffte, dass sie aus der Betrachtung des Altars geistlichen
Trost gewinnen würden. Nach mittelalterlicher Auffassung
konnte von Altarbildern Heilung ausgehen, sofern sich der Kranke
mit den dargestellten Figuren identifizierte.
Bis zur Französischen Revolution stand der
Altar in der Klosterkirche von Isenheim. Um ihn
vor der Zerstörung zu bewahren, wurde er 1792
nach Colmar in die Bibliothèque
Nationale du District gebracht. 1852
wurde
der Altar in die Kirche des ehemaligen
Dominikanerklosters von Unterlinden verlegt. Die
gemalten Tafeln (Öl auf Lindenholz) und Skulpturen wurden
auseinandergenommen und auf das gesamte Kirchenschiff verteilt.
Dort wurde der Altar zum
berühmtesten Werk des Museums, das man dort einrichtete. Seit
dieser Zeit übt der Altar eine ungebrochene Faszination
auf all diejenigen aus, die sich in seine Betrachtung versenken.
Nach Pfarrer Ernst Steinhart, der uns zu seinem
Vortrag einlädt, leben Kunstwerke nur, solange sich Menschen mit
ihnen auseinandersetzen und um Deutungen ringen. Erlischt dieses
elementare Interesse, fangen auch die größten Werke an zu welken
und zu kränkeln. Auch Kunstwerke können sterben. Der Isenheimer
Altar wird desto rätselhafter, je mehr man auf Einzelheiten
achtet. Alle Fragen führen zu einer letzten:
Hat man den Altar verstanden, wenn man
alle Details kennt? Oder gibt es einen Grundgedanken des
Glaubens, der mit den Mitteln der Malerei so entfaltet wird,
dass Kunst und Glauben miteinander zu tun bekommen?
Herr Pfarrer Steinhart wird uns bei
seinem Vortrag mit Bildern auf eine große Entdeckungsreise
mitnehmen. |
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Megacity Istanbul: Schönheit, Schmelztigel,
Schatzkammer und mehr |
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Termin: Donnerstag, den 3. März 2011. Beginn 19:30 Uhr. Vortrag von Sibylle Thelen im Rittersaal des Köngener
Schlosses. Eintritt: 8,-- €. Veranstaltung
in Zusammenarbeit mit der Bücherei Köngen. Eintrittskarten gibt
es im Rathaus und in der Bücherei Köngen, Tel. 07024-983500 |
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Sibylle Thelen,
geboren 1962, studierte Politik, Turkologie und
Kommunikationswissenschaften in München. Ein Teil ihrer
Jugend verbrachte sie in Köngen. Sie ist Autorin und leitende
Redakteurin bei der Stuttgarter Zeitung. 2008 erschien ihr Buch "Istanbul –
Stadt unter Strom, Gesichter der neuen Türkei".
Ein weiteres Buch mit dem Titel "Die
Armenierfrage in der Türkei" wurde im Jahr 2010
verlegt.
Für Sibylle Thelen ist Istanbul als
Brennpunkt einer dynamischen Entwicklung
zu sehen, die vor allem durch die
Kulturschaffenden getragen wird. Die Künstler
stehen nicht nur selbst unter Strom, sie elektrisieren
die Gesellschaft und eröffnen neue Perspektiven. In
ihrem Buch zeichnet die Autorin Porträts aus dem
heutigen Istanbul: von Musikerinnen und Schriftstellern,
Filmstars und Malern. Während die meisten Medien die
Türkei als nationalistischen und islamistischen Staat
beschreiben, gelingt es Sibylle Thelen in überzeugender
Weise ein Land im Umbruch darzustellen,
in dem vor allem die Kultur Wandel und
Öffnung vorantreibt. Viele unser Vorurteile über die
Türkei werden erschüttert. So steht
zum Beispiel unserem Bild von der unterdrückten Frau die
Tatsache gegenüber, dass 25 Prozent aller türkischen
Universitätsprofessoren Frauen sind
- im Vergleich zu 13
Prozent in Deutschland.
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Istanbul,
Der Bosporus |
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In ihrem Buch über die "Armenierfrage der Türkei"
beteiligt sich Sibylle Thelen an der Erkundung der
geschichtlichen Tatsachen. Die offizielle
Geschichtsschreibung der Türkischen Republik kennt keinen
Völkermord an den Armeniern. Die so genannten Umsiedlungen
gelten als unschöne, aber unabwendbare Folge des Ersten
Weltkrieges. Was geschah 1915 wirklich? Die Armenierfrage steht
heute im Zentrum der Identitätssuche einer
demokratisch-pluralistischen Türkei. Beharrlich erkundet ein
Teil der Bevölkerung die verdrängte und vergessene Geschichte.
Auch Sibylle Thelen geht in ihrem Buch dieser Spurensuche nach. |
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Besuch der Ausstellung "Joan Miró -
Menschen, Tiere, Konstellationen" in Nürtingen
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Termin: Sonntag, 6. Februar 2011. Ort: Kreuzkirche in Nürtingen.
Beginn der Führung durch Frau B. Honecker um 14:00 Uhr.
Treffzeit um 13:45 Uhr vor der Kirche. Preis / Person für
Eintritt und Führung: 10,- €. Max.
Teilnehmerzahl: 20 Personen. Anmeldung an der Rathauspforte in
Köngen.
26.1.2011: Die maximale Teilnehmerzahl ist
bereits erreicht, eine Anmeldung kann daher nicht mehr
entgegengenommen werden. |
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| Die
Stadt Nürtingen
präsentiert in Zusammenarbeit mit der
Galerie ‚Die Treppe, Reudern‘
in der Kreuzkirche
Originalgrafiken
und Unikate des Malers, Zeichners und Bildhauers
Joan Miró (1893 – 1983). Als Vertreter
der Klassischen Moderne gehört Miro mit seinen
fantasievollen Bildmotiven zu den bedeutendsten
und populärsten Künstlern des 20. Jahrhunderts.
Mehr als 100 Exponate warten auf die Besucher der
Ausstellung. Darunter befinden sich Raritäten wie die
erste Radierung des Künstlers aus dem Jahre 1933, die
erste Lithographie aus den 30er Jahren oder auch sein
erstes Buch. Die grafischen Arbeiten umfassen Mirós Schaffensperiode von 1930
bis 1980.
Der 1893 in Barcelona geborene Maler Joan Miró bekam die
Kunst schon in die Wiege gelegt, denn sein Vater war
Goldschmied und Uhrmacher. In seiner frühen
Phase waren seine Werke, aufbauend auf der
katalanischen Volkskunst, von den
geradlinigen Stilrichtungen des Fauvismus
und des Kubismus geprägt.
Von Anfang bis Mitte der 1920er Jahre
vollzog der Künstler, beeinflusst von den in Paris
herrschenden Kunstströmungen des Dadaismus
und Surrealismus, den
grundlegenden Stilwechsel, der ihn von der
Gegenständlichkeit wegführte. Ab 1930
entwickelte Miro einen eigenen, von kräftigen
Farben und vereinfachenden Formen
geprägten, Malstil. In dieser Zeit begann auch
sein internationaler Ruhm. Von 1940 bis 1948
lebte er in Spanien und schuf in diese Zeit viele
Skulpturen, Grafiken, Keramiken und Wandgemälde.
Heute gilt Joan Miro als einer der bedeutendsten
Vertreter des Surrealismus, einer
Kunstrichtung, die es den Künstlern erstmals
ermöglichte, sich mit Träumen und
Phantasien auseinanderzusetzen. Dies
tat der katalanische Künstler in einer farbigen und
fröhlichen Art, die es dem Betrachter gestatten, selbst
zu träumen. Die magischen Symbole für Mond, Sterne,
Vogel, Auge zählen zu den bekanntesten Elementen der
Kunst Mirós. Die elementaren Kürzel werden mit einer
offensichtlich komischen, aber keinesfalls infantilen
Note verbunden. An dieser künstlerischen Form hält er
bis zu seinem Tod in Palma de Mallorca im Jahre 1983
fest. Begraben wurde Joan Miró in Barcelona.
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Joan Miró: Das Auge des Mondes
© Successió Miró / VG Bild
– Kunst, Bonn 2008
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Es ist etwas im "Busch" - Zum Leben
und Wirken des Dichters und Zeichners Wilhelm Busch |
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Veranstaltung des Geschichts- und Kulturvereins Köngen
e.V. im Rahmen der Köngener Kulturtage. Termin: Sonntag, den
23.01.2011. Ort: Zehntscheuer in Köngen (Obere Neue Straße 13.
Beginn: 19:00 Uhr. Anmeldung im Rathaus Köngen (Pforte).
Eintritt: 8,-- €. |
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Der Schauspieler Klaus Lerm widmet sich
bei dieser Veranstaltung dem Dichter, Satiriker und
Zeichner
Wilhelm Busch (1832 - 1908). Wer von uns kennt nicht seine berühmte Bildergeschichte
„Max und Moritz“, die er 1865
veröffentlichte. Zunächst von der Kritik unbeachtet,
erschienen die sieben Streiche dieser Lausbuben
bis zu seinem Tod erfolgreich mit mehr als 430.000
verkauften Exemplaren. Dem zurückgezogen lebenden Busch
traute man seine satirischen Werke nicht zu. Trotzdem
war er einer der einflussreichsten
humoristischen Dichter und Zeichner seiner Zeit in
Deutschland. Mit seinen originellen
Bildergeschichten und den kommentierenden lustigen und
bissig hintergründigen
Versen verspottet er menschliche Eigenarten und greift
das Spießbürgertum mit dessen
zweifelhafter Moral und Selbstzufriedenheit an. Für die
Leserschaft ist er ein Klassiker des deutschen
Humors. Mit seinen Bilderfolgen galt er besonders in den
USA als „Urvater der Comics“. Alt und
Jung können sich auf einen interessanten und
unterhaltsamen Abend freuen. Mal sehen, wie uns Klaus
Lerm, den man in unserer Region von seinen Rezitationen
gut kennt, Wilhelm Busch näher bringt. Die
musikalische Begleitung an diesem Abend erfolgt durch
die Musikschule Köngen / Wendlingen.
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Wilhelm Busch
(* 1832, † 1908) |
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Besuch der Großen Landesausstellung
in Stuttgart "Hans Holbein der Ältere: Die Graue Passion" |
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Termin: Samstag, den 04.12.2010. Ort: Staatsgalerie
Stuttgart (Konrad-Adenauer-Str. 30-32). Beginn der Führung um 14:00 Uhr.
Treffzeit /Treffpunkt: 13:45 Uhr am Eingang zur Alten
Staatsgalerie. Abfahrt vom Rathaus in Köngen 12:45 Uhr (Fahrgemeinschaften). Anmeldung Rathaus
Köngen (Pforte). Max 20 Personen. Kosten für die Führung:
€ 14,--
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Die
"Graue Passion" gilt als ein Hauptwerk von
Hans Holbein dem Älteren und als eine
der ungewöhnlichsten Passionsfolgen der altdeutschen
Kunst. Schon der Name des um 1495 entstandenen Zyklus
weist auf die farbliche Gestaltung der Bildfolge hin.
Ihm kommt innerhalb der europäischen Malerei eine
einzigartige Stellung zu. Die Große
Landesausstellung zeigt Holbeins Passionsfolge
im Kontext themengleicher Tafelbilder und Graphikreihen
wichtiger Vorläufer und Zeitgenossen.
Der 1465 in Augsburg geborene Künstler zählt neben
Martin Schongauer und Albrecht
Dürer zu den bedeutendsten Malern seiner Zeit.
Mit seiner Kunst steht Hans Holbein der Ältere zwischen
den Schulen und zwischen den Zeiten, am Übergang von der
Spätgotik und der Renaissance. Mit seinem idealisierten
Christustypus weist der Künstler bereits auf ein
Darstellungsideal der Renaissance voraus. |
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Graue Passion: Dornenkrönung Christi |
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Zum 250. Geburtstag von Johann Peter Hebel
(1760 - 1826)
Literaturabend mit dem Schauspieler Klaus Lerm |
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| Donnerstag, 28. Oktober 2010
im Sitzungssaal der Zehntscheuer Köngen (Obere Neue
Straße 13). In Zusammenarbeit mit der Ortsbücherei.
Eintrittskarten zu € 8,- gibt es
an der Abendkasse. |
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Der
evangelische Theologe und Pädagoge Johann Peter
Hebel (* 10. Mai 1760 in Basel, † 22. September
1826 in Schwetzingen) war ein Dichter aus dem
alemannischen Sprachraum Südbadens. Er gilt als der
bedeutendste alemannische Mundartdichter. Bekannt wurde
Hebel vor allem durch seine Veröffentlichung
"Alemannische Gedichte" und durch zahlreiche
Kalendergeschichten.
Die 'Alemannischen Gedichte' Johann
Peter Hebels entstanden im Wesentlichen in den Jahren
1800 und 1801. Als sie im Januar 1803 veröffentlicht
wurden, war die Resonanz so positiv, dass zwei
Neuauflagen gedruckt werden mussten. Auch die Dichter
Jean Paul und Johann Wolfgang
von Goethe äußerten sich sehr wohlwollend über
die Dialektgedichte. Die Natur, die Pflanzen, die
Tierwelt und der Jahreslauf sind sowohl Gegenstand als
auch Sprachbilder der Gedichte. Als Dichter spricht
Hebel mit dem Leser und der Natur, doch auch die Natur
spricht zu dem Dichter und Leser. Das Netz der Spinne
wird zur Metapher für die Ordnung der Welt. Sonnenschein
und Wolken werden Bilder für den Wandel des Lebens.
Liebe und Tod, Arbeit und Lebensfreude sind die Themen
der Gedichte.
Johann Peter Hebels zweites bekanntes Werk sind seine
Kalendergeschichten, die er für den
'Rheinländischen Hausfreund' verfasste.
Die Geschichten erzählten Neuigkeiten, kleinere
Berichte, Anekdoten, Schwänke, abgewandelte Märchen und
ähnliches. Sie dienten der Unterhaltung, ließen den
Leser aber auch eine Lehre aus dem Text ziehen. Die
Kalendergeschichten Hebels gehören zu den Vorläufern der
modernen Kurzgeschichte. Ernst Bloch,
Berthold Brecht und Franz
Kafka beziehen sich auf sein Kurzprosawerk. Die
wohl bekanntesten Kalendergeschichten Hebels sind
"Unverhofftes Wiedersehen" und "Kannitverstan". 1811
erschien das "Schatzkästlein des Rheinischen
Hausfreundes" eine Auswahl aus den
Kalendergeschichten. Die Sympathie Hebels gilt den
einfachen Menschen in Stadt und Land. Seine bekanntesten
Figuren in diesem Sinne sind der Zundelheiner, der
Zundelfrieder und der Rote Dieter.
Nach den Kalendergeschichten engagierte sich Johann
Peter Hebel sehr beim Entwurf für ein neues biblische
Schulbuch. Die biblischen Berichte sollten eine
spannende Erzählweise aufweisen. Schließlich erhielt er
selbst den Auftrag, ein solches Buch zu verfassen. In
fünfjähriger Arbeit entstanden die "Biblischen
Geschichten", die 1824 veröffentlicht wurden
und bis 1855 Lehrbuch waren. |
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Johann Peter Hebel (1760 - 1826) |
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Besuch der Ausstellung "Die Staufer und
Italien" in Mannheim |
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Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim. Termin: Samstag, 16.
10. 2010. 9:10 Uhr ab Bahnhof Wendlingen, Rückkehr ca. 19 Uhr.
Preis: €
55,- inkl. Bahnfahrt (ICE), Eintritt und Führung.
Anmeldung an der Rathauspforte. Anmeldeschluss: Fr., 1.10.2010.
Max. Teilnehmerzahl: 20. Treffpunkt: Bhf. Wendlingen 9:00 Uhr.
Falls Sie eine Mitfahrgelegenheit nach Wendlingen brauchen,
bitte melden bei Frau von Pein, Tel. 07024 - 80767. |
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Irgendwie bewahrt sich historische Größe. Von
Jahrhundert zu Jahrhundert, von Generation zu Generation
behaupteten die
Staufer
als die populärste Herrscherfamilie des deutschen
Mittelalters Glanz und Frische. Immer wieder zogen die
großen
Kaiser Friedrich I. Barbarossa, Heinrich VI. oder
Friedrich II.
die Wunschvorstellungen der Menschen auf sich. Vom 12.
bis zum 21. Jahrhundert wechselten die Kaiser beständig
ihre Rollen im Schauspiel Geschichte. Schon im späten
Mittelalter wurden sie als
Höhepunkte des römischen Kaisertums
gefeiert und ihren Nachfolgern als Vorbild vor Augen
gestellt. Das 19. Jahrhundert
machte sie zu nationalen Helden, als
das deutsche Volk um sein Reich rang. Im
zusammenwachsenden Europa entdeckte man die Staufer als
Garanten christlicher Werte und
ritterlich-höfischer Hochkultur.
1977 feierte das Land Baden-Württemberg in Stuttgart
seinen 25. Geburtstag mit einem Rückblick auf die
Staufer. Über 30
Jahre nach dieser großen „Staufer-Ausstellung“ widmen
die Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim
dem bedeutendsten europäischen Herrschergeschlecht des
12. und 13. Jahrhunderts eine große
kulturgeschichtliche Ausstellung. Die Staufer
und ihr
Herrschaftsgebiet werden in neuer Weise präsentiert.
In enger Zusammenarbeit mit der Universität Heidelberg,
der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz
und der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten
Hessen wird eine Mittelalter-Schau präsentiert, die sich
den innovativen Neuerungen und
Entwicklungsschüben der Stauferzeit in drei Regionen,
dem Rhein-Main-Neckar-Raum, Oberitalien und dem
Königreich Sizilien zuwendet.
Diese drei
Landschaften des Stauferreichs gelten als Motoren des
technischen Fortschritts
und schufen auf besondere Weise Nachhaltigkeit
im historischen Wandel. Mit
bedeutenden, zum Teil erstmals in Deutschland gezeigten,
originalen Zeugnissen und Pretiosen wird die Geschichte,
Kunst und Kultur des staufischen Zeitalters lebendig
gemacht.
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Der thronende König (Norditalien,
um 1230-1235). The Metropolitan Museum of Art, New York.
Zurzeit gehört die Plastik zu den Exponaten der
Ausstellung "Die Staufer und Italien" in Mannheim
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Zweitagesfahrt in das 'Madonnenländle'
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Samstag, 25.09. und Sonntag,
26.09.2010. Reiseführer ist Ernst Steinhart.
Die Kosten betragen 115 € im
Doppelzimmer, im
Einzelzimmer, so weit vorhanden, 125 €. Im Preis nicht
inbegriffen sind Abend- und Mittagessen. Bitte, bringen
Sie für das
Picknick am ersten Tag mit, was Sie brauchen, vielleicht
auch eine Sitzunterlage. – Den Betrag sollten Sie bitte
bei der Anmeldung (Näheres im ›Köngener Anzeiger‹).
Anmeldetermine
sind am 27. und 29.05. 2010. Bei Fragen
für Ihre Anmeldung wenden Sie sich bitte an Frau Wiebke
Flaig, Eulenbergstraße 20, 73257 Köngen, Tel.
07024-80687. |
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Den Namen 'Madonnenländle' hat das Land
am Lauf der mittleren
und unteren Tauber von den vielen
barocken
Bildstöcken, die das Bild Mariens tragen. Unsere Fahrt
gibt zwei Madonnen
aus der Zeit davor die Ehre; sie stehen zueinander –
trotz ihrer Unterschiede – sogar
in einem Verhältnis der
Zeitgenossenschaft:
Tilman
Riemenschneiders Marienaltar in der Creglinger
Herrgottskapelle und die "Stuppacher Madonna"
Matthias Grünewalds.
Das Hauptaugenmerk aber soll der Romanik
dieser Gegend gelten. Den drei romanischen
Oktogonen aus der Blütezeit der Staufer vor allem, -
rätselhaften Bauwerken, über deren Ursprung bis
heute noch nichts Abschließendes gesagt werden kann.
Kostbare Besonderheiten auch die anderen Bauwerke aus
dieser Zeit, die Kunigundenkapelle, die
in freier Landschaft steht, der "Frankendom" in
Wölchingen, nicht zuletzt das Kloster Bronnbach, das für
die gesamte Gegend hohe Bedeutung besaß.
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Armenisches Vokalkonzert in Köngen
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Mittwoch, 08. September 2010 in der Peter- und
Paulskirche. Beginn: 19:30 Uhr. Eintritt frei. Ihre Spende ist
für die Künstlerinnen bestimmt. Gemeinsame Veranstaltung der
Evangelischen Kirchengemeinde Köngen und des Geschichts- und
Kulturvereins Köngen e.V. |
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Auf dem
Programm des LUYS-Quintetts stehen nach
einer kurzen Einführung über das Land Armenien
liturgische und weltliche Lieder aus der
reichen Musiktradition dieses Landes. Insbesondere der
liturgische Gesang wird auf allerhöchstem Niveau
vorgetragen. Auch Lieder über das Licht, das Liebesleid
und das 'Land der Steine' rühren die Herzen.
Für Köngen ist es ein Glücksfall, diese Gruppe bei sich
zu haben. Mit der Peter- und Paulskirche
steht für dieses Konzert die ideale räumliche Umgebung
mit einer guten Akustik zur Verfügung. Wie angesehen das
Quintett schon heute international ist, zeigt ihre
Teilnahme am diesjährigen Musikfest in Stuttgart,
wo ihre Aufführungen - übrigens einen Tag vor ihrem
Köngener Auftritt - vom Süddeutschen Rundfunk und vom
Bayerischen Rundfunk aufgezeichnet werden.
Schon vor zwei Jahren haben mehrere Mitglieder des
Geschichts- und Kulturvereins unter der Leitung von
Torsten Flaig und Pfarrer Ernst Steinhart eine
"Bildungsreise" nach Armenien unternommen. Von
dem Land mit seinen Kunstschätzen, grandiosen
Landschaften und den liebenswerten Menschen waren sie
tief beeindruckt. Ein besonderes Erlebnis war die
Begegnung mit dem Vokalensemble LUYS. Begeistert von dem
hohen Niveau der fünf jungen Sängerinnen entstand der
Wunsch, dieses Ensemble nach Köngen einzuladen. Im
Zusammenhang mit dem in Stuttgart stattfindenden
Musikfest ist dies nun tatsächlich gelungen. Die
Veranstalter glauben fest daran, dass der Funke der
Begeisterung auch auf Sie überspringen wird. |
Das LUYS-Quintett |
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Besuch der Gustav-Kemmner Ausstellung in
Unterensingen
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Gezeigt wird die Ausstellung im alten Schulhaus,
gegenüber der Kirche in der Kirchstrasse 36. Dort treffen sich
Mitglieder und Freunde am 13.08.2010 um 16.00 Uhr. Eine
Anmeldung ist nicht erforderlich. |
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Die Nachbargemeinde Unterensingen hat den Geschichts-
und Kulturverein Köngen zum Besuch des Gustav-Kemmner-Zimmers
eingeladen. Herr Günter Kaßberger wird uns durch die
umfangreiche Ausstellung führen und uns Leben und Werk
des in Unterensingen geborenen (1875 - 1941) Malers
führen. Noch besteht neben der Dauerausstellung eine
Vielfalt von Bildern mit frühlingshaften,
kleinformatigen Ansichten. Heimat war das Motiv von
Gustav Kemmner. Landschaften, Wälder und Ansichten der
dörflichen Umgebung mit wundervollen Blumengärten werden
wir erkennen und unser Herz erfreuen.
Ein Buch über den Künstler mit vielen Ansichten und
Beschreibungen zu den Bildern und zum Werdegang des
Künstlers gibt einen einzigartigen Einblick und ist für
25,-- € erhältlich.
Selbstbildnis Gustav Kemmner (* 1875, †
1941) |
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Besuch von zwei Ausstellungen über den
Wiener Jugendstil in Balingen |
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Termin: Sonntag, den 11. Juli 2010. Fahrt mit dem Bus,
Abfahrt 8:15 Uhr vor dem Rathaus Köngen, Rückkehr ca. 19:00 Uhr.
Führung: Frau Honecker. Mittagspause zwischen 2 Führungen ca. 1
Stunde . Preis für Fahrt und zwei Führungen:
€ 47,00. Anmeldung Rathaus Köngen
(Pforte). |
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Zuerst wird uns Frau Honecker durch die
Gustav-Klimt-Ausstellung in der Stadthalle
führen. Im Zentrum dieser Ausstellung wird
erstmalig in Deutschland die 'originalgetreue
reisefähige Kopie' des berühmten
Beethovenfrieses aus dem Wiener
Secessionsgebäude gezeigt. Dieser 35 m lange Fries von
1902 erzählt vom Leiden der Menschheit und vom Sieg der
Künste und der Liebe. Begleitend werden Zeichnungen und
Ölgemälde aus allen Schaffensphasen Klimts zu sehen
sein, insbesondere jene, die in Beziehung zu diesem
Schlüsselwerk stehen.
Nach der Mittagspause führt uns Frau Honecker noch durch
die Ausstellung über den Architekten und Designer
Josef Hoffmann, der Klimt über 40 Jahre
überlebte. Er forderte die Aufhebung der Grenzen
zwischen "freier und angewandter Kunst". Die Kunst
sollte alle Lebensbereiche durchdringen. So werden in
der Ausstellung neben Zeichnungen und Entwürfen auch
Möbelstücke, Lampen, Gläser, Porzellan und Schmuckstücke
zu sehen sein. |

Teil des Beethovenfrieses von Gustav Klimt |
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Besuch der Großen Landesausstellung
"Musikkultur in Baden-Württemberg" in Stuttgart |
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Termin: Samstag, den 12.06.2010. Ort: Fruchtkasten in
Stuttgart (Schillerplatz 1). Beginn der Führung um 14:00 Uhr.
Abfahrt vom Rathaus in Köngen 12:45 Uhr (Fahrgemeinschaften)
bzw. 13:45 Uhr an der Kasse am Fruchtkasten. Anmeldung Rathaus
Köngen (Pforte) oder 07024-8007-90. Gemeinsame Veranstaltung mit
dem GRINIO-Förderkreis Musiktalente |
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Vom 16. April bis zum
12. September 2010 machen sowohl das Badische
Landesmuseum in Karlsruhe als auch das Württembergische
Landesmuseum in Stuttgart durch viele Ausstellungstücke
und Musikbeispiele die Musikgeschichte des
Landes Baden-Württemberg erlebbar. In beiden
Ausstellungen wird ein umfangreicher Überblick
über verschiedene Stilrichtungen und Zeitepochen
gezeigt. Während die Ausstellung in Karlsruhe
die Entwicklung der südwestdeutschen Musikkultur und die
zahlreichen Aspekte aktueller Musikpflege beleuchtet,
widmet sich das Württembergische Landesmuseum mit seiner
großen Sammlung historischer Musikinstrumente im
Stuttgarter Fruchtkasten am Schillerplatz vor allem der
Wirkung von Musik auf unsere Gefühle.
Unter dem Thema „Freud und Leid
in Dur und Moll" geht es bei der Ausstellung in
Stuttgart um Glaube, Liebe, Freude, Schwermut, Trauer,
Angst und Erschrecken sowie um Gemeinschaftsgefühl.
Jedem dieser Gefühle ist eine eigene Abteilung gewidmet.
Durch eine entsprechende optische Gestaltung der Räume
und durch diverse Klangbeispiele zu allen Stimmungen
unternehmen die Zuhörer einen Streifzug durch die
Musikgeschichte des Landes. So werden die Pauken und
Trompeten einer oberschwäbischen Messe mit dem
Liebesgesang eines Minnesängers oder den Hip-Hop-Texten
der 'Fantastischen Vier' verglichen. Die akustische
Wahrnehmung der über 60 Musikbeispiele wird durch große
Klanginstallationen verstärkt. Eine Ausstellung
zum Hören und Sehen! |
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Ausflug in das Arboretum bei Grafenberg /
Kohlberg |
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Termin: Samstag, den 08.05.2010. Beginn der Führung
durch den Revierleiter des Forstamts: 14:00 Uhr. Preis pro
Person:
€ 6.00. Treffpunkt: 13:00 Uhr
hinterer Parkplatz am Rathaus Köngen. Teilnehmerzahl: ca. 25
Personen. Bildung von Fahrgemeinschaften. Anmeldung: An der
Rathauspforte in Köngen (Bitte geben Sie an, ob Sie eine
Mitfahrgelegenheit suchen!). Bitte festes Schuhwerk mitnehmen! |
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Der besondere
Reiz des "alten" (1914 gegründeten) Arboretums liegt zum
einen in dem außerordentlich gut zusammengestellten
Bestand von 80 fremdländischen Baumarten aus vier
Kontinenten, zum anderen in der vielschichtigen Struktur
in der die Bäume mit ihren unterschiedlichen Raum- und
Lichtansprüchen unter- und miteinander verzahnt sind.
1981 und 1999 wurden Erweiterungsflächen angelegt (neues
Nadelbaumarboretum und Laubbaumarboretum). Das
Arteninventar umfasst derzeit 105 Nadelbaumarten und 109
Laubbaumarten.
Der Revierförster wird uns in einem 1,5 bis 2 stündigen
Spaziergang von der Vielfältigkeit der im Arboretum zu
sehenden Bäume berichten. Ein Abstecher zum Floriansberg
ist eingeplant. |
Ungarische
Eiche |
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Besuch der Stadt Weilheim / Teck (Führung
durch die Peterskirche und Stadtführung)
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Termin: Samstag, 17.04.2010. Beginn der Kirchenführung:
10:00 Uhr, Beginn der Stadtführung: 14:00 Uhr. Preis pro Person:
10 €. Treffpunkt: 9:15 Uhr hinterer
Parkplatz am Rathaus Köngen oder direkt um 9:45 Uhr beim Rathaus
Weilheim (dort gibt es eine Tiefgarage). Teilnehmerzahl: ca. 25
Personen. Bildung von Fahrgemeinschaften. Anmeldung: An der
Rathauspforte in Köngen (Bitte geben Sie an, ob Sie eine
Mitfahrgelegenheit suchen!). |
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Die Peterskirche in Weilheim wurde 1489 unter
Peter von Koblenz, dem Baumeister des
württembergischen Grafen Eberhard im Bart,
als spätgotische Hallenkirche gebaut. Die an derselben Stelle
stehende ältere Kirche, eine romanische Basilika, die im Jahr
1089 von Herzog Bertold II. aus dem Geschlecht der
Zähringer gestiftet worden war und als Hauskloster und
Grablege dienen sollte, wurde abgerissen. Im Chor der
Peterskirche weist ein Bild auf diese Stiftung hin.
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Die Peterskirche in Weilheim
/ Teck |
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Einzigartig ist die Innenausstattung der Peterskirche,
die im Verlauf von fünf Jahrhunderten immer wieder erweitert und
auch verändert wurde. Mehrere Stilepochen
werden repräsentiert und auch die Reformation
hat ihre Spuren hinterlassen.
Traditionelle Themen im Stil der Spätgotik
finden sich bis etwa zum Jahr 1500. Bei dem Einzug eines
Gewölbes und dem Einbau der Kanzel, die in dem Bauabschnitt von
1517 bis 1523 erfolgten, ist bereits der Einfluss der
Renaissance zu spüren. Zusammen mit der Bemalung, bei
der sich sich Strahlen und Blumen des Paradieses mischen, ist
das original erhaltene Gewölbe ein Spiegelbild der
Volksfrömmigkeit. Schlüsselblumen blühen über dem Himmelstor,
Unkraut wuchert über dem Höllenrachen.
Die 1534 von Herzog Ulrich von Württemberg
angeordnete Reformation löste in der Weilheimer Peterskirche
keinen Bildersturm aus. Erst ab 1556 erfolgte der Abbruch der
Altäre. Während der
Umgestaltung zur evangelischen Predigtkirche um
das Jahr 1600, bei welcher der Übergang zum frühen
Barock deutlich wurde, deutete man die vorhandenen
Wandgemälde um und veränderte sie, sofern man es für
erforderlich hielt, in Einzelheiten. Bei der Renovierung im Jahr
1601 wurde zum Beispiel die fürbittende Maria durch den prüfend
auf die Gemeinde blickenden Kirchenpatron ersetzt. Aus der
Prozession der Seligen mit Papst und Kaiser zum Himmeltor wurde
ein Kirchgang. Die dramatische Darstellung der Höllenstrafe, bei
der auch ein Ketzerpapst und ein tyrannischer Kaiser zur Hölle
fuhren, war dagegen nicht anstößig.
Die noch freien
Wandflächen nützten die Maler für biblische Bilder, von denen je
zwei „typologisch“ aufeinander bezogen sind: Taufe und Sintflut;
Tanz der Salome, der zur Enthauptung Johannes des Täufers
führt, und die keusche Susanna; Verklärung und Himmelfahrt
Christi.
Seit 1609 wurden wohl die ersten Bilder von regierenden Fürsten
im Chor aufgehängt. Die im Jahr 1795 eingebaute Orgel
verbindet die Tradition der süddeutschen Barockorgel mit
klassizistischem Zierrat. Herr Kuttler,
Mitglied des Geschichts- und Kulturvereins Köngen e.V., wird mit
einer kleinen musikalischen Kostprobe diese älteste Barockorgel
des Landkreises Esslingen vorstellen.
Das äußere Erscheinungsbild der Peterskirche
änderte sich im Laufe der Jahrhunderte nur geringfügig. So
erhielt der Turm, der ursprünglich als Wehr- und Wachturm diente
und nur über die Zwischengeschosse erreichbar war,
1747 einen äußeren Aufgang und 1767 einen barocken
Turmhelm.
Bis 1803 blieb die Peterskirche in der gemeinsamen Verantwortung
des katholischen Klosters St. Peter im Schwarzwald und der
evangelischen Stadt Weilheim.
Das Kloster St. Peter übte bis zu seiner Aufhebung 1806 die
Rechte und Pflichten des Patronats über die Peterskirche und
ihre Pfarrstelle aus.
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Vortrag: "Die Herzöge von Teck - Herzöge
ohne Herzogtum" |
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Freitag, 12. März 2010. Beginn: 20:00 Uhr. Ort:
Rittersaal des Köngener Schlosses im Köngener Schloss. Vortrag
von Herrn Dr. Rolf Götz (Weilheim/Teck). Umrahmung der
Veranstaltung durch mittelalterliche Musik, dargeboten von einer
Lenninger Musikgruppe. Eintritt: 8.- € |
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| Die Burg Teck mit ihrem
Aussichtsturm ist ein weithin sichtbarer und allseits bekannter
Markstein, der das Vorland der Schwäbischen Alb prägt. Die
Geschichte dieser Burg und seiner Bewohner ist fast in
Vergessenheit geraten. Der Redner dieses Abends, der ehemalige
Studiendirektor am Kirchheimer Schlossgymnasium Dr. Rolf
Götz, zeichnet den Weg der Herzöge von Teck als
Abkömmlinge des Adelsgeschlechts der Zähringer von der Zeit des
Stauferkaisers Barbarossa († 1190) bis zu ihrem Aussterben im
Mannesstamm im Jahre 1439 nach. In dieser Zeit waren die
Herzöge von Teck angesehene Reichsfürsten und Stadtherren
Mindelheims in Bayerisch-Schwaben. |
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Die älteste Ansicht der
Burgruine Teck im Skizzenbuch des Tübinger
Schlosshauptmanns Nikolaus Ochsenbach (1562 - 1626),
entstanden um 1620.
Hauptstaatsarchiv Stuttgart (A 524
U 124) |
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1187 legte sich Adalbert I.,
ein jüngerer Bruder des verstorbenen Herzogs Bertold IV. von
Zähringen, den Titel eines Herzogs von Teck zu. Er und seine
Nachkommen bauten die am Ende des 11. Jahrhunderts von den
Grafen von Nellenburg errichtete Burg Teck aus.
Im 13. Jahrhundert war sie ständiger Wohnsitz
der Herzogsfamilie. Viele Urkunden der
Herzöge von Teck berichten von Verpfändungen und Verkäufen und
vermitteln den Eindruck eines ständigen Niedergangs. Wie bei
anderen Adelsgeschlechtern trugen Teilungen unter den Söhnen wie
auch die Ausstattung der Töchter mit einer standesgemäßen
Mitgift zu einer fortschreitenden Verschuldung bei.
Konrad II. († 1492) ist der bekannteste Herzog aus dem
Hause Teck.
Im Auftrag des 1273 gewählten
Königs Rudolf von Habsburg reiste er zusammen
mit Bischof Peter von Basel
nach Lyon zu Papst Gregor
X.
um die Kaiserkrönung des neuen
Königs vorzubereiten. In der 1280er Jahren nahm Konrad an
mehreren Hoftagen teil.
Im 14.
Jahrhundert ging
die
Herrschaft von Teck auf die Grafen
von
Württemberg über. Es galt jedoch weiterhin als
„Herzogtum“ und Reichslehen. 1439 starb Herzog Ludwig
von Teck, vertriebener Patriarch von Aquilea, auf dem
Konzil von Basel als letzter männlicher Vertreter der Familie.
In
den beiden letzten Generationen der Familie hat sich die Chance
für den Aufbau eines Territoriums an anderer Stelle geboten, in
Mindelheim in Bayerisch-Schwaben.
In dieser Zeit hat die Familie noch
einmal bedeutende Persönlichkeiten hervorgebracht.
Schon 56 Jahre nach dem Aussterben der
Herzöge von Teck im Mannesstamm gab es wieder einen Herzog von
Teck. Der erste dieser „neuen“ Teckherzöge war der
württembergische Graf Eberhard im Bart,
der auf dem Reichstag zu Worms im Jahre 1495 zum Herzog des neu
geschaffenen Reichslehens Württemberg gekürt worden war. Der
neue Herzogtitel fasste über 30 Herrschaften zusammen, die von
den Grafen von Württemberg im Laufe von einem Vierteljahrtausend
erworben wurden. Dass Eberhard bei der Herzogserhebung auch die
Würde eines Herzogs von Teck erhielt, lag daran, das – 1420
erstmals belegt – die von den Grafen im 14. Jahrhundert
erworbene Herrschaft von Teck als „Herzogtum“
und als Reichslehen galt. Damit konnte die
Herzogserhebung nicht nur politisch, sondern aus der Tradition
heraus legitimiert werden, waren doch die Grafen von Württemberg
mit der in ihren Besitz gekommenen Herrschaft Teck im Besitz
eines „Herzogtums“. Das zukünftige Herzogswappen zeigte fortan
in vier Feldern die Wappen von Württemberg (Hirschstange), Teck
(Rauten) und Mömpelgard (Fische) sowie die Reichssturmfahne.
Ein Mitglied der herzoglichen Familie wurde
Königin von England. Es handelt sich um die als „Queen
Mary“ bekannt gewordene Fürstin Mary Victoria
von Teck (1867 – 1953), die 1893 George von York
heiratete, der 1910 englischer König wurde. Sie ist die
Großmutter der jetzigen Königin Elisabeth II.
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Besuch der Ausstellung "Marc Chagall -
Träume zwischen Himmel und Erde" |
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Sonntag, 24. Januar 2010 13:00 Uhr. Ort: Kreuzkirche in
Nürtingen. Kosten: 10,00 Euro für Eintritt und Führung.
Treffpunkt: Rathausparkplatz um 12:15 Uhr. Bildung von
Fahrgemeinschaften. Teilnehmerzahl: 25 Personen. Anmeldung an
der Rathauspforte. |
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M arc
Chagall war einer der bedeutendsten Künstler des 20.
Jahrhunderts. In seiner ganzen Schaffensperiode nahm die
Original-Graphik den größten Platz ein. Mit rund 120 Kunstwerken
gibt die Ausstellung einen Überblick über Chagalls
Schaffensperiode von 1922 bis zu seinem letzten Werk aus dem
Jahre 1985. Der Querschnitt aus sieben Jahrzehnten umfasst die
Lithographien, Holzschnitte, Radierungen der grafischen Zyklen
sowie viele Einzelarbeiten.
Poet, Träumer, Exot – zeit seines Lebens
(1887 – 1985) war Marc Chagall die Rolle des Außenseiters und
künstlerischen Eigenbrötlers auf den Leib geschrieben. Als Jude,
der das alte Bilderverbot souverän missachtete, als Russe, der
vertraute Selbstgenügsamkeit überwand, als Sohn einer armen,
dafür um so kinderreichen Familie, der sich in der mondänen
Eleganz der Kunstsalons etablierte, ist Chagall eine Art
Wanderer zwischen den Welten, der seine Botschaft verkündet.
Die Bilder von Marc Chagall sind wie
gemalte Gedichte, die die Seele verzaubern. Seinen Träumen
verhaftet zu sein und trotzdem die Wirklichkeit gut zu heißen,
war für ihn kein Widerspruch. Er verstand es wie kein anderer,
vermeintlich Unvereinbares miteinander in Einklang zu bringen.
Tief religiös und heimatverbunden, ist sein Werk der vielleicht
eindringlichste Appell an Toleranz und Respekt vor dem
Andersartigen, den die Moderne zu leisten imstande war. Sein
überaus vielseitiges, phantasievolles Werk, das er in mehr als
sechs Jahrzehnten schuf, errang weltweite Anerkennung, auch nach
seinem Tod.
Geführt werden wir von der Kunstexpertin
Frau Barbara Honecker.
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Verleihung des
Daniel-Pfisterer-Preises 2010 an Dr.
phil. Gerhard Raff
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17. Januar 2010 in der Zehntscheuer Köngen (Obere Neue Straße
13), Beginn: 18:00 Uhr
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Nach der Verleihung des
Daniel-Pfisterer-Preises
an den Landeshistoriker
Prof. Dr. Otto Borst, den Fossiliensammler und
Hobby-Paläontologen Robert Flaig, den Leiter
der Musikschule Köngen/Wendlingen Jörg Dobmeier,
den Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege Prof.
Dr. Dieter Planck und die Volkskundlerin
Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger haben
Vorstand und Beirat des Geschichts- und Kulturvereins Köngen
einstimmig entschieden, diesen Preis für das Jahr 2010 an den
Historiker Dr. phil. Gerhard Raff für seine
Verdienste als Chronist, Forscher und Buchautor
zu vergeben.
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Gerhard
Raff
ist 1946 im einstmals selbstständigen
Stuttgarter Stadtbezirk Degerloch zur Welt gekommen. Er
entstammt einer alten Bauern- und Wengertersfamilie.
Raff studierte in Tübingen Geschichte und Evangelische
Theologie. Um seinen Lebensunterhalt zu verdienen,
arbeitete er parallel dazu auf dem Bau, bei der Bahn, am
Flughafen und als wissenschaftliche Hilfskraft. 1984
promovierte er bei dem Landeshistoriker
Hansmartin Decker-Hauff mit einer Arbeit über
die Ursprünge des Hauses Württemberg. Zur Finanzierung
seiner Dissertation verfasste er für das Stadtarchiv
eine "Chronik der Stadt Stuttgart 1954-1960".
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Gerhard Raff ist von zahlreichen schwäbischen
Eigenschaften geprägt. Dazu gehören Fleiß, Zähigkeit,
Disziplin und Verlässlichkeit. Die Verbundenheit mit dem
heimatlichen Württemberg ist in jedem seiner Werke zu
spüren. Seine Landsleute werden von ihm liebevoll
charakterisiert. Bei uns in Württemberg ist der
„Brettlesbohrer
zu Hause“, sagt Raff, „es ist das Land der Erfinder.
Wir haben keine Bodenschätze, Reichtümer oder sonstige
Vergünstigungen des Himmels, nur den Grips im Hirn der
Landeskinder.“ Was den Grips betriff, so ist Gerhard
Raff besonders damit gesegnet. Dies hat auch der ehemalige
Bundespräsident Richard von Weizsäcker nach der
Lektüre von Raffs Buch „Herr,
schmeiß Hirn ra!“ erkannt. In einem Gedicht schreibt
er: „Der Geist ist rege – reger noch / ist er jedoch – in
Degerloch. / Und das beweisen, man ist baff, / der Theo Heuss
und Gerhard Raff. / Der Herr schmiss beiden, nicht zu knapp /
vom Himmel reichlich Hirn herab …
/. Zu diesem
„schwäbischen Geist“ gehört, so schrieb einmal
der schwäbische Dichter Hermann Hesse,
„ein Stück Poesie, ein gutes Stück Phantasie und
Warmblütigkeit, dazu eine Freude am Einfachen und Stillen. … Es
gehört weiter dazu Humor und Kunstsinn und das Wissen um den
Reiz und Reichtum der heimatlichen Mundart.“ Gerhard Raff
verkörpert diesen schwäbischen Geist.
Seine schwäbischen Geschichten sollen, so beschreibt Gerhard
Raff seine schriftstellerische Arbeit in der ihm eigenen Art und
Weise, dazu dienen,
„seine in die Hände von Räubern und Tagedieben gefallene Heimat
vor weiterer Verschandelung und Zerstörung zu bewahren“.
Sein persönliches Leben gestaltet Gerhard Raff sehr bescheiden.
Seit Jahren stiftet er die Erlöse seiner Bücher und
Vorträge kulturellen Projekten in aller Welt. Auf dem
Jakobsweg gründete er eine Pilgerherberge in La Faba.
Er gilt als ‚größter Wohltäter‘ des Brandenburger Doms. In
Zusammenarbeit mit dem Bildhauer Markus Wolf sind in halb Europa
über 80 Denkmäler und Gedenktafeln entstanden. Die
„Schwäbische Zeitung“ sieht in Gerhard Raff einen
„Millionenstifter mit Minimaleinkommen“.
Schon 1973 wurde Gerhard Raff von Josef Eberle
alias Sebastian Blau, dem Gründer, Herausgeber
und Chefredakteur der Stuttgarter Zeitung,
gebeten, eine Kolumne in Schwäbisch zu verfassen. Bis heute hat
Raff in seiner Kolumne eine bunte Palette
landesgeschichtlicher Raritäten in schwäbischer Mundart
veröffentlicht: Lebensläufe vergessener Landsleute, Jubiläen,
Kalendergeschichten, Denkwürdigkeiten - lauter Kostbarkeiten,
die der Erinnerung wert sind. In dem Buch "Herr schmeiß
Hirn ra" sind in 36 Kurzgeschichten die Alltäglichkeit
und Besonderheiten in einem schwäbischen Leben kritisch und sehr
humorvoll beschrieben. Was die Geschichten miteinander
verbindet, ist die Empörung über die Zerstörung unserer
natürlichen Lebensgrundlagen. Es ist Gerhard Raff gelungen,
seine
Gesellschaftskritik auf humoristische Weise zu
vermitteln. Er wurde mit diesem Buch zum meistgelesenen
Dialektautor der Gegenwart. Auch der von Loriot illustrierte
Fortsetzungsband
"Mehr Hirn!" ist eine Sammlung
frisch-fromm-fröhlich-frecher Geschichten, mit denen Raff
bewährt witzig-respektlos gegen die Verschandelung seiner Heimat
zu Felde zieht. In seinem mit viel Humor gesalzenen Werk
"Die Schwäbische Geschichte" verfolgt der erfolgreiche
Buchautor das Ziel "dem
im Herzen Europas beheimateten Stamm der Schwaben (=Alemannen)
als dem intelligentesten, liebenswürdigsten und zugleich
bescheidensten unter den Stämmen Germaniens endlich die ihm
gebührende Ehre und Gerechtigkeit widerfahren zu lassen“. Dabei
hängt er nicht an der Vergangenheit fest, sondern baut immer
auch Brücken zur Gegenwart, besonders was das Kommentieren von
heutiger Politik angeht.
In seinem bis heute dreibändigen Werk "Hie gut
Wirtemberg allewege" ist Gerhard Raff eine umfassende
Forschungsarbeit von hoher Qualität zur Genealogie des Hauses
Württemberg gelungen. Über 14 Generationen hinweg wird erstmals
jedes einzelne Mitglied des Hauses in einer ausführlichen
Personenbeschreibung vorgestellt: mit sämtlichen erfassbaren
biographischen Angaben, angefangen beim Beinamen bis zur
Todesursache und Grabinschrift sowie dem oft wechselnden Urteil
der Jahrhunderte.
Ein Bildteil mit zahlreichen Erstveröffentlichungen ergänzt
dieses durch seine Gründlichkeit in der Historiographie
europäischer Herrscherfamilien einzigartige Buch, das schon
jetzt als Standardwerk zur württembergischen Geschichte
angesehen wird.
Mit Daniel Pfisterer verbindet Gerhard
Raff sein kritischer, aber auch einfühlsamer Blick auf seine
Umwelt, die Fähigkeit, dem Volk aufs Maul zu schauen und die
Offenheit, zu sagen, was gesagt werden muss.
Nachtrag: Herr Dr. Gerhard Raff konnte am Abend der
Verleihung des Daniel-Pfisterer-Preises durch den Verkauf seiner
Bücher 600 Euro erlösen. Diesen Betrag ließ er über das
Diakonische Werk den Erdbebenopfern von Haiti zukommen.
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Besuch der Großen Landesausstellung "Schätze des Alten Syrien -
Die Entdeckung des Königreichs Qatna"
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Termin: 31. 10. 2009. Beginn der Führung um 15:40 Uhr.
Treffpunk: 15:30 Uhr im Schlosshof des Alten Schlosses in
Stuttgart. Anmeldung: An der Rathauspforte. Kosten /
Person: 13,-- Euro. Teilnehmerzahl: max. 24 Personen.
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Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die
einzigartigen Funde aus der über dreitausend Jahre alten
Königstadt Qatna, einer antiken
Handelsmetropole, die ihre bedeutende Stellung im
Vorderen Orient trotz Machtansprüchen von Ägyptern,
Hethitern und dem Mitanni-Reich lange Zeit behaupten
konnte. Bei den Grabungsarbeiten im heutigen
Syrien
wurde neben dem Königspalast auch eine nicht ausgeraubte
Gruft freigelegt - ein bisher einmaliger Fund in dieser
Region. Aufsehen erregende Skulpturen, vielfältiger und
reicher Goldschmuck, hochwertige Steingefäße sowie
Waffen, förderte das deutsch-italienisch-syrische
Forschungsteam seit dem Ende der 1990er Jahre in den
Ruinen zutage. Ein großer Teil davon wird in der
Ausstellung gezeigt.
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Landesmuseum Württemberg, Stuttgart
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"Waschtag bei Schiller, Gärtnerfreuden bei Mörike" - Zwei
schwäbische Dichter recht privat.
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Vortrag und Lesung von Frau Irmgard Förch. Datum /
Beginn: 05.11.2009, 19:30 Uhr. Ort: Bücherei Köngen
(Zehntscheuer). Eintritt: 8,00 Euro. Eintrittskarten gibt es in
der Bücherei oder unter der Telefon-Nummer 07024-983500. In
Zusammenarbeit mit der Bücherei Köngen.
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Was verbindet, über die schwäbische Herkunft hinaus, die Dichter
Eduard Mörike und Friedrich Schiller? Eduard Mörike
(* 1804,
†
1875) war der Hauptvertreter des Biedermeier, der Epoche
zwischen Romantik und Realismus. Seine Novellen und Gedichte
zählen zu den berühmtesten der deutschsprachigen Literatur.
Friedrich Schiller (* 1759,
†
1805) gilt heute als der bedeutendste deutsche Dramatiker. Sein
Werk umfasst 15 Dramen, große historische politische Schriften
sowie zahlreiche Balladen und Gedichte.
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Friedrich von
Schiller
(* 1759, † 1805)
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Eduard Mörike
(* 1804, †
1875)
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Mörike hatte, wie fast jeder Deutsche des 19. Jahrhunderts,
ein gutes Verhältnis zu Schiller. Als seine eigene Mutter in
Cleversulzbach starb, wo auch Schillers Mutter begraben liegt,
entwarf der damals noch als Pfarrer wirkende Dichter eine
gemeinsame Grabstätte für beide Mütter. Damit setzte er sich,
bewusst oder unbewusst, in ein gleichsam
familiär-verwandtschaftliches Verhältnis zu Schiller.
Anlässlich der Enthüllung einer Statue Schillers
in Stuttgart im Jahr 1839 schrieb Mörike ein Gedicht. In ihm
kommt zum Ausdruck, wie sehr er Schiller verehrte. In der ersten
Strophe heißt es: „Dem heiterm Himmel ewger Kunst entstiegen,
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Dein
Heimatland begrüßest Du, | Und aller Augen, alle Herzen fliegen,
| O Herrlicher, Dir zu.“
Irmgard Förch, ehemalige Schauspielerin an
mehreren Theatern und Sprecherin beim Süddeutschen Rundfunk,
trägt mehrere Gedichte von Mörike und Schiller vor. In ihrem
Programm verweist sie auf gemeinsame und gegensätzliche
Gewohnheiten dieser beiden großen schwäbischen Dichter.
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Heinrich Schickhardt (1558 - 1635), der geniale Baumeister und
Ingenieur der Renaissance
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Lichtbilder-Vortrag von Herrn Eckhard Christof, Bad Boll, im
Rittersaal des Köngener Schlosses am Donnerstag, den 15.10.2009.
Veranstaltet vom Geschichts- und Kulturverein Köngen e. V- in
Zusammenarbeit mit der Bücherei Köngen. Beginn: 19:30 Uhr.
Eintritt: 8,00 € (Abendkasse).
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Der vielseitig begabte Baumeister
Heinrich
Schickhardt
(*1558,
†
1635) wirkte ein halbes Jahrhundert lang im Herzogtum
Württemberg und im Osten Frankreichs als Architekt,
Ingenieur und Stadtplaner.
Als württembergischer Landbaumeister entwarf,
plante und fertigte er zahlreiche Bauwerke und
technische Objekte. Als Stadtplaner entwickelte
Schickhardt
neue Stadtteile und mit Freudenstadt
auch eine neue Stadt.
Durch Brand zerstörte Städte, wie zum Beispiel
Aich, Oppenau und Vaihingen/Enz
wurden von ihm
umgestaltet und neu erbaut. Ein besonderes Verdienst
kommt Heinrich Schickhardt als Vermittler
italienischer Renaissance-Baukunst zu. Das von
ihm in den Jahren 1630 bis 1632 verfasste
„Inventarium“ ist
das bedeutendste Werkverzeichnis eines deutschen
Architekten und Ingenieurs der Renaissance und zugleich
eine hervorragende Quelle zur Kunst und Kultur dieser
Epoche.
Zu Schickhardts wichtigsten Werken
gehören das Rathaus in Belfort, das „Wunderbad“ in Bad
Boll, die Kirche St. Martin in Mömpelgard, die
Stadtkirchen in Freudenstadt , Göppingen und Backnang
sowie das Wasserschloss Neidlingen und das Schloss
Löwenstein. In Stuttgart schuf er zwischen 1600 und 1609
den Vorgängerbau
des Neuen Schlosses. Dieser Prachtbau der deutschen
Renaissance brannte 1757 ab.
Darüber hinaus
baute das württembergische Universalgenie zahlreiche
Wohnhäuser, Schulen, Badeanlagen, Brunnen, Brücken und
Mühlen.
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In
Köngen baute Heinrich Schickhardt von 1600 bis
1602 die bis heute erhaltene
Ulrichsbrücke über den Neckar.
Seine Planzeichnung und seine Handschriften zu
dieser Brücke sind noch heute erhalten.
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Heinrich Schickhardt
(*1558,
†
1635)
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Planzeichnung
Schickhardts zum Bau der "Ulrichsbrücke"
(1600)
HStAS N 220 T 141 04/e
In der Mitte der Brücke ist ein
Obelisk und eine Schranke, der Schlagbaum, zu
erkennen. An dieser Stelle sollte der Schlagbaumwärter
den Brückenzoll kassieren.
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Auch bei der Erweiterung des Köngener Schlosses
hat Schickhardt mitgewirkt. Im Auftrag der
damaligen Schlossbesitzerin, Maria von
Weiler (*
1560, † 1636) lieferte er den
Entwurf zum Bau eines Torhauses, durch das der Weg in den Vorhof
führte. In seinem "Inventarium" berichtet er außerdem über den
Abriss und den Neubau des Pfarrhauses in
Köngen. In Esslingen war Schickhardt
am Umbau des Alten Rathauses und am Bau des Neckarwehrs an der
Pliensaubrücke beteiligt.
1635 wurde Schickhardt ein Opfer des Dreißigjährigen Krieges,
als er durch kaiserliche Soldaten nach der Schlacht bei
Nördlingen eine Stichwunde durch einen Dolch erhalten hatte, an
deren Folgen er am 14. Januar 1635 in Stuttgart verstarb.
Herr Eckhard Christof ist ehrenamtlicher
Gemeindearchivar in Bad Boll und hervorragender Kenner von Leben
und Werk Heinrich Schickhardts. An der Herausgabe des oben
erwähnten "Inventariums" des berühmten Baumeisters hat er
wesentlich mitgewirkt. Außerdem ist er Autor und Mitautor
zahlreicher Veröffentlichungen über den "schwäbischen Leonardo",
wie Schickhardt oft genannt wird. Interessante und lehrreiche
Stunden sind an diesem Abend garantiert!
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Besuch der Großen Landesausstellung 'Eiszeit - Kunst und Kultur'
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27. September 2009. Kunstgebäude Stuttgart. Beginn
der Führung: 10:30 Uhr. Preis für Eintritt und Führung: 16 € pro
Person. Teilnehmerzahl: max. 25 Personen. Treffpunkt: Parkplatz
hinter dem Rathaus in Köngen, Zeit 9:30 Uhr. Bildung von
Fahrgemeinschaften. Anmeldung an der Rathauspforte.
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Eiszeiten sind durch extreme
Wetterbedingungen und Klimaschwankungen geprägt. Zu Beginn der
letzten Eiszeit, die sich zwischen 40.000 und 10.000
Jahren vor unserer Zeit ereignete, kam der
anatomisch moderne Mensch (Homo sapiens
sapiens) aus Afrika nach Europa und besiedelte auch den
südwestdeutschen Raum.
Aus eben dieser Zeit stammen Funde in Höhlen der
Schwäbischen Alb, welche die ältesten
Kunstwerke der Menschheit darstellen: aus dem Elfenbein
des Mammuts geschnitzte Figuren.
In die Endphase dieser Eiszeit fällt eine weitere
zivilisatorische und kulturelle Entwicklung des eiszeitlichen
Menschen.

Aus Mammutelfenbein geschnitzter Höhlenlöwe aus der
Vogelherdhöhle im Lonetal.
In der Landesaustellung im Stuttgarter Kunstgebäude
wird
die Umwelt des Eiszeitmenschen mit ihren
klimatischen Verhältnissen sowie mit ihrer
Pflanzen- und Tierwelt lebendig und für den Besucher
sinnlich erfahrbar gemacht. Auch wichtige urgeschichtliche
Entwicklungen wie das Aufkommen von Kunst und Musik
und technologische Innovationen werden
verdeutlicht. Die zahlreichen spektakulären Funde, die in den
Höhlen von Ach- und Lonetal gemacht wurden, sind Teil der
Ausstellung. Die im
September 2008 im Hohle Fels bei Schelklingen entdeckten
Fragmente einer Frauenfigur gelten international als Sensation.
Meterhohen Mammutskeletten steht in den Ausstellungsräumen
das nur 3,7 cm große geschnitzte Mammut von der Vogelherdhöhle
gegenüber. Jedem der
ausgestellten Objekte wurde liebevoll ein hervorgehobener Platz
zugedacht. Für Jeden, der sich für die Urgeschichte
interessiert, ist der Besuch der Landesausstellung ein
absolutes Muss.
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Ausstellung des Malers und Bildhauers Markus Wolf im Schloss
Köngen (02.-04.10.2009)
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Schloss Köngen (Schlosskapelle). Öffnungszeiten der Ausstellung:
Freitag, 2.10. von 15 - 19 Uhr, Samstag, 3.10. von 10 - 18 Uhr,
Sonntag 4.10. von 10 bis 18 Uhr
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Seit 1921 hat sich die
'Meisterwerkstatt für Grabmale,
Naturstein und Skulptur Pfeiffer'
einen Namen geschaffen, der für Erfahrung und Qualität in der
Bildhauerkunst steht. Ihr
Inhaber Markus Wolf
spezialisierte sich 1994 auf
landesgeschichtliche Themen.
Seither hat er auf diesem Gebiet viele bedeutende Werke
geschaffen.
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Der Bildhauer Markus Wolf bei
der Arbeit
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Die Mahn- und Gedenksteine
von Markus Wolf finden internationale
Anerkennung. Beispiele seines umfangreichen Schaffens sind die
"Staufer Säule" auf dem Hohenstaufen im Landkreis Göppingen, die
Kaiserstele für Friedrich II. in Apulien, der Gedenkstein für
den Dichter Albrecht Goes und das Denkmal für Franziska von
Hohenheim im Hohenheimer Schlosspark. Leitmotiv für Markus Wolf
ist es, "Spuren des Lebens" in Vergangenheit und Gegenwart zu
entdecken und sie in seiner künstlerischen Arbeit zeitlos
darzustellen. Eigentlich ist Markus Wolf ein Mann der Steine,
aber seine heimliche Liebe gilt dem Holz, dessen Wärme und
statische Eigenschaften ihn faszinieren. Er ist aber auch Maler:
Seit seiner Jugend empfindet der Künstler die Landschaftslinien
der Schwäbischen Alb mit ungewöhnlichen Gemälden nach. Eine
Auswahl seiner Kunstwerke werden in der Ausstellung präsentiert.
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Tagesstudienfahrt zum Kloster Zwiefalten sowie nach Baach,
Obermarchtal und Ehingen
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12. September 2009, Abfahrt 7:30 Uhr Rathaus
Köngen, Rückkehr gegen 19:00 Uhr. Mittagessen im Gasthaus
'Felsen' in Zwiefalten-Baach. Reiseleitung: Herr Pfarrer Ernst
Steinhart. Anmeldung: Rathauspforte Köngen, Tel. 80070.
Die Kosten für die Fahrt betragen 30,-- € pro Person. Die Zahl
der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist auf 30 begrenzt. Also
rasch anmelden!
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Kloster Zwiefalten
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Zahlen im Hintergrund, - zum Voraus- und zum Nachdenken
(Pfarrer Steinhart)
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8. September 1089, Abt
Wilhelm von Hirsau
veranlasst, dass zwölf Benediktinermönche und fünf Laienbrüder
den Talgrund besiedeln, der ihnen durch die
Grafen Kuno und Luithold von der
Achalm zur Verfügung gestellt worden
war. Sie geben ihm den Namen:
Zwiefalten. Es
ist die Zeit des Investiturstreits. Ein Kloster im Grenzgebiet
zwischen Welfen
und
Staufern,
später, durch Jahrhunderte hindurch, im Feld der gegensätzlichen
Interessen Württembergs
und
Österreichs.
1750 errang die Abtei die volle Reichsfreiheit. Sie dauerte bis
zum 25. November 1802, als Württemberg das Gebiet in Beschlag
nahm und am 8. September 1803 schloss. Seit 1812 ist das Münster
Pfarrkirche.
Die
romanische Kirche
von 1109 war noch völlig intakt, als sie um das Jahr 1740 dem
barocken Neubau
weichen musste. Er - das Werk von Künstlern wie dem Baumeister
Johann Michael Fischer, den 'Bildhauern' Johann Michael
Feichtmayr und Joseph Christian sowie des Freskanten Franz
Joseph Spiegler - wurde am 1. September 1765 geweiht. Seit der
Renovation zum 700. Gründungstag leuchtet das Münster wieder in
ursprünglicher Frische.
Unterm Krummstab sei gut leben, hieß es
damals. Äbtliches Regiment und klösterliche Verwaltung drückten
auch, aber nicht so sehr wie die der Grafen und Herzöge. Zeugnis
dafür bieten die Kapellen und Kirchen der damals klostereigenen
Gemeinden; Beispiele dafür werden wir ansehen.
Und dann
Obermarchtal
... In den Ursprüngen älter als Zwiefalten; sein Beginn geht bis
ins karolingische 8. / 9. Jahrhundert zurück. Kein Kloster,
sondern ein Stift - der Unterschied wird uns beschäftigen.
Früher als Zwiefalten erreichte das Prämonstratenserstift den
Stand der 'Reichsabtei', früher auch der Neubau der barocken
Kirche, - sie wurde 1701 geweiht.
Die zeitliche Verschiebung im Bau der beiden
großen Abteien lädt ein zum Vergleich der unterschiedlichen
Ausprägungen des Barock. Dass es neben den großen Klosterbauten
beachtenswerte Bauten an kleinen Orten gibt ist ein Punkt, der
zum Abwägen herausfordert. Eines vorweg: Überall derselbe
Anspruch, in höchster künstlerischer Qualität dem Glauben
Ausdruck zu geben.
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Historischer Rundgang durch
Köngen für Kinder
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Dienstag, 25. August 2009, Treffpunkt/Treffzeit: Stöffler-Platz
(beim Pferd) um 14:00 Uhr, Dauer der Führung: ca. 2 Stunden,
Teilnehmer: 20 Kinder ab 8 Jahre. Bitte mitbringen: 2 Euro.
Wichtig: geschlossene Schuhe (keine Sandalen), wer hat, eine
kleine Taschenlampe
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Wir wollen den Kindern das historische
Köngen ein bisschen näher bringen. Auf dem Stöffler-Platz gibt
es zunächst etwas Geschichte
zu Köngen. Dann gehen wir zur Peter- und
Paulskirche und besteigen dort den Turm mit seiner
berühmten Sauglocke aus dem 15. Jahrhundert.
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Die berühmte
"Sauglocke".
Um 1721 - als der Kirchturm noch fehlte - wurde sie in
einem Glockenstuhl auf ebener Erde geläutet.
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Weiter gehen wir durch den
Pfarrgarten und den Alten Friedhof zur
ehemaligen Köngener Mühle. Von dort gehts dann
zur Ulrichsbrücke, von der vor fast 500 Jahren
Herzog Ulrich von Württemberg angeblich auf seinem Pferd in die
Fluten des Neckars gesprungen und so seinen Verfolgern entwischt
sein soll. Zurück führt uns der Weg zum Römerkastell,
wo Frau Carmen Zeis, die Leiterin des Römermuseums, für uns eine
Führung macht. Dann geht's zur Firma Getränke-Weis,
wo wir in die tiefen Kellergewölbe hinabsteigen; dort wurde
früher das kühlende Eis für den Sommer gelagert. Schließlich
kommen wir zum Schloss, wo wir uns den
'Rittersaal' ansehen. Dann gehen wir zum Ausgangspunkt unseres
Rundgangs zurück. Dort und auch schon unterwegs warten
Überraschungen auf uns.
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Tagesfahrt nach Ulm
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Samstag, 18. Juli 2009. Bahnfahrt ab
Wendlingen 9:10 Uhr, Rückkehr 19:49 Bahnhof Wendlingen (falls
keine Änderung im Sommerfahrplan). Die Führung durch einige der
vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt Ulm übernimmt die
Kunstexpertin Frau Barbara Honecker. Anmeldung an der
Rathauspforte in Köngen. Teilnehmerzahl: 15 Personen. Die Kosten
von 23,-- € pro Person beinhalten Eintritt, Führung und
Bahnfahrt ab Wendlingen.
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In den letzten
Jahren sind rund um das in gotischem Stil erbauten
Münster eine Reihe von spektakulären Neubauten
entstanden. Man denke nur an den
Bau des Stadthauses, dessen
Planung und Ausführung durch den amerikanischen
Stararchitekten
Richard Maier
zuvor konträr diskutiert wurde. In jüngster Zeit hat Ulm
seine "Stadtautobahn" mit einer außergewöhnlichen
Architektur überbaut. Unter der Führung von Frau
Barbara Honecker werden wir
uns die moderne Architektur des Stadthauses, die neue
Stadtbibliothek und die
beiden neuen Häuser des Architekten
Stefan Braunfels, die im
Zusammenhang mit der Überbauung der alten Straße stehen,
anschauen.
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Stadthaus
in Ulm. (Quelle: Globopix)
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Das
Weishauptmuseum
beherbergt die gleichnamige Sammlung Weishaupt mit ihren
klassischen und zeitgenössischen Kunstwerken. Dieses Gebäude
wurde von dem Architekten Wöhr
über einen Glassteg mit dem
Ulmer Kunstmuseum
verbunden. In diesem Zusammenhang erhielt das Kunstmuseum eine
neue Dauerausstellung der
Hochschule für Gestaltung
mit dem interessanten Titel „Einfach sehen“. Bei unserem Besuch
des Kunstmuseums sehen wir uns auch die Ausstellung dieser
Hochschule an. Dazu werden wir noch die
'Sammlung Fried'
im Ulmer Münster betrachten. Diese
Privatsammlung, die der Ulmer Galerist und Mitherausgeber
Kurt Fried
seiner Heimatstadt vermacht hat, enthält eine Reihe von
kleinformatigen, exquisiten Kunstwerken zeitgenössischer
Künstler.
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Historisches und Numismatisches zum Köngener Schloss und seinen
Kaiserbildern im Rittersaal
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Freitag, 19. Juni
2009, 19:30 Uhr im Rittersaal des Köngener Schlosses. Der
Eintritt ist frei!
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Herr Dr. Ulrich
Klein, Mitglied des
Württembergischen Vereins für Münzkunde und ehemaliger
Leiter des Münzkabinetts des Württembergischen
Landesmuseums in Stuttgart, hält einen Vortrag über
Münzen, die im Zusammenhang mit den im Rittersaal
abgebildeten Kaisern stehen.
Detlef Rothfuß
vom Geschichts- und Kulturverein Köngen berichtet über
die wechselvolle Geschichte des Schlosses und seiner
Bewohner.
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Münze Thedosius I. (Quelle: Sammlung Schmidtkonz)
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Auf
den Spuren des Bildhauers Johann Heinrich von Dannecker in
Stuttgart
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Sonntag, 17. Mai
2009. Treffpunkt in Köngen: hinterer Rathausparkplatz 13:15 Uhr,
Fahrgemeinschaften. Treffpunkt in Stuttgart: Kongresscenter am
Hoppenlaufriedhof (Platz der deutschen Einheit) 14:00 Uhr.
Führung durch Herrn Maurus Baldermann. Dauer der Führung: 3,5
Stunden. Kosten: 12,-- €. Anmeldung an der Rathauspforte. Max.
20 Personen.
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Johann Heinrich
von Dannecker ist einer der
bedeutendsten Bildhauer, Zeichner und Keramiker des
Klassizismus in Deutschland.
Als sein
Jugendfreund
Friedrich Schiller
1805 starb, fertigte Dannecker ein lebensgroßes
Gipsmodell für eine
Schillerbüste
an. Die Marmorfassung dieser Büste, entstanden zwischen
1812 und 1814, ist charakteristisch für einen neuen
Typus des Idealbildes im 19. Jahrhundert.
Dannecker hat uns
viele Meisterwerke hinterlassen. Eines der bedeutendsten
ist die Skulptur
'Ariadne auf dem Panther'.
Dem 1803 entstandenen Tonmodell folgte 1814 die Fassung
in Marmor. Der sensationelle Erfolg dieser Skulptur
beruhte auf der Verbindung von erotischer Freizügigkeit
und monumentaler Form. Ein moderner Abguss steht in der
Rotunde der
Neuen Staatsgalerie in
Stuttgart.
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Johann
Heinrich von Dannecker (* 1748, † 1841)
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Heinrich Dannecker wurde
am 15. Oktober 1748 als Sohn eines im Dienste des
württembergischen
Herzogs Carl Eugen
stehenden Kutschers in Waldenbuch geboren.
Sein künstlerisches Talent wurde schon früh erkannt. Von 1772
bis 1780 erhielt er an der Militärakademie in Stuttgart eine
Ausbildung zum Bildhauer. Danach wurde er zum
Hofbildhauer
ernannt, musste sich allerdings verpflichten, lebenslang für das
württembergische Fürstenhaus zu arbeiten. 1790 wurde Dannecker
Professor an der Hohen Karlsschule in Stuttgart.
In den Jahren 1793 traf er sich häufig mit seinem Jugendfreund
Friedrich Schiller. Als sich
Johann Wolfgang von Goethe
1797 eine Woche in Stuttgart aufhielt, war er häufig mit
Dannecker zusammen. Ein von dem Architekten Thouret am
Stuttgarter Schlossplatz erbautes Haus, die
'Danneckerei',
wurde von Dannecker als Wohnstätte, Atelier, Kunstschule und
Museum genutzt. Als er am 8. Dezember 1841 starb, wurde er auf
dem Hoppenlaufriedhof
beigesetzt. Dort beginnt unsere 3,5 Stunden dauernde Spurensuche
unter der Führung von Herrn Maurus
Baldermann durch die Innenstadt
Stuttgarts zum Residenzschloss, zur Stifts- und Hospitalkirche
bis hin zur Staatsgalerie, die Dannecker eine sehenswerte
Ausstellung gewidmet hat.
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Besuch der Griechisch-Orthodoxen Kirche in Esslingen
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25.April 2009.
Beginn der Führung: 15:00 Uhr. Treffpunkt: hinterer
Rathausparkplatz in Köngen um 14:15 Uhr. Kosten für Eintritt und
Führung: 8,00 €. Anmeldung an der Rathauspforte. Max. 20
Personen.
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In Esslingen
findet sich mit der Kirche Mariä Verkündigung die größte
griechisch-orthodoxe Kirche Europas außerhalb
Griechenlands. Die dreischiffige Basilika wurde 1995
fertig gestellt. Mit ihrer Kreuzform, der zentralen
Kuppel und der prachtvollen Innenausstattung folgt die
Kirche byzantinischer Bautradition. Die Apsis zeigt die
thronende Gottesmutter mit dem Jesuskind, an ihrer Seite
die Erzengel Michael und Gabriel. Das Kuppelgemälde
zeigt Christus als Pantokrator. Der massive Betonbau
wurde kunstvoll verkleidet und in klassisch-orthodoxer
Manier ausgemalt.
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Griechisch-Orthodoxe Kirche in Esslingen
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Besuch des Museums Ritter in Waldenbuch
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28.
März 2009. Programm: 10:00 Uhr: Firmengeschichte,
Schokoladenherstellung (Filmvorführung), 11:15 Uhr: Führung
durch die Kunstsammlung. Treffpunkt: hinterer Rathausparkplatz
in Köngen um 9:15 Uhr. Kosten für Eintritt und Führung: 7,50 €.
Anmeldung an der Rathauspforte. Max. 20 Personen.
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Quadratisch, Praktisch,
Gut'. Wer denkt dabei nicht gleich an die quadratische
Schokolade, welche die Welt erobert hat. Zunächst erfahren wir
etwas zum
Firmenkonzept
und zu den
Herstellungsverfahren für Schokolade.
Besonders interessant dürfte der ökologische Standpunkt der
Firma Ritter-Sport sein.
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Thema der umfangreichen Kunstsammlung im
Museum Ritter ist das Quadrat in der neueren und
zeitgenössischen Kunst. Dabei werden historische Entwicklungen
auf dem Gebiet der geometrischen Abstraktion aufgezeigt und
international bedeutende Vertreter dieser Kunstrichtung
präsentiert. Die malerischen und plastischen Konzepte, die das
Quadrat zum Ausgangspunkt oder Ziel haben, sind ein wesentlicher
Bestandteil der Kunstgeschichte der letzten hundert Jahre.
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08.02.2009
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An den
Veranstaltungen der 'Köngener
Kulturtage' beteiligt
sich der Geschichts- und Kulturverein mit einem
Balladenabend,
vorgetragen von dem ehemaligen Schauspieler
Klaus Lerm. Die Musikschule
Köngen / Wendlingen umrahmt das Programm. Ort:
Zehntscheuer Köngen. Beginn der Veranstaltung um 19:00
Uhr.
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Reise nach Armenien vom 29.05. - 06.06.2009
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Diese Reise mit
Studiosus Gruppenreisen GmbH
wird unter der fachkundigen Leitung von Pfarrer Ernst Steinhart
und des Kunsthistorikers Torsten Flaig durchgeführt. Sie ist
fast ausgebucht. Interessierte Personen können sich noch unter
der Telefon-Nummer 07024-80687 anmelden. An einem ersten
Einführungsabend hat uns Herr Torsten Flaig am 25. September
2008 in einem Dia-Vortrag das faszinierende Land Armenien
vorgestellt. Zwei weitere Vorträge schließen sich nun an:
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Am
Donnerstag, 29. Januar 2009,
20 Uhr, hält Pfarrer Steinhart einen Vortrag mit dem
Thema: "Um die Gegenwart zu verstehen - zur
Geschichte der Armenier und Armeniens seit 1870".
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Besuch der Ausstellung 'Salvador Dali, Graphisches Werk aus fünf
Jahrzehnten'
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Frau Honecker führt
uns am 14. Dezember 2008 durch die Ausstellung in der
Kreuzkirche in Nürtingen (Am Schillerplatz). Beginn: 10:00 Uhr.
Treffpunkt: hinterer Rathausparkplatz in Köngen um 9:30 Uhr für
Fahrgemeinschaften oder 9:45 Uhr vor der Kirche. Kosten: 10,00
€.
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Die Ausstellung in der Nürtinger Kreuzkirche
stellt das graphische Werk des exzentrischen spanischen
Künstlers in den Mittelpunkt.
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Salvador Dali
(*1904, † 1989), spanischer Maler, Grafiker,
Schriftsteller, Bildhauer, Bühnenbildner, Filmemacher
und Schauspieler
Foto: Dali-Archiv
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Salvador Dali war einer
der Hauptvertreter des Surrealismus und zählt zu den
bekanntesten und kreativsten Malern des 20. Jahrhunderts. Sein
persönlicher Stil war die Welt des Unbewussten, die in Träumen
erscheint. Die realistisch erscheinenden Traumwelten sind mit
einer so großen Liebe zum Detail gemalt, dass sie häufig Fotos
gleichzusetzen sind. Schon zu seinen Lebzeiten war Dali ein
Mythos, an dessen Aufrechterhaltung er selbst durch seine
bizarren Auftritte mitwirkte.
Salvador Dali wurde 1964 von Königin Isabella
von Spanien mit dem höchsten Orden des Landes ausgezeichnet.
1982 erfolgte durch König Juan Carlos I. seine Ernennung zum
Marquis de Dali y Pubol.
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Von
Wohltäterinnen und Mäzenen - von antiken Tempelstiftungen,
mittelalterlichen Hospitälern und dem Stiftungsboom von heute
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Vortrag von Frau
Dr. Susanne Dieterich im Rittersaal des Köngener Schlosses am
Donnerstag, den 6.11.2008. Beginn: 19:30 Uhr. Eintritt: 8,00 €.
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Die uns von mehreren
Veranstaltungen bestens bekannte Landeshistorikerin und
derzeitige Geschäftsführerin des Initiativkreises Stuttgarter
Stiftungen Frau Dr. Susanne
Dieterich berichtet vom Leben und
Wirken früherer Stifter und Mäzene, vom Zusammenhang zwischen
Totenkult und Memoria, Höllenangst und Seelenheil,
mittelalterlichen Hospitalstiftungen, Beginenhäusern, der
berühmten Augsburger Fuggerei und dem mäzenatischen Wirken des
Großbürgertums späterer Jahrhunderte. Wie Frauen "stiften gehen"
wird ebenso beleuchtet wie die lebendige Stiftungslandschaft von
heute - immer mit einem besonderen Augenmerk auf die
Verhältnisse in Württemberg.
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Gaius Cilnius
Maecenas
(* um 70 v. Chr., † 8 v.
Chr.), Vertrauter und politischer Berater des römischen
Kaisers Augustus, Förderer der Künste. Der Begriff
'Mäzen'
wurde von seinem Namen abgeleitet.
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Besuch der Großen Landesausstellung Baden-Württemberg "Matisse:
Menschen Masken Modelle"
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Frau Honecker führt am 26.10. 2008 durch die
Ausstellung in der Neuen Staatsgalerie Stuttgart. Treffpunkt:
hinterer Rathausparkplatz in Köngen um 9:30 Uhr
(Fahrgemeinschaften). Eintritt und Führung: 15,00 €. Anmeldung:
Rathauspforte Köngen.
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Die Große Landesausstellung Baden-Württemberg in der
Staatsgalerie Stuttgart mit dem Thema „Matisse: Menschen
Masken Modelle“ stellt die Porträtkunst des
französischen Künstlers in den Mittelpunkt. Zu diesem Thema
werden über hundert Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen und
Druckgrafiken aus internationalen Sammlungen gezeigt. Die
Ausstellung mit einer repräsentativen Auswahl aus allen
Schaffensperioden entstand in Zusammenarbeit mit dem Bucerius
Kunst Forum in Hamburg.
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Henri Matisse: „Mademoiselle H.D. Frau mit Schleier“
aus dem Jahr 1927
Bild: Succession Henri Matisse, VG
Bild-Kunst, Bonn
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Henri Matisse (* 1869, † 1954), einer der bekanntesten
und beliebtesten Vertreter der Moderne, war ständig auf der
Suche nach einer Kunst von überzeitlicher Gültigkeit.
Hinsichtlich seiner Porträts von Familienangehörigen,
Künstlerkollegen, Mäzenen, Sammlern, Modellen und von sich
selbst war es ihm wichtig, den wahren Charakter eines
Gesichts herauszuarbeiten. Neben der individuellen
Charakterisierung zeigen sie zumeist auch eine, an Ikonen
erinnernde, Maskenhaftigkeit.
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Das Ende der Römerzeit in Köngen und die Spätantike im Spiegel
römischer Münzen
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Vortrag von Herrn
Dieter Widhalm vom Württembergischen Verein für Münzkunde im
Römermuseum am Freitag, den 10. Oktober 2008 im Römermuseum
Köngen. Beginn: 19:00 Uhr. Eintritt: 6 €.
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Um 213 n. Chr.
bedrohten erstmals germanische Heerscharen das römische
Süddeutschland. Dies veranlasste den
römischen Kaiser Caracalla
unsere Region zu inspizieren und im heutigen Hessen in
einer Schlacht die Germanen zurückzuschlagen. Gut
zwanzig Jahre später - die römischen Truppen waren zur
Abwehr persischer Bedrohung in den Osten abgezogen
worden - nutzten die wieder erstarkten
Alamannen
die römische Schwäche und fielen
raubend und mordend in das blühende Land ein. Ob die
Siedlung Grinario (die
heutige Gemeinde Köngen) damals auch betroffen war,
wissen wir nicht. Um 260 n. Chr. endete nach heutigen
Erkenntnissen die römische Herrschaft bei uns. In
Lichtbildern ausgewählter römischer Münzen soll diese
Zeit und die folgende Epoche der Spätantike dargestellt
werden.
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Caracalla (*188, †217), römischer
Kaiser von 211 bis 217 n. Chr.
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Tagesstudienfahrt zum Kloster Zwiefalten sowie nach Baach,
Obermarchtal und Ehingen
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27. September 2008,
Abfahrt 7:30 Uhr Rathaus Köngen, Rückkehr gegen 19:30 Uhr.
Mittagessen im Gasthaus 'Felsen' in Zwiefalten-Baach.
Reiseleitung: Herr Pfarrer Ernst Steinhart. Anmeldung:
Rathauspforte Köngen, Tel. 80070. Die Kosten betragen 29,-- EUR.
pro Person. Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist auf
30 begrenzt. Also rasch anmelden!
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Kloster Zwiefalten
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Zahlen im Hintergrund, - zum Voraus- und zum
Nachdenken (Pfarrer Steinhart)
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8. September 1089, Abt
Wilhelm von Hirsau
veranlasst, dass zwölf Benediktinermönche und fünf Laienbrüder
den Talgrund besiedeln, der ihnen durch die
Grafen Kuno und Luithold von der
Achalm zur Verfügung gestellt worden
war. Sie geben ihm den Namen:
Zwiefalten. Es
ist die Zeit des Investiturstreits. Ein Kloster im Grenzgebiet
zwischen Welfen
und
Staufern,
später, durch Jahrhunderte hindurch, im Feld der gegensätzlichen
Interessen Württembergs
und
Österreichs.
1750 errang die Abtei die volle Reichsfreiheit. Sie dauerte bis
zum 25. November 1802, als Württemberg das Gebiet in Beschlag
nahm und am 8. September 1803 schloss. Seit 1812 ist das Münster
Pfarrkirche.
Die
romanische Kirche
von 1109 war noch völlig intakt, als sie um das Jahr 1740 dem
barocken Neubau
weichen musste. Er - das Werk von Künstlern wie dem Baumeister
Johann Michael Fischer, den 'Bildhauern' Johann Michael
Feichtmayr und Joseph Christian sowie des Freskanten Franz
Joseph Spiegler - wurde am 1. September 1765 geweiht. Seit der
Renovation zum 700. Gründungstag leuchtet das Münster wieder in
ursprünglicher Frische.
Unterm Krummstab sei gut leben, hieß es
damals. Äbtliches Regiment und klösterliche Verwaltung drückten
auch, aber nicht so sehr wie die der Grafen und Herzöge. Zeugnis
dafür bieten die Kapellen und Kirchen der damals klostereigenen
Gemeinden; Beispiele dafür werden wir ansehen.
Und dann
Obermarchtal
... In den Ursprüngen älter als Zwiefalten; sein Beginn geht bis
ins karolingische 8. / 9. Jahrhundert zurück. Kein Kloster,
sondern ein Stift - der Unterschied wird uns beschäftigen.
Früher als Zwiefalten erreichte das Prämonstratenserstift den
Stand der 'Reichsabtei', früher auch der Neubau der barocken
Kirche, - sie wurde 1701 geweiht.
Die zeitliche Verschiebung im Bau der beiden
großen Abteien lädt ein zum Vergleich der unterschiedlichen
Ausprägungen des Barock. Dass es neben den großen Klosterbauten
beachtenswerte Bauten an kleinen Orten gibt ist ein Punkt, der
zum Abwägen herausfordert. Eines vorweg: Überall derselbe
Anspruch, in höchster künstlerischer Qualität dem Glauben
Ausdruck zu geben.
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Einführungsabend zur Studienfahrt nach Armenien
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25. September 2008,
Katholisches Gemeindehaus in Köngen, Beginn: 19:30 Uhr
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In der Zeit vom
29.05. - 06.06.2009
unternehmen wir unter der Leitung von
Torsten Flaig
und
Pfarrer Ernst Steinhart
eine Studiosus-Gruppenreise nach Armenien.
In einem
ersten Einführungsvortrag
wird uns Torsten Flaig dieses faszinierende Land in einem
Dia-Vortrag vorstellen.
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Armenien liegt auf der Grenze zwischen
Abendland und Orient. Diese Lage machte das Land
Jahrhunderte lang und bis heute zu einem Brennpunkt
politischer, wirtschaftlicher, kultureller und
religiöser Interessen. Die alten Handelswege der
Seidenstraße führten ebenso durch die Gebirge Armeniens
wie die geplanten Pipelines, die Gas und Strom nach
Europa bringen sollen. Zugleich war das karge Land um
den Ararat stets Spielball im Wettstreit der Weltmächte,
ob als urarträisches Reich, ob zwischen Römern und
Persern, ob zwischen Russen und Osmanen oder ob als
demokratische Republik im Blickpunkt europäischer
Sicherheitspolitik in unserer Zeit.
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Der Berg
Ararat
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301 n. Chr. führte Armenien als erstes Land
der Welt das Christentum ein. Die Armenier definieren sich bis
heute in ihrer Nationalität über ihre autokephale apostolische
armenische Kirche. Aus der Frühgeschichte des mächtigen Urartu
und der großen christlichen Klostertradition zeugen heute
unzählige Kulturgüter ersten Ranges, die teilweise in der
Welterbeliste der UNESCO eingetragen wurden. Zugleich
beeindruckt die Natur mit ihren majestätischen Hochgebirgen,
kargen Felslandschaften, fruchtbaren Flusstälern und kargen
Bergseen.
Bei dem Einführungsabend geben wir auch
die Anmeldeunterlagen von Studiosus Gruppenreisen aus.
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Besuch der Ausstellung: 'Luxus und
Lustbarkeiten des Rokoko - Herzog Carl Eugens Venezianische
Messe',
Stuttgart Altes Schloss
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06. September 2008,
Beginn der Führung im Alten Schloss um 14:20, Treffpunkt im
Eingangsbereich. Preis / Person: 10 €. Anmeldung: Rathauspforte
Köngen, Tel. 07024-80070.
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Angeregt durch seine Italienreisen führte
Herzog Carl Eugen von Württemberg 1768 die so
genannte Venezianische Messe ein. In- und
ausländische Händler bewarben sich um die Teilnahme und
präsentierten 14 Tage lang Luxusartikel, die über das
alltägliche Warensortiment hinaus reichten. Edles
Porzellan, schöne Stoffe und venezianische Masken zogen
den württembergischen Hof samt Bevölkerung in ihren
Bann.
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Foto: Veranstalter
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Anlässlich des 250. Gründungsjubiläums der
Porzellanmanufaktur Ludwigsburg präsentiert das Landesmuseum
Württemberg eine Tafeldekoration aus Porzellan, welche die
Venezianische Messe bildlich überliefert. Dabei werden
Lebensgefühl und Genussfreude der Gesellschaft am
württembergischen Hof in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts
und, im Gegensatz dazu, das Warenangebot auf dem realen
Jahrmarkt deutlich.
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Besuch in der Werkstatt des Bildhauers Markus Wolf in Plieningen
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29. März 2008,
14:00 Uhr, Bernhäuser Str. 36, 70599 Stuttgart-Plieningen.
Treffpunkt: Parkplatz Rathaus Köngen 13:30 Uhr,
Fahrgemeinschaften. Preis: 7 €, Anmeldung: Rathauspforte Köngen.
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Seit 1921 hat sich die
'Meisterwerkstatt für Grabmale,
Naturstein und Skulptur Pfeiffer'
einen Namen geschaffen, der für Erfahrung und Qualität in der
Bildhauerkunst steht. Ihr
Inhaber Markus Wolf
hat sich seit 1994 auf
landesgeschichtliche Themen
spezialisiert und auf diesem Gebiet schon viele bedeutende Werke
geschaffen. Seine Mahn- und
Gedenksteine finden internationale
Anerkennung. Beispiele seines umfangreichen Schaffens sind die
"Staufer Säule" auf dem Hohenstaufen im Landkreis Göppingen, die
Kaiserstele für Friedrich II. in Apulien, der Gedenkstein für
den Dichter Albrecht Goes und das Denkmal für Franziska von
Hohenheim im Hohenheimer Schlosspark. Leitmotiv für Markus Wolf
ist es, "Spuren des Lebens" in Vergangenheit und Gegenwart zu
entdecken und sie in seiner künstlerischen Arbeit zeitlos
darzustellen.
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Der Bildhauer Markus Wolf bei der
Arbeit
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Bei unserem Besuch in
Plieningen wird uns Markus Wolf Einblick in sein vielseitiges
künstlerisches Schaffen geben und in die umfangreichen
Bearbeitungsmöglichkeiten verschiedenster Materialien einführen.
Begleiten wird uns Herr Maurus
Baldermann, selber Steinmetz und uns
durch seine interessanten Führungen durch Stuttgarter Friedhöfe
gut bekannt.
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Besuch des literarischen Marionettentheaters LIMA in Esslingen
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TAMINOS TRAUM. Eine Wortoper mit W.A. Mozart und E. Schikaneder
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1. März 2008,
Aufführungsort: Württembergische Landesbühne, Landolinsgasse 1,
Esslingen. Beginn: 20:00 Uhr
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Preis: 14 €,
Anmeldung: Rathauspforte, Treffpunkt: Parkplatz Rathaus Köngen
19:00 Uhr, Fahrgemeinschaften. Anmeldeschluss: 8. Februar 2008.
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Intimität und Stille
einer mittelalterlichen Hauskapelle bilden seit über zwanzig
Jahren im kleinsten Theater der Region den Rahmen für die
Klassiker des Theaters 'en miniature'. Im Jahr 1984 gründete
Wilhelm Preetorius
(*1915, † 1996) ein Marionettentheater, mit dem er viele
Jahre seine Sichtweise von Theater und Marionette vermittelte.
Dieser Sichtweise fühlt sich das LIMA unter der Leitung von
Andreas Weiner noch heute
verpflichtet.
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Das Schauspiel 'TAMINOS
TRAUM' hat
Mozarts 'Zauberflöte'
zur Grundlage, die sich über Raum und Zeit hinweg zum
unsterblichen Mythos in der Opernwelt entwickelte. Die
zeitlose Zugkraft dieser Oper ist neben der Schönheit
der Musik auch auf ihre idyllische Märchenhaftigkeit und
die rätselhafte Symbolik zurückzuführen. Um den oft
abstrus anmutenden Text des Librettos der Zauberflöte
besser beleuchten zu können, wird in der Inszenierung
des 'Theaters 'en miniature'
die Tonalität der Worte vor
die Musik gestellt.
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Die Hauptfiguren der von
Andreas Weiner
inszenierten Wortoper sind
Wolfgang Amadeus Mozart
und Emanuel Schikaneder,
aus dessen Hand der Text zu Mozarts Oper "Die Zauberflöte"
stammt. Der berühmte Komponist findet sich in der Rolle des
Tamino und der Theaterdichter in der des Papageno wieder.
Gemeinsam müssen sie sich den Herausforderungen stellen, die sie
sich selbst ausgedacht haben.
'TAMINOS TRAUM' ist ein Märchen mit Geist und
Witz. Lassen auch Sie sich verzaubern!
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Verleihung des
Daniel-Pfisterer-Preises 2008 an
Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger
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27. Januar 2008 in der Zehntscheuer Köngen (Obere Neue Straße
13), Beginn: 19:00 Uhr
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Nach der Verleihung des
Daniel-Pfisterer-Preises
an den Landeshistoriker
Prof. Dr. Otto Borst,
den Fossiliensammler und Hobby-Paläontologen
Robert Flaig, den Leiter der
Musikschule Köngen/Wendlingen Jörg
Dobmeier und dem Präsidenten des
Landesamtes für Denkmalpflege
Prof. Dr. Dieter Planck
haben Vorstand und Beirat des Geschichts- und Kulturvereins
Köngen einstimmig entschieden, diesen Preis für das Jahr 2008 an
die Volkskundlerin Prof. Dr.
Christel Köhle-Hezinger für ihre
Verdienste um die
Veröffentlichung der
Daniel-Pfisterer-Chronik und für
ihre
wissenschaftliche Arbeit als
Volkskundlerin zu vergeben.
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Prof. Dr.
Christel Köhle-Hezinger,
Pro-Dekanin der Philosophischen Fakultät an der
Friedrich-Schiller-Universität in Jena, Inhaberin des
Lehrstuhls für Volkskunde
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Christel Köhle-Hezinger
wurde am 7. November 1945 in
Esslingen geboren. Nach dem Studium der Volkskunde (Empirische
Kulturwissenschaft), Amerikanistik, Germanistik und
Landesgeschichte in Tübingen, Bonn und Zürich promovierte sie
1976 in Tübingen. Bis 1987 war sie freiberuflich tätig, hatte
Lehraufträge an der Stanford University (USA) und an den
Universitäten Tübingen und Stuttgart. 1988 bis 1994 war sie am
Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft der
Universität Tübingen zuständig für Orts- und Regionalforschung
(Ländlicher Raum). 1994 folgte sie dem Ruf an die Universität
Marburg als Professorin für Europäische Ethnologie und
Kulturforschung. Seit 1998 leitet sie an der
Friedrich-Schiller-Universität in
Jena den Aufbau des Instituts für
Volkskunde / Kulturgeschichte. Christel Köhle-Hezinger ist
Inhaberin des Lehrstuhls für Volkskunde (Empirische
Kulturwissenschaft) und seit 2006 auch Pro-Dekanin der
Philosophischen Fakultät. Eine große Anzahl von Publikationen,
viele ehrenamtliche Funktionen und Beiratstätigkeiten in Museen,
Geschichts- und Volkskunde-Institutionen begleiten ihren
wissenschaftlichen Weg.
Die Kulturgeschichte, insbesondere die des 18.
bis 20. Jahrhunderts, die Industriekultur, Konfession und
Frömmigkeit, Pietismus-, Frauen- und Alltagsgeschichte, das Dorf
und der ländliche Raum sind die Themen, die Frau Dr.
Köhle-Hezinger umfassend und gründlich aufgreift. Als Fachfrau
war und ist sie bei vielen Ausstellungs- und Museumsprojekten
gefragt. So entwickelte sie 1979/80 bereits eine erste
Konzeption für das spätere Freilichtmuseum Beuren.
Zu Daniel Pfisterers Buch
"Barockes Welttheater"
hat Christel Köhle-Hezinger eine besondere Beziehung, betrieb
sie doch - auf Anregung des Köngener Historikers Dr. Gerhard
Hergenröder - seit 1986 bis zur Veröffentlichung im Jahre 1996
maßgeblich die Publikation dieses einmaligen Werkes; außerdem
ist sie Mitautorin des Begleitbandes. Sowohl der Wissenschaft
als auch dem breiten Publikum wurde dadurch erstmals eine neue,
außergewöhnliche Quelle zur Volkskunde des Barock, aber auch ein
äußerst erbauliches Bilder- und Gedichtbuch erschlossen.
Mit besonderen
Vortragsthemen bereichert Frau Dr. Christel Köhle-Hezinger seit
Jahren auch die kulturelle Szene in Köngen und Umgebung. Von
ihrem Fachwissen und ihrer Art, Geschichte verständlich und
spannend darzustellen, sind alle, die sie als Rednerin kennen
gelernt haben, begeistert. Kurzum -
sie ist eine würdige Trägerin des Daniel-Pfisterer-Preises.
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Anthroposophische Kultur in Köngen
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Vortrag von Herrn Rüdiger Fischer-Dorp im Eurythmiestudio Köngen
(Römerstraße 6) am Freitag, den 9.11.2007. Beginn: 19:30 Uhr.
Eintritt: 8 €
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Anthroposophie
ist die von Rudolf Steiner
1912 begründete, aus der Theosophie hervorgegangene, christlich
orientierte Weltanschauung, die den Anspruch auf
wissenschaftliche Erforschung der übersinnlichen Welt
erhebt. Neben spekulativ-mystischen Elementen sind in der
Anthroposophie vor allem Goethes Naturauffassung und die
idealistische Geistlehre (Wirklichkeit als stufenweise
Selbstoffenbarung des Geistes) eingegangen, aus der auch die
Reinkarnation des menschlichen Geistes abgeleitet wird. Die
Anthroposophie versucht eine umfassende
Deutung aller Natur- und Kulturbereiche
sowie eine freiheitliche und ganzheitliche Lösung der
politischen und wirtschaftlichen Probleme der Gegenwart. Sie
nahm Einfluss auf die ganzheitliche Medizin und kreativ
therapeutische Verfahren (z. B. Musiktherapie). Von
pädagogischer Bedeutung sind die Waldorfschulen und die
Waldorfkindergärten.
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Rudolf Steiner
(*1861, † 1925), Begründer der Anthroposophie
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Herr Rüdiger Fischer-Dorp
stellt die Grundlagen der Anthroposophie vor und berichtet, wie
Anhänger dieser Weltanschauung, die in Köngen lebten oder noch
leben, das Kulturleben in der Gemeinde mitgestaltet haben bzw.
noch mitgestalten. Martha und Emil Kühn, Else Klink und Otto
Wiemer, Ilse und Otto Rennefeld haben den von der Anthroposophie
ausgehenden Kulturimpuls aufgegriffen und in die Praxis
umgesetzt (Pädagogik, Eurythmie, Sprachgestaltung / Schauspiel,
Medizin).
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Else Klink
(* 1907 auf einer kleinen Insel des Bismarck-Archipels,
† 1994 in Köngen).
Else Klink hat die Entwicklung der
Eurythmie entscheidend mitgeprägt. Aufgrund ihrer Arbeit
gelang der Eurythmie der Schritt ins öffentliche
Kulturleben.
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Ägyptische Mumien - Unsterblichkeit im Land der Pharaonen
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Besuch der Großen Landesaustellung im
Landesmuseum Württemberg (im Alten Schloss in Stuttgart) am
Samstag, den 17. 11. 2007.
Anmeldung: Rathauspforte Köngen. Beginn der Führung um 15:15
Uhr. Treffpunkt: vor dem Alten Schloss. Kosten für Eintritt und
Führung: 12 €.
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Die alten Ägypter
glaubten an
ein Weiterleben der Toten im
Jenseits. Die Welt der Verstorbenen
glich dem Diesseits, jedoch in einer idealisierten Form. Die
Seelen kehrten dabei wieder in ihre Körper zurück. Deshalb war
es wichtig, die Überreste der Verstorbenen für das ewige Leben
gut zu präparieren.

Im Grunde war die Natur
Lehrmeister der Ägypter. Der heiße Wüstensand entzog dem
Leichnam alle Flüssigkeit und verhinderte die Verwesung. Als
sich wohlhabende Leute in einem Sarg beerdigen ließen, mussten
Hilfsmittel den Trockeneffekt bringen. Die
Kunst dieser Mumifizierung
wurde im alten Ägypten nach und nach perfektioniert. Mit
Natronsalz trocknete man den Leichnam aus und machte ihn dadurch
haltbar. Organe wurden entnommen, gesalbt, in Leinen gewickelt
und in speziellen Gefäßen, den Kanopen, beigesetzt. An Stelle
der Organe legten die Balsamierer mit Salböl getränktes Leinen,
wohlriechende Flechten und Moose sowie Sägespäne und Gewürze.
Das Gehirn entfernten die Spezialisten mittels Metallhaken durch
die Nase.
Kartonagemasken auf das Gesicht (siehe Abb.),
Mumienbandagen bis hin zur dekorativen Kassettenwicklung,
körperförmige bemalte Särge und auf die Leinenbinden oder auf
Holzbrettchen gemalte Porträts belegen den Wandel der
Anschauungen. Die Konservierungstechniken, allzeit abhängig vom
Rang des Toten, wurden zuletzt vernachlässigt zugunsten der
äußeren Darstellung. Unter christlichem Einfluss wurde die
Mumifizierung als heidnisch verboten - nur die Seele, nicht der
Leib ist unsterblich. Der Brauch, die Toten zu mumifizieren,
endete nach dem 6. Jahrhundert n. Chr..
Die Kunst der Ägypter, einen toten Körper über
die Jahrtausende haltbar zu machen, beschert der Wissenschaft
heute viele Möglichkeiten, das Leben im alten Ägypten zu
rekonstruieren. Nicht nur die kunstvollen Gräber, mit
Hieroglyphen beschriftet und voller Beigaben aus dem täglichen
Leben, machen den Alltag der Antike anschaulich - auch die toten
Körper selbst erzählen, wie sie lebten.
Für die
Große Landesausstellung
wurden ca. 300 hochkarätige Objekte von renommierten Museen aus
dem In- und Ausland zur Verfügung gestellt. Den Grundstock der
Sammlung des Württembergischen Landesmuseums stammt von
Ernst von Sieglin,
einem Stuttgarter Fabrikanten, der um 1900 Ausgrabungen in
Ägypten finanzierte.
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20.10.2007
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In der Reihe
Stuttgarter Friedhöfe wird uns
Herr Maurus Baldermann in
diesem Jahr am 20.10. um 14 Uhr über den
Waldfriedhof
führen. Der Waldfriedhof ist
im Jahr 1914, kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs
angelegt worden und wird mit gleicher Konzeption
weitergeführt. Auf einer Fläche von 30 Hektar befinden
sich heute ca. 20.000 Grabstellen. Viele Prominente
fanden auf dem Friedhof die letzte Ruhe, so zum Beispiel
die Oberbürgermeister Karl Lautenschlager und Arnulf
Klett, Bundespräsident Theodor Heuss und seine Ehefrau
Elly Heuss-Knapp, der Fabrikant Robert Bosch, der
Kaufhausgründer Eduard Breuninger, der Künstler Adolf
Hölzel sowie seine Schüler Oskar Schlemmer und Ida
Kerkovius. An den Schauspieler Erich Ponto erinnert ein
Gedenkstein, der Bildhauer Otto Hajek schuf sein eigenes
Grabmal. Viele weitere Namen bedeutender Menschen werden
uns auf der Führung über den Friedhof begegnen.
Anmeldung:
Rathaus Köngen (Pforte).
Abfahrt in
Fahrgemeinschaften um
13 Uhr am Rathaus.
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28.09.2007
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Um 19:30 Uhr hält
Frau Dr. Kathrin Fastnacht im Rittersaal des Schlosses
einen Vortrag zum Thema:
"Ein Schloss und seine Herrschaften. Zur Identität von
Schloss und Dorf Köngen im 19. und 20. Jahrhundert."
Frau Dr. Fastnacht erläutert in
ihrem Vortrag in erster Linie die Biographien der
Schlossbesitzer und Schlossbesitzerinnen. Der Vortrag
wird in Verbindung mit der Ortsbücherei veranstaltet.
Der Eintritt kostet 8 €. Da wir mit vielen
Zuhörern rechnen, bieten wir Ihnen schon heute die
Möglichkeit, unter Tel. 07024 / 80687 eine
Eintrittskarte reservieren zu lassen.
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15. -
16.09.2007
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An diesem
Wochenende wir das Köngener Schloss nach langen
Restaurationsarbeiten seinen zukünftigen Nutzern
übergeben. Für die Öffentlichkeit sind alle Räume des
Schlosses zugänglich und zu besichtigen. In der
Schlosskapelle präsentiert der Geschichts- und
Kulturverein eine
Ausstellung zur Schlossgeschichte.
Vorstand und Beiräte geben Erklärungen zu Bildern,
Tafeln und Schaustücken. Die Öffnungszeiten sind Samstag
von 14:00 bis 20:00 Uhr und Sonntag von 11:00 bis 17:00
Uhr.
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Musen - Modelle - Malerlegenden von Renoir bis Warhol
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Besuch der Ausstellung im
Museum in Rechberghausen am Samstag, den 28.07.2007. Anmeldung
Rathauspforte Köngen. Abfahrt: 14:00 Uhr Rathaus Köngen mit
einem Bus, Rückkehr: ca. 19:30, Preis: 24,00 Euro inkl. Bus,
Eintritt, Führung
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Frau Barbara
Honecker
präsentiert in Rechberghausen eine von
Prof. Dr. Roland Doschka
konzipierte Kunstschau, die in ihrer Art einmalig ist.
"Ein Museum auf Zeit" zeigt die einschneidenden
Veränderungen in der Kunst anhand des Leitmotivs "Maler
und Modell". Ganz große Namen wie Marc Chagall, Lovis
Corinth, Edgar Degas, Otto Dix, Paula Modersohn-Becker,
Emil Nolde, Henri de Toulouse-Lautrec und viele andere
Künstler stehen für jeweils ein exemplarisches Werk um
den Pluralismus der Malstile im 20. Jahrhundert
aufzuzeigen. Die Kunstwerke umfassen die verschiedensten
Techniken: Zeichnungen, Aquarelle, Pastelle, Ölgemälde,
fotographische Kunst, Skulpturen.
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Prof. Dr.
Roland Doschka
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Prof. Dr. Doschka
hat mit seinem Wirken und seinem Expertenwissen Menschen in
aller Welt begeistert. Durch seine viel gelobten Ausstellungen
und die zu jeder Ausstellung eigens verfassten umfangreichen
Katalogwerke hat er der Nachwelt ein einmaliges Zeugnis der
Kunst im 20. Jahrhundert überliefert. Für seine Verdienste wurde
ihm 2006 der europäische Kultur-Projekt-Preis verliehen.
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Der
Maler Christian Mali (1832 - 1906) - Reisen in Württemberg
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Besuch der Ausstellung im Stadtmuseum Esslingen am Samstag, den
21.4.2007. Führung um 15:00 Uhr
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Christian
Mali ist am 6. Oktober 1832 in Broekhuizen bei Utrecht als
zehntes Kind des holländischen Gutsverwalters Peter Hendricus
Mali und seiner Frau Friederike Christine, einer
Kaufmannstochter aus Weilheim unter Teck, geboren. Nach dem Tod
seines Vater 1833 kommt er mit seiner Mutter nach Württemberg.
Als er im Alter von 13 Jahren auch seine Mutter verliert, werden
er und sein Bruder Jan Cornelis von ihrer Schwester
Heinrike Gertrude aufgenommen, die mit dem holländischen
Maler und Kunsthändler Pieter Francis Peters (1818 –
1903) verheiratet ist. Von Pieter Francis Peters, dessen Töchter
Anna Peters (1843 - 1926) und
Pietronella Peters
später durch ihre schönen Blumen- und Landschaftsbilder bekannt
werden, erhalten die beiden Brüder ihren ersten Malunterricht.
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Christian Mali
(1832 - 1906), Landschafts- und Tiermaler
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Bis 1858 ist Christian
Mali in Stuttgart als Xylograph (Hersteller von hölzernen
Druckplatten für Abbildungen in Katalogen und Fachbüchern)
tätig. Daneben malte er vor allem
Landschaftsbilder. Bereits mit 20
Jahren verkauft er sein erstes Ölgemälde an den kunstsinnigen
König Wilhelm I. von Württemberg. Mit 25 Jahren zieht Christian
zu seinem Bruder Jan nach München,
um sich weiter als Landschaftsmaler auszubilden. Gefördert wurde
er von dem aus Stuttgart gebürtigen Malerkollegen Carl Ebert
(1821 - 1885).
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Zwischen 1858 und 1867
erzielt Christian Mali mit seinen Ansichten von
Dorflandschaften, Städten, Klöstern und Burgen in
Alt-Württemberg große Erfolge. Dies liegt vor allem daran, dass
das
städtische Bürgertum
in einer Zeit der beginnenden
Industrialisierung
die Landschaft als Ort des Rückzugs
und der Erholung ansieht. Der Blick des Künstlers Mali wendet
sich liebevoll allem zu, was von den
gesellschaftlichen Veränderungen
überholt zu werden drohte. Eine Italienreise erweckt in
Christian Mali das Interesse an
Architekturmalerei. In Italien
entstand unter anderem 'Der Abend in Verona' (Neue Pinakothek
München) und 'Partie aus Venedig'. Seine Werke sind regelmäßig
in Stuttgarter Ausstellungen zu sehen, was zum einen an den
familiären Beziehungen, zum anderen an dem an Kunst
interessierten württembergischen
König Wilhelm I. liegt. Zwischen
1863 und 1865 ist Christian Mali in der 1861 von Pieter Francis
Peters und dem Maler Hermann Herdtle
gegründeten 'Permanenten Ausstellung' mit zehn Werken vertreten.
Die Heimat seiner Mutter durchstreift der Künstler während
seiner Besuche bei der Familie Peters. Dabei entstehen unter
anderem Ansichten von den Dörfern Köngen, Gablenberg, Möhringen,
Gaisburg und Mühlhausen. Besonders angezogen fühlt sich
Christian Mali von Esslingen, das er 1859 als Reiseziel
auswählt. Dort zeichnet er in der warmen Jahreszeit
Skizzenblätter, die er im Winter als Vorlage für seine Ölgemälde
benutzt.
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Wegkreuzung bei
Köngen, Skizze
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In München
kommt es 1860 zur ersten Begegnung mit dem auf Tierbilder
spezialisierten schwäbischen Landsmann Anton Braith (1836
- 1905), aus der sich eine Lebenspartnerschaft entwickelt. Beide
Maler sind Mitglieder der 'Münchener Schule', die mit
Pariser Weltausstellung im Jahre 1867 einen großen
Aufschwung nimmt, von dem auch die zeitweilig in Köngen lebende
Malerin Anna Peters in ihrem künstlerischen Schaffen profitiert.
Über Jahrzehnte hinweg sind zahlreiche Besuche der Familie
Peters bei Christian Mali und Anton Braith in deren Atelierhaus
in München, der so genannten Schwabenburg, bekannt. Auch
Gegenbesuche in Stuttgart und Köngen sind durch datierte Skizzen
Christian Malis belegt.
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Unter dem Einfluss von
Anton Braith wendet sich Christian Mali von der
Landschaftsmalerei
ab und malt fast ausschließlich
Tierbilder. Dazu gehören Bilder wie
'Die heimziehende Herde', 'Der verregnete Viehmarkt', 'Schafe
bei herannahendem Gewitter' und 'Schafe im Frühjahr'. Beide
Künstler werden durch ihre Kunst sehr populär und erhalten auf
zahlreichen Ausstellungen Goldmedaillen.
Prinzregent Luitpold,
ihr Freund und Gönner, verleiht ihnen den bayerischen
St.-Michaels-Orden. Vom
württembergischen König
erhalten sie den Friedrichsorden.
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Christian Mali stirbt 1.
Oktober 1906 in der Münchener Schwabenburg. Er wird an der Seite
des im Januar 1906 verstorbenen Freundes Anton Braith auf dem
Biberacher Stadtfriedhof
beigesetzt. Beide Künstler haben ihren
gesamten künstlerischen Nachlass und einen Großteil ihres großen
Vermögens der Stadt Biberach vermacht. Die
'Braith-Mali-Ateliers'
sind heute im gleichnamigen
Museum in Biberach
zu sehen, das die meisten der rund 50 Skizzenbücher,
Zeichnungen, Aquarelle und Gemälde Christian Malis, die im
Esslinger Stadtmuseum ausgestellt werden, beigesteuert hat. Die
detailgenauen Darstellungen erfreuen heute Liebhaber alter
Malerei wie stadtgeschichtlich Interessierte, Bauhistoriker wie
Landeskundler.
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Ausstellung des Köngener Malers Dietrich Müller anlässlich
seines 80. Geburtstags
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Eröffnung der Ausstellung
am Freitag, 25. Februar 2007, 19:30
Uhr in der Zehntscheuer Köngen mit Grußwort von Bürgermeister
Hans Weil und Würdigung des Lebenswerks von Dietrich Müller
durch Bernd Weigel, dem Vorsitzenden des Geschichts- und
Kulturvereins Köngen. Für die musikalische Begleitung sorgt der
Musiker und Poet Peter Straubinger.
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Die Ausstellung
ist geöffnet am
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Samstag, 24. Februar 2007, 11:00 -
18:00 Uhr
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Sonntag, 25. Februar 2007, 11:00 -
18:00 Uhr
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An beiden Tagen bewirtetet die
Begegnungsstätte Köngen die Besucher mit Kaffee, Kuchen und
Getränken.
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Dietrich Müller wurde am 12.10.1926 in
Stuttgart geboren und wuchs in Biberach auf. Schon in frühester
Jugend wird sein Maltalent entdeckt und er will Kunstlehrer
werden. Der Krieg macht ihm einen "Strich durch die Rechnung"
und er wird Kaufmann. Seiner Lebensgefährtin Gretel Klenner
zuliebe richtet er seinen Lebensmittelpunkt in Köngen ein.
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Das Malen ist und bleibt seine Passion. 1963 -
1964 absolviert er einige Semester im Fernstudium an einer
Kunstakademie in Paris. Sein Professor attestiert ihm "eine
Vitalität im realistischen Malen, die heute sehr rar geworden
ist".
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Bild von der Ulrichsbrücke (Lavierung)
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Köngen und die nähere Umgebung sind ein
wesentlicher Schwerpunkt seiner Skizzen, Aquarelle und
Acryl-Bilder. Seine Darstellungen der Vogtei, der Ulrichsbrücke,
der alten Mühle, der Peter- und Paulskirche und des nach fast
300 Jahren alten Aufzeichnungen "rekonstruierten" Schlosses
begeistern in ihren frischen Farben den Betrachter. Aber auch
seine Albmotive, Bilder von Tieren und Blumen sowie von seinen
Reisen im Mittelmeerraum, zeigen die außergewöhnliche
Schaffensbreite. Seine Skizzenbücher faszinieren immer wieder.
Dietrich Müller ist weit über Köngen hinaus bekannt und zeigt
seine Werke immer wieder in Ausstellungen.
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Ludwig Uhland - der Dichter unserer Heimat, sein Leben in
unruhigen Zeiten
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Lesung von Klaus Lerm, musikalisch umrahmt von der Musikschule
Köngen/Wendlingen unter der Leitung von Jörg Dobmeier
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Veranstaltung im
Rahmen der 19. Köngener Kulturtage
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Sonntag, 28. Januar
2007, 19:30 Uhr in der Zehntscheuer Köngen, Eintritt 8.- €
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Der schwäbische Dichter,
Literaturwissenschaftler, Rechtsanwalt und Politiker
Ludwig Uhland
wurde am 26. April 1787 in Tübingen geboren. Von 1802 bis 1808
studierte er Rechtswissenschaften und Philologie in seiner
Heimatstadt. Noch während seiner Studienzeit beschäftigt er sich
mit alter deutscher Literatur und Volkspoesie und stellt
zusammen mit seinem Freund Justinus Kerner dem
'Morgenblatt für gebildete Stände'
ein handgeschriebenes
'Sonntagsblatt für ungebildete
Stände' gegenüber.
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Ludwig Uhland
(1787 - 1862)
"Der Deutsche ehrt in allen Zeiten der
Fürsten heiligen Beruf doch liebt er, frei
einherzuschreiten und aufrecht, wie ihn Gott erschuf".
Antonius / Interfoto
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Nach einem Aufenthalt in
Paris (1810/11) war er Anwalt
und
Sekretär im Justizministerium
in Stuttgart. Von 1820 bis 1826 war Uhland als
Tübinger Abgeordneter im württembergischen
Landtag
und greift in dieser Funktion aktiv in den
Streit über die Landesverfassung ein. Im Jahr 1829 erhält er
eine Professur für deutsche Sprache
und Literatur an der Universität
Tübingen. Als er 1833 erneut in den Landtag gewählt wird, bittet
er
König Wilhelm I.
vergeblich um eine zeitweise Aufhebung seines Lehramts. Ein
Gesuch um Entlassung wird dagegen gewährt. Von 1833 bis 1838 ist
er liberaler Abgeordneter im Stuttgarter Parlament. In der
unruhigen Zeit der deutschen Revolution 1848/49 hat Uhland einen
Sitz in der Frankfurter Nationalversammlung.
1850 zieht er sich als Privatgelehrter nach Tübingen zurück. Als
er 1853 auf Betreiben
Alexander von Humboldts
den preußischen Orden "Pour le mèrite" verliehen bekommen soll,
lehnt er ihn mit dem Hinweis auf die Opfer staatlicher
Repression ab . Auch den bayerischen "Maximilianorden für
Wissenschaft und Kunst" nahm er nicht entgegen. Ludwig Uhland
starb am 13. November 1862.
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In seinen
lyrischen Gedichten
gelang es Ludwig Uhland, seiner leidenschaftslosen,
kernig-nüchternen Art entsprechend, Stimmungsbilder aus Natur
und Menschenleben von Freud und Leid, von Andacht und Wehmut,
von Wanderlust und Trennungsschmerz in schlichter und klarer
Form zu geben. Viele seiner Gedichte haben das Lebensgefühl der
Menschen seiner Zeit besonders deutlich getroffen. Dazu gehören
das Frühlingslied "Die linden Lüfte sind erwacht" und das Lied
"Ich hatt' einen Kameraden". Letzteres atmet den Geist der
verzweifelten politischen Depression, die während der Besetzung
Deutschlands durch die napoleonischen Truppen herrschte. In
seiner Innigkeit noch gesteigert durch die Melodie Friedrich
Silchers, wurde es zum traurigsten und berühmtesten aller
deutschen Soldatenlieder. Es kann auch heute noch zu Tränen
rühren.
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Die Stoffe zu seinen
schönen
Balladen
entnahm Uhland sowohl der deutschen und
romanischen Sagenwelt als auch historischen Ereignissen. So ist
zum Beispiel die "Schwäbische Kunde" in die Ereignisse der
Kreuzzüge eingebunden ("Als Kaiser Rotbart lobesam zum Heil'gen
Land gezogen kam ..). Bekannt sind heute noch die Balladen "Des
Sängers Fluch" und "Graf Eberhard der Rauschebart".
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Ludwig Uhland gehörte
politisch
zu der Gruppe der Altwürttemberger, die eine
Wiederherstellung der ständischen
Verfassung und damit jener Rechte
anstrebte, die König Friedrich von
Württemberg
beseitigt hatte. Die neue Verfassung
sollte als
Vertrag zwischen Fürst und Volk
beschlossen werden. In diesem Sinne strebte Uhland an, "das
Vertrauen und die Eintracht zwischen Volk und Herren" zur
Grundlage des neuen württembergischen Staates zu machen. Im
Februar 1816 gelang ihm jenes Gedicht, das nicht nur die
Altwürttemberger in ihrem Selbstbewusstsein stärkte:
„Wo je bei altem guten Wein der Württemberger zecht, da soll
der erste Trinkspruch sein: Das alte gute Recht!“ So beginnt
dieser elfstrophige poetische Trinkspruch, der schnell zum
Wahlspruch aller oppositionellen Württemberger avancierte und
der so eingängig geraten war, dass er an den politischen
Stammtischen des Landes selbst den säuerlichsten Trollinger zu
veredeln vermochte.
Ein Verfassungsentwurf, den König
Wilhelm I. im März 1817 vorlegte,
wurde im Landtag abgelehnt. Nach dem Scheitern der Verhandlungen
der Stände mit dem König schreibt Uhland in seinem Gedicht
"Nachruf":
"Ob einer im Palast geboren, in Fürstenwiege sei gewiegt, als
Herrscher wird ihm erst geschworen, wenn der Vertrag besiegelt
liegt". In einem anderen Gedicht beschreibt er sein dringendes
Verlangen nach einem "Recht, das uns Gesetze gibt, die keine
Willkür bricht, das offene Gerichte liebt und gültig Urteil
spricht". Im Frankfurter Parlament trat er als Vorkämpfer für
ein mit einem "Tropfen demokratischen Öles" gesalbtes deutsches
Kaisertum auf.
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In der Zeit als Professor
in Tübingen (1829 -1833) widmete sich Uhland der Erforschung der
deutschen und romanischen Sage und Dichtung im Mittelalter.
Dieser wissenschaftlichen Betätigung
verdanken wir wertvolle Arbeiten wie z.B. ein Essay über
"Walther von der Vogelweide" und die Sammlung "Alte hoch- und
niederdeutsche Volkslieder".
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"Für Gott und Ehemann" - Auf den Spuren württembergischer
Missionsbräute
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Vortrag von Frau Dr. phil. Dagmar Konrad, Tübingen
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Freitag, 12. Januar
2007. 19:30 Uhr in der Zehntscheuer Köngen, Eintritt 8.- €
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Dieser Vortrag ergänzt die Veranstaltung mit
Frau Prof. Dr. Köhle-Hezinger über 'Pietismus in Württemberg"
vom 10. November 2006 in idealer Weise.
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Missionsbräute waren
Frauen, die im 19. Jahrhundert einen Missionar heirateten, ohne
ihn vorher persönlich zu kennen. Sie stammten zum großen Teil
aus Württemberg und der Schweiz. Diese skurril anmutende
Heiratspraxis geht auf die Basler Mission zurück, eine der
größten protestantischen Missionsgesellschaften des 19.
Jahrhunderts, die in Indien, Afrika und China missionierte. Die
Missionare mussten ledig ausreisen und durften erst nach zwei
Jahren um Heiratserlaubnis bitten. Deshalb wurden ihnen Frauen
in die Missionsgebiete nachgeschickt. Spuren, die diese Frauen
hinterließen, sind Briefe, Tagebücher und Fotografien. Sie
beschreiben ein Stück wenig bekannter württembergischer
Frauengeschichte.
Was bewegte diese Frauen ihre Heimat und ihr
soziales Umfeld für immer zu verlassen? Wie gestaltete sich das
Heiratsprocedere? Wie sah das neue Leben auf der Missionsstation
aus? Im Vortrag wird diesen Fragen nachgegangen, das Leben der
historischen Frauen mit seinen Problemen und Schwierigkeiten
geschildert und die spezielle Heiratsgeschichte einer
Württemberger Missionsbraut vorgestellt, die aus Briefen und
Tagebüchern - subjektiven Quellen aus Privatbesitz -
rekonstruiert wurde.
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Frau Dr. Dagmar Konrad studierte Volkskunde
(Empirische Kulturwissenschaft) und Ethnologie in Tübingen und
promovierte bei Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger zum Thema
"Missionsbräute - Pietismus des 19. Jahrhunderts in der Basler
Mission" (ausgezeichnet mit dem Johannes-Brenz-Preis 2003 und
dem Barbara-Künkelin-Preis 2006).
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Dagmar Konrad
Missionsbräute
- Pietistinnen des 19. Jahrhunderts in der Basler
Mission
Waxmann Verlag. Münster / New York /
Berlin / München 2001
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Pietismus in Württemberg
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Vortrag von Frau Prof. Dr. Köhle-Hezinger
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Freitag, 10. November 2006, 19:30 Uhr in
der Zehntscheuer Köngen, Eintritt 8.- €
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In dem Vortrag der
bekannten Volkskundlerin Frau Prof.
Dr. Köhle-Hezinger werden die
Anfänge, die Entwicklung und Ausbreitung des Pietismus
sowie seine Auswirkung auf Land und Leute geschildert. Die
religiösen Ziele des Pietismus, das Suchen nach dem persönlichen
Gott, das Streben nach einem gottgefälligen Leben mit den
Auflagen, ebenso fleißig zu arbeiten wie zu sparen, schufen die
Grundlagen für die wirtschaftliche und geistige Entwicklung
Alt-Württembergs. Zum Wesen des württembergischen Pietismus
gehörte allerdings auch, dass man sich zur Freudlosigkeit fast
verpflichtet fühlte. Ausgelassenheit, selbst lautes Lachen war
bei vielen Pietisten verpönt. Vieles, was das Meinungsbild eines
Großteils der Bevölkerung über den Pietismus geprägt hat, beruht
jedoch auf Unwissenheit und Vorurteilen. Licht in dieses Dunkel
zu bringen, ist die Aufgabe, die sich Frau Dr. Köhle-Hezinger in
ihrem Vortrag gestellt hat.
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Prof. Dr.
Christel Köhle-Hezinger,
Pro-Dekanin der Philosophischen Fakultät an der
Friedrich-Schiller-Universität in Jena, Inhaberin des
Lehrstuhls für Volkskunde
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Frau Dr. Köhle-Hezinger ist Inhaberin des
Lehrstuhls für Volkskunde an der Friedrich-Schiller-Universität
in Jena. Gleichzeitig ist sie Pro-Dekanin der Philosophischen
Fakultät. Ihre zahlreichen Publikationen, wie zum Beispiel über
die Alltagsgeschichte, die Kultur im ländlichen Raum und die
Rolle der Frauen im Pietismus beweisen ihr großes Fachwissen.
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Verleihung des
Daniel-Pfisterer-Preises 2006 an
Prof. Dr. Dieter Planck
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22.01.2006 in der Zehntscheuer Köngen, Beginn: 19:00 Uhr
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Nach der Verleihung des
Daniel-Pfisterer-Preises
an den Landeshistoriker Prof. Dr. Otto Borst, den
Fossiliensammler und Hobby-Paläontologen Robert Flaig und den
Leiter der Musikschule Köngen/Wendlingen Jörg Dobmeier haben
Vorstand und Beirat des Geschichts- und Kulturvereins Köngen
einstimmig entschieden, diesen Preis für das Jahr 2006 an den
Präsidenten des Landesamtes für Denkmalpflege,
Prof. Dr. phil. Dieter Planck, für
seine Verdienste zur Erhaltung des römischen Köngen zu vergeben.
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Prof. Dr. Dieter
Planck,
Leiter des Landesamts für
Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart
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Dieter Planck wurde am
14. August 1944 in Rottenburg am Neckar geboren. Nach dem
Studium der Vor- und Frühgeschichte, der Alten Geschichte, der
Urgeschichte und der Klassischen Archäologie an den
Universitäten Tübingen und München promovierte er 1970 über das
römische Rottweil.
Seit 1. September 1970
steht Dieter Planck im Dienste der Landesregierung
Baden-Württemberg. Über das Referat Bodendenkmalpflege für den
Regierungsbezirk Nordwürttemberg und die Leitung der Abteilung
Archäologische Denkmalpflege des Landesdenkmalamts wurde er 1994
Präsident dieser Behörde. Seit der Verwaltungsreform der
Landesbehörden am 1. Januar 2005 ist Dieter Planck Präsident des
Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart.
Zahlreiche zusätzliche Ämter ergänzen das Wirken Dieter Plancks.
Sein Ziel ist stets die
Sicherung des kulturellen Erbes
Baden-Württembergs
auch für die nachfolgenden
Generationen. Zwei Beispiele seiner umfangreichen Tätigkeit
wollen wir herausgreifen.
Seit 1988 ist Prof. Dr.
Planck Vorsitzender der Gesellschaft
für Vor- und Frühgeschichte in Württemberg und Hohenzollern.
Die Gesellschaft hat ca. 3.600 Mitglieder und widmet sich den
Hinterlassenschaften der frühen Bewohner des Landes. Durch
Ausstellungsbesuche, Studienfahrten, Vorträge, Tagungen,
Kolloquien und Lehrgrabungen sowie aktuelle Informationen werden
die Mitglieder über die neuesten Entwicklungen
landesarchäologischer Forschung informiert. Darüber hinaus
engagiert sich die Gesellschaft bei der Organisation von
Ausstellungen. An den meisten dieser Aktivitäten ist
Dieter Planck "vor Ort" beteiligt.
Der Beschluss des
Welterbe-Komitees der UNESCO vom 15. Juli 2005 in Durban
(Südafrika), den
Obergermanisch-Raetischen Limes
mit seiner Gesamtlänge von 550 km als
Weltkulturerbe anzuerkennen, war für
das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg und dessen Leiter, Prof.
Dr. Dieter Planck, ein außerordentlicher Erfolg. Fünf Jahre
Vorbereitungszeit waren in den beteiligten Bundesländern
notwendig, bevor ein entsprechender Antrag an das
Welterbe-Komitee gestellt werden konnte. So mussten zum Beispiel
anhand alter Fundberichte sowie mit Hilfe moderner
Untersuchungsmethoden Ausdehnung und Lage der römischen
Strukturen im Erdreich bestimmt, beschrieben und kartiert
werden. Als Mitte 2003 die neu gegründete
Limeskommission
die nationale und internationale Koordination des Projekts
übernahm, wurde Dieter Planck deren Vorsitzender.
Besonders
würdigen wir die großen Verdienste Dieter Plancks um die
Erforschung der römischen Vergangenheit
Köngens. Als 27-jähriger Archäologe
wurde er 1971 vom damaligen Leiter des Staatlichen Amtes für
Bodendenkmalpflege Stuttgart, Dr. Zürn, zum ersten Mal nach
Köngen entsandt, um auf dem Gelände des ehemaligen römischen
Kastells und der ausgedehnten Zivilsiedlung in einer -
denkmalpflegerisch gesehen - verfahrenen Situation, rettend
einzugreifen. Ein Großteil der Fläche des Dorfes Grinario, wo
Römer und Kelten von 95 bis ca. 260 n. Chr. ihre Spuren
hinterlassen hatten, war zum Großteil überbaut und für die
Denkmalpflege verloren. Unter der Leitung Dieter Plancks wurden
zahlreiche Ausgrabungen vorgenommen und die Funde der breiten
Öffentlichkeit vorgestellt. Seinem großen Einsatz ist es
zu verdanken, dass das Kastellgelände als herausragendes
Kulturdenkmal anerkannt und 1974 wegen seiner besonderen
geschichtlichen und heimatkundlichen Bedeutung in das
Denkmalbuch Baden-Württemberg eingetragen wurde. So konnte das
Köngener Römerkastell als einziges Kastell am Neckarlimes vor
einer modernen Überbauung gerettet werden.
In den
Berichten der Fachpublikation
"Fundberichte aus Baden- Württemberg"
veröffentlichte Dieter Planck in den 70iger und 80iger Jahren
umfangreiche Dokumentationen über seine denkmalpflegerische
Tätigkeit in Köngen. Neben den Ausgrabungen in den Jahren 1972,
1977 und 1979 betreute er in diesem Zeitraum zahlreiche
Privatsammlungen in Köngen mit römischen Funden. Mit
unermüdlichem Engagement erschloss er diese reichhaltigen
Bestände aus der Römerzeit für die Forschung. Bis 1993 fanden
unter seiner Leitung immer wieder Ausgrabungen innerhalb des
Gebiets der Gemeinde Köngen statt.
Prof. Dr. Planck
unterstützte maßgeblich die
Konzeption des Römermuseums
als Teil des neuen Römerparks Köngen. Er
hob die Beteiligung des Schwäbischen Albvereins und der Gemeinde
Köngen an diesem Projekt hervor. Anlässlich der Eröffnung des
Römerparks und des Museums schrieb der damalige Präsident des
Landesdenkmalamts: "
Die Bildung
archäologischer Reservate, wie sie hier vom Schwäbischen
Albverein und der Gemeinde Köngen in vorbildlicher Weise
geschaffen wurden, sind beispielhafte denkmalpflegerische
Maßnahmen. "
Dieter Planck fühlt sich
immer mit Köngen verbunden. Nicht zu unterschätzen sind seine
Unterstützung und Fürsprache bei der
Sanierung des Köngener Schlosses,
das ebenso wie der Römerpark zur unverwechselbaren Identität
Köngens gehört. Ohne öffentliche Mittel wären weder Römerpark
noch Schlosssanierung möglich gewesen.
Prof. Dr. Plancks
denkmalpflegerische Verdienste für Köngen sind und bleiben in
der Gemeinde Köngen unvergessen. In Würdigung seiner
Verdienste um das historische Köngen wird Prof. Dr. Dieter
Planck der Daniel-Pfisterer-Preis 2006 verliehen.
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Olga - eine (vergessene) Königin für Württemberg
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Vortrag von Frau Prof. Dr. Köhle-Hezinger mit musikalischer
Umrahmung, Veranstaltung im Rahmen der Köngener Kulturtage in
Zusammenarbeit mit dem Geschichts- und Kulturverein
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Sonntag, 20. März 2005, 19:30 Uhr in der
Zehntscheuer Köngen, Eintritt 9.-
€
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Olga Nikolajewna,
Großfürstin von Russland, Königin von Württemberg,
*30. August 1822 in Sankt Petersburg,
† 30. Oktober 1892 in Schloss
Friedrichshafen/Bodensee. - Tochter des späteren Zaren
Nikolaus I. und seiner Gemahlin Alexandra Feodorowna,
geb. Prinzessin Charlotte von Preußen. - Ihr Großvater,
der ermordete Zar Paul I., war mit Prinzessin Sophie
Dorothee Auguste von Württemberg verheiratet.
Mütterlicherseits war sie Enkelin der preußischen
Königin Luise.
Bildquelle: Schlösser-Magazin 4/1997
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Der württembergische Kronprinz Karl, geboren
1823, hatte Olga 1846 in Palermo kennen und lieben
gelernt. Nach ihrer Hochzeit noch im selben Jahr in St.
Petersburg hielt das Paar am 23. September 1846 unter
begeisterter Teilnahme der Bevölkerung seinen feierlichen Einzug
in Stuttgart. Olga war nicht nur eine außerordentlich schöne,
sondern auch eine selbstsichere, intelligente und politisch
ehrgeizige Frau. Bis zur Thronbesteigung im Jahr 1864 wohnten
Karl und Olga zurückgezogen in der im Stil der italienischen
Spätrenaissance erbauten Villa Berg. Die besondere Liebe des
Kronprinzenpaars galt der Architektur, der Musik und der
Malerei.
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Bald nach ihrer Ankunft im Königreich
Württemberg engagierte sich Olga auf sozialem Gebiet. Seit 1864
Königin, unterstützte sie die Gründung sozialer Einrichtungen,
die teilweise heute noch in Stuttgart bestehen: das
"Olga-Kinderhospital" ("Olgäle"), das "Olga-Krankenhaus" und das
"Karl-Olga-Krankenhaus". Bestehende soziale Einrichtungen, wie
zum Beispiel für die Betreuung behinderter Menschen, wurden von
ihr ausgebaut. Ein besonderes Anliegen war der Königin die
Erziehung und Ausbildung der weiblichen Jugend. So übernahm sie
beispielsweise 1883 das Protektorat über die
"Frauenarbeitsschule des Schwäbischen Frauenvereins"
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Nach der Reichsgründung von 1871, gegen die
Olga angekämpft hatte, konnte sie sich, wie auch ihr Mann, nur
schwer mit der nun untergeordneten Rolle des Königreichs
Württemberg abfinden. Doch während Karl immer mehr resignierte,
bewahrte die Königin ihre Tatkraft und erhob ihre Stimme laut
und deutlich. Nicht ohne Grund machte gerade ihr Gegenspieler
Bismarck ihr das Kompliment: "Die Königin ist der einzige Mann
am Stuttgarter Hof".
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Überschattet war das Leben Olgas von ihrer
Kinderlosigkeit. Da sie sehr darunter litt, holte sie bereits
1863 mit Billigung Karls ihre damals neunjährige Nichte,
Großfürstin Wera Konstantinowa aus Russland, an den
württembergischen Hof. 1870 wurde Wera adoptiert. Die letzten
Lebensjahre der Königin waren durch einen Skandal und durch
schwere Krankheit geprägt. 1888 sorgte die homophile Neigung
ihres Ehemannes für Furore. König Karl hatte seinen
amerikanischen Freund zum Kammerherrn ernannt, ja sogar in den
Adelstand erhoben. Ende November musste sich der König aufgrund
öffentlicher Kritik von seinem Freund trennen.
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Im Jahr 1891 starb der
König und ein Jahr darauf folgte ihm Olga, "die Königin vom
Scheitel bis zur Sohle", wie eine ihrer Hofdamen die Wirkung
dieser eindrucksvollen, würdevollen Fürstin auf die Menschen
ihrer Umgebung beschrieb. Die Verstorbene wurde neben ihrem
Gemahl in der Gruft der Schlosskirche im Alten Schloss in
Stuttgart beigesetzt.
Über die
Regierungszeit König Karls von Württemberg
berichten wir auf einer anderen
Seite.
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Ein Aufstand in Württemberg - Der 'Arme Konrad' von 1514
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Vortrag
von Herrn Professor Dr. Hans-Martin Maurer, Stuttgart
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Freitag, 5.
November 2004, 19:30 Uhr in der Zehntscheuer Köngen, Eintritt
frei
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Ausgehend vom Remstal
erschütterte der 'Aufstand des armen Konrad' für kurze
Zeit die hierarchische Ordnung Württembergs.
Erbmarschall Konrad Thumb von Neuburg,
Ortsherr von Köngen und Landhofmeister des Herzogtums, war
maßgeblich an seiner Niederschlagung beteiligt. Der
Vortrag schildert sowohl die Beweggründe und Zielvorstellungen
der Aufständischen als auch den Verlauf der Auseinandersetzung
zwischen Obrigkeit und Bevölkerung. - Über den
'Aufstand des Armen Konrad' haben
wir eine eigene Internet-Seite erstellt. Wenn Sie daran
interessiert sind, klicken Sie bitte
hier!
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Illustration zu einem Reimgedicht über den Armen Konrad.
Entstanden im Frühjahr 1514.
Bildnachweis: Deutsches Landwirtschaftsmuseum
Hohenheim
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Herr
Professor Dr. Maurer
war Leiter des Hauptstaatsarchivs in
Stuttgart, ist Honorarprofessor für Geschichte an der
Universität Stuttgart und hat sich intensiv mit der Thematik
befasst.
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Wir haben auch einen
Grund zum Feiern: am 15. November
2004
jährt sich zum zehnten Mal die Gründung
unseres Vereins. Im Anschluss an den Vortrag laden wir zu einem
kleinen Empfang ein.
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Verleihung des
Daniel-Pfisterer-Preises 2004 an
Jörg Dobmeier
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25.01.2004 in der Zehntscheuer Köngen, Beginn: 19:00 Uhr
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Nach der Verleihung des
Daniel-Pfisterer-Preises
an den Landeshistoriker Prof. Dr. Otto Borst und an den
Fossiliensammler und Hobby-Paläontologen Robert Flaig haben
Vorstand und Beirat des Geschichts- und Kulturvereins Köngen
einstimmig entschieden, diesen Preis für das Jahr 2004 an den
weit über die Region hinaus bekannten Leiter der Musikschule
Köngen/Wendlingen
Jörg Dobmeier
zu vergeben.
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Jörg Dobmeier an einem seiner vielen
Arbeitsplätze
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Schon in jungen Jahren
hat sich Jörg Dobmeier der Musik verschrieben. Als Schüler am
Gymnasium in Kirchheim u. Teck komponierte er ein Konzert für
Klavier und Orchester, das dann bei der Einweihung eines neuen
Schulbaus mit großem Erfolg uraufgeführt wurde. Aufgrund seines
überwältigenden musikalischen Talents, seiner Fähigkeit zur
Organisation und seiner Bereitschaft, etwas auf die Beine zu
stellen, ergaben sich für ihn nach dem Abschluss seines
Studiums der Musik und der Germanistik in Stuttgart im
Februar 1982 fast von selbst neue Aufgabengebiete.
Während seiner Zeit als Referendar am
Gymnasium in Wendlingen, war er, so ganz nebenher, auch
Assistent im Fach Chorleitung an der Musikhochschule in
Stuttgart. Im März 1982 übernahm Jörg Dobmeier die damals noch
getrennten Musikschulen in Köngen und in Wendlingen. Die
übernommenen Tätigkeiten sollten sich in der Folgezeit noch
häufen! Von 1982 bis 1985 war er Leiter des Studentenchors
"Kurrende" in Tübingen. Seit 1984 ist er Lehrbeauftragter für
Chorleitung und Schlagtechnik an der Musikhochschule in
Stuttgart, seit 1985 Dirigent von Chor und Orchester des
Oratorienvereins Esslingen.
1993 übernahm Jörg Dobmeier die Leitung der
fusionierten Musikschulen von Köngen und Wendlingen. Die
Musikschule Köngen/Wendlingen genießt mit seinen heute 1050
Schülern dank seiner Arbeit und der von 35 hervorragenden
Lehrkräften einen weit über die Grenzen der Region hinaus
reichenden glänzenden Ruf. Wer eines der zahlreichen Konzerte,
sowohl auf dem klassischen Sektor als auch auf dem Gebiet der
Unterhaltung, besucht hat, ist restlos begeistert. Im
"Podium der junger Künstler' haben sich Solisten für
verschiedene Instrumente zusammengefunden, die eigene
Konzerte veranstalten. Der Erfolg der Musikschule lässt sich
auch messen: viele der Schülerinnen und Schüler wurden mit
nationalen und internationalen Preisen bedacht!
Es ist kaum glaublich, dass bei den vielen
Aktivitäten Dobmaiers noch Zeit zum Komponieren blieb und
bleibt. Seine Musical-Kompositionen "Die Kiste" (1988 anlässlich
der Einweihung der neuen Stadtmitte Wendlingen aufgeführt),
"Zeit für Clowns" (1995) und "Der Zaubervogel"(2001) wurden mit
großem Erfolg auch außerhalb der Region aufgeführt. Unter der
"großen Regie" von Jörg Dobmeier werden den Schülerinnen und
Schülern der Musikschule die Organisation und die
Ausstattung der Musicals und anderen abendfüllenden
Veranstaltungen weitgehend überlassen. An der Erstellung
von Kostümen und Kulissen wirken auch die Lehrkräfte mit!
Bei Jörg Dobmeier verbindet sich großes
musikalisches Talent mit der Fähigkeit zur umsichtigen
Konzeption, Koordination und Abwicklung umfangreicher
Musikveranstaltungen. Darüber hinaus kann er Kinder und
Jugendliche für das Musizieren und das Singen begeistern und
Jung und Alt zu erfolgreichen Auftritten vereinen, überaus
schätzenswerte Eigenschaften. Ohne die Unterstützung seiner
Gattin Ingeburg, Gesangslehrerin an der Musikschule, wäre ein
derartiges Engagement im Dienste der Musik und damit der Kultur
gar nicht möglich! Seine Töchter Ulrike und Christine, die
bereits ein außergewöhnliches musikalisches Niveau erreicht
haben, wirken tatkräftig und spürbarer Freude an den
Veranstaltungen der Musikschule mit. Beide wurden schon mit
vielen Musikpreisen ausgezeichnet.
Der Geschichts- und Kulturverein Köngen e.V.
freut sich, die Leistung von Jörg Dobmaier mit der Verleihung
des Daniel-Pfisterer-Preises 2004 würdigen zu können. Bereits
der Namensgeber für den Preis, der Pfarrer, Maler und Poet
Daniel Pfisterer, der von 1699 bis 1728 in Köngen lebte, hat das
Wesen der Musik erkannt. In seinem farbenprächtigen Bilder- und
Gedichtbuch malt er unter vielem anderen auch einen Pfarrer, der
vier Schüler im Gesang unterrichtet. Dazu dichtet er:
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"Die Vögel singen schön, schön klingen
auch die Saiten, Doch wollt vor allen sich Gott selbst
ein Lob bereiten,
Auß deren Kinder Mund, die noch ein reines Hertz
Besitzen ohne falsch, das steiget Himmelwerts."
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Dieses Gedicht ist wohl ganz im Sinne
Jörg Dobmeiers!
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Archiv der 2002 und 2003 durchgeführten Veranstaltungen
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Herzog Ulrich von Württemberg und Hans von Hutten
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Politische Folgen eines Mordfalles
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Vortrag am Freitag, 31.10.2003,
20:00 Uhr in der Zehntscheuer Köngen
Eintrittskarten zum Preis von
4,50 Euro an der Abendkasse
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Der Vortrag befasst sich
mit dem Mord Herzog Ulrichs von
Württemberg an seinem Stallmeister
Hans von Hutten und der Bedeutung
dieser Tat für die württembergische Geschichte.
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Herzog Ulrich von
Württemberg (1487-1550)
Bildquelle: Landesmedienzentrum
Baden-Württemberg
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Vortragender ist
Georg-Wilhelm Hanna,
M.A. aus Bad Soden-Salmünster, der viele Jahre Leiter der
Heimatstelle/Kreisarchivs des Main-Kinzig-Kreises war und nach
seinem Ausscheiden aus dem Berufsleben an der
Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt studierte. Die
wesentlichen Inhalte und die neuesten Erkenntnisse seiner
Magisterarbeit trägt Herr Hanna, der seit langem mit der
Geschichte der Familie von Hutten beschäftigt, an diesem Abend
vor.
Hintergrund des Mordes
war eine zwar geleugnete, aber offensichtliche Liebesaffäre des
Herzogs mit der Gattin Hans von Huttens,
Ursula, der Tochter des Köngener
Ortsherrn, Erbmarschall Konrad Thumb
von Neuburg. Die Ermordung Hans von
Huttens sorgte, zusammen mit anderen Ereignissen, für größte
politische Unruhen. Der Humanist und Dichter
Ulrich von Hutten, ein Verwandter
des Ermordeten, brandmarkte die Schandtat des Herzogs in
Flugschriften im ganzen Reich. Der Leichnam Hans von Huttens
ruhte vier Jahre in der
Köngener Peter- und Paulskirche,
bis er schließlich in seine Heimat überführt wurde.
Die über 200 Seite starke und sehr lesenswerte
Magisterarbeit mit umfangreichem Quellenverzeichnis,
Abbildungen, Stamm- und Zeittafeln sowie Quellenanhang wird vom
Geschichts- und Kulturverein als Broschüre herausgegeben und an
diesem Abend zum Verkauf angeboten (Kaufpreis € 16,--).
An dieser Stelle möchten
wir auf unsere eigenen Beschreibungen des oben genannten Themas
auf den
vorliegenden Internetseiten
hinweisen. Einen Überblick über die Regierungszeit Ulrichs von
Württemberg können Sie auf den Seiten
'Schwaben 1400 - 1520' und
'Württemberg 1520 - 1618'
gewinnen.
Auch ein aus verschiedenen Quellen
zusammen getragener Bericht über den
'Mord im Böblinger Wald'
befindet sich unseren diesen
Seiten.
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August Macke und die Rheinischen Expressionisten
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in Verbindung mit der
Volkshochschule Köngen
16.3.03,
11:00 - 12:00 Uhr, Treffpunkt im Eingangsbereich der Kunsthalle
Tübingen (1/4 Stunde vorher)
Anmeldung unter Telefon 07024 /
468248 (Frau Dörr)
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Die Kunsthalle Tübingen
zeigt rund 170 Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen von August
Macke (1887 - 1914) und anderen Rheinischen Expressionisten.
Im Rheinland hatte sich
um 1909 eine eigenständige Variante des Expressionismus
herausgebildet, dessen Nähe zu dem französischen Malstil dieser
Zeit nicht zu übersehen ist. August Macke war es im Sommer 1913
gelungen, die Künstler und Künstlerinnen der rheinischen Moderne
zusammenzuführen und zu einer gemeinsamen Ausstellung in
Bonn zu bewegen. Ein großer Teil dieser legendären
"Ausstellung Rheinischer Expressionisten"
kann in der Kunsthalle Tübingen betrachtet werden.
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August Macke
(1887 - 1914)
Selbstbildnis, 1906
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August Macke war ständig
auf der Suche nach neuen Möglichkeiten malerischen Ausdrucks.
Auf seinen vielen Reisen suchte er die Begegnung mit anderen
Malern. Im Alter von zwanzig Jahren lernte er den französischen
Maler
Henri Matisse
kennen. Besonders beeindruckt war er von dessen Fähigkeit, den
Raum nicht durch Perspektive, sondern durch farbige Kontraste
harmonisch zu gestalten. Bilder und Zeichnungen von
Franz Marc, mit dem er
freundschaftlich verbunden war, gaben ihm weitere Impulse für
sein eigenes Werk. Auch die Bilder von
Paul Cézanne
mit den klar abgegrenzten
Farbflächen bestimmten seinen künstlerischen Weg.
August Macke schildert
das Dasein in einer nahezu paradiesischen Heiterkeit und
Leichtigkeit. Im Jahr 1912 lernt August Macke in Paris den mit
ihm wesensverwandten Maler
Robert Delaunay
kennen. Durch diese Begegnung findet er zu
strahlend-leuchtenden Farben, die er auf seine Stillleben,
Figurenbildungen und Landschaften übertrug.
Im Herbst 1913 siedelte
Macke mit seiner Familie in die Schweiz über. Innerhalb von acht
Monaten entstanden dort zahlreiche Bilder, in denen die
Eindrücke und Anregungen vieler Künstler in seinen eigenen
unverwechselbaren Stil eingingen. Im Gegensatz zu Franz Marc,
der den Menschen aus seiner Bilderwelt ausschaltete, blieb
August Macke in Verbindung mit Natur und Mensch. Menschen und
Dinge sind von weichen Umrissen umzogen und immer ist es die
Farbe, die den Aufbau des Bildes bestimmt. Auf seiner
zweiwöchigen Reise nach Tunis im April 1914, die er zusammen mit
Paul Klee
und
Louis Moilliet unternahm, erreichte
er nochmals eine Steigerung seiner Ausdruckskunst. In den Tagen
fast rauschhaften Malens entstanden Aquarelle, die jene
"Seligkeit der Farben"
ausstrahlen, die August Macke immer gesucht hatte.
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August Macke
Kinder im Garten, 1912
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Ende Juli 1914 begann August Macke sein
letztes Bild, die große Komposition einer Straße mit vielen
Menschen in der Dämmerung. Statt blühender Farben verwendet er
Grau, Fahlrosa und Schwarz. Er nannte es "Abschied". Am 26.
September 1914 fiel er, nur einen Monat nach Kriegsausbruch,
im Alter von 27 Jahren in der Champagne. In den wenigen
Lebensjahren, die ihm vergönnt waren, hat er ein künstlerisch in
sich geschlossenes Werk von unvergleichlicher Dichte und
Intensität geschaffen.
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200 Jahre Wilhelm Hauff
Lichtenstein - sein historischer Roman und eine wieder entdeckte
Oper
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Samstag, 25.01.2003, 19:30 Uhr
in der Zehntscheuer Köngen
Eintrittskarten zum Preis von 8
Euro / 6 Euro für Schüler / Studenten sind an der Pforte
des Köngener Rathauses, in der Ortsbücherei oder an der
Abendkasse zu erhalten.
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An diesem Abend dreht
sich alles um Wilhelm Hauff, der am 29.11.2002 zweihundert Jahre
alt geworden wäre. Ferdinand Schaller, Vorsitzender des Vereins
'Geschichtsstube Wernau', berichtet über das Leben, das
Gesamtwerk und die Bedeutung dieses großen schwäbischen Dichters
der Spätromantik. Im Mittelpunkt seines Vortrags steht Hauffs
historischer Roman 'Lichtenstein'. Ein weiterer Höhepunkt der
Veranstaltung ist die Wiedergabe von Ouvertüre und Arien der im
Jahr 1846 am Stuttgarter Hoftheater uraufgeführten gleichnamigen
Oper des Komponisten Peter von Lindpaintner. Dieser musikalische
Teil wird von Jörg Dobmeier und der vom ihm geleiteten
'Musikschule Köngen / Wendlingen' durchgeführt. In einer kleinen
Ausstellung werden sehenswerte Exemplare der insgesamt über 150
unterschiedlichen Ausgaben des Romans 'Lichtenstein' gezeigt.
Das Fazit (in Anlehnung an einen bekannten Liedertext):
Kommet zu Hauff!
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Wilhelm Hauff
(1802 - 1827)
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Seine Märchen erfreuen
bis heute Kinderherzen, doch Wilhelm Hauff ist nicht nur der
Vater von "Zwerg Nase", "Kalif Storch" und "Das Kalte Herz",
sondern auch der Verfasser von lesenswerten Gedichten,
Erzählungen und Romanen.
In seinen
Erzählungen
verbindet Hauff romantisch-phantastische Elemente mit
realistischen und und zeitkritischen (z.B. "Jud Süß") sowie
satirischen Zügen (z.B. "Der Mann im Mond"). Er erzählt vom
Teufel und vom Orient, vom Wert des Träumens, vom
Gespenstischen, aber auch vom Zauberhaften im Leben. Nie machte
Wilhelm Hauff ein Hehl daraus, dass er, um wirtschaftlich
überleben zu können, auch literarischen Moden und dem
Zeitgeschmack folgte. Dazu gehörte auch der
historische Roman, zu dem er sich
durch den erfolgreichen englischen Schriftsteller Walter Scott
inspirieren ließ.
Wilhelm Hauff erzielte
seinen größten literarischen Erfolg mit seinem 1826 erschienenen
historischen Roman 'Lichtenstein'. Meisterhaft
und spannend erzählt er in diesem Buch ein Stück deutscher
Geschichte. Der Roman führt in eine Zeit, als in Württemberg der
unduldsame und verschwenderische
Herzog Ulrich regierte. Habgierig
darauf bedacht, sich neue Finanzquellen zu erschließen,
versuchte er im Jahr 1519 die wohlhabende Reichsstadt Reutlingen
zu unterwerfen. Für den
'Schwäbischen Städtebund' war dies
der Anlass, sich des rabiaten Herzogs zu entledigen. Hauff
schildert in dem Roman 'Lichtenstein' den Kampf Herzog Ulrichs
gegen die Truppen dieses Bundes. Eingeflochten in diese
Geschichtsdarstellung hat Wilhelm Hauff eine
phantasiereiche Erzählung, in welcher der Herzog, von Feinden
umringt, mit seinem Pferd von der
Köngener Brücke in die Fluten des
Neckars springt und entkommt. Mit Erscheinen des Romans
'Lichtenstein' bekam die von Heinrich Schickhardt in
den Jahren 1600 bis 1603 erbaute Brücke den Namen
'Ulrichsbrücke'.
Der Roman 'Lichtenstein' wurde in ganz
Deutschland mit großer Begeisterung aufgenommen. Herzog Wilhelm
von Urach wurde sogar dazu inspiriert, 1840/41 hoch über dem Tal
der Echaz am Rande der Schwäbischen Alb nach den Beschreibungen
Hauffs die romantische Ritterburg 'Schloss Lichtenstein' erbauen
zu lassen.
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Schloss Lichtenstein
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Hauff selbst hat die Burg, die bis heute ein
beliebtes Touristenziel ist, nie gesehen, denn er starb, noch
keine fünfundzwanzig Jahre alt und wenige Monate nach seiner
Heirat, im Jahr 1827 an einer 'Influenza'. Einem Freunde
hinterließ er den Satz "Freund, die Tage werden gewogen, nicht
gezählt!". Seine Zeitgenossen lobten ihn als "wahres Genie", und
beklagten seinen Tod als "reichen Frühling, dem kein Herbst
gegeben". Gottfried Keller (1819 - 1890) schreibt etwas später:
"Hauff scheint mir ein wahres Genie, ein Dichter zu sein. Er hat
jenen einfachen, naiven Stil, der an Goethe so hinreißt".
Es ist kaum vorstellbar, was Wilhelm Hauff
während seiner kurzen Lebenszeit geleistet hat. Als Gustav
Schwab drei Jahre nach Hauffs Tod begann, dessen 'Sämtliche
Schriften' herauszugeben, benötigte er 36 Bände.
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Besuch der Ausstellung
'Edouard Manet und die Impressionisten' in der Staatsgalerie
Stuttgart
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in Verbindung mit der
Volkshochschule Köngen
13.10.02,
10:30 - 11:30 Uhr und 24.11.02, 10:45 - 11:45 Uhr,
Treffpunkt im Eingangsbereich der Staatsgalerie (1/4 Stunde
vorher)
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Edouard Manet
(1832 - 1883) gilt als einer der bedeutendsten Erneuerer der
Malerei und als Wegbereiter des
Impressionismus. Die erste
umfassende Manet-Ausstellung in Deutschland bietet einen
Überblick über das facettenreiche Werk dieses französischen
Künstlers. Daneben werden auch Bilder anderer namhafter
Vertreter der neuen Malschule - Monet, Renoir, Degas, Morisot,
Sisley, Pissarro, Caillebotte - gezeigt.
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Edouard Manet (1832 - 1883)
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In den sechziger und
siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts sorgte die
revolutionär skizzenhafte Malweise
Manets für öffentliches Aufsehen, stellte sie doch eine
offenkundige Auseinandersetzung mit der Maltradition dar. Mit
seiner neuen, freieren Malweise wurde er zum Vorbild der jungen
Künstlergeneration. Die akademische Strenge der Komposition
eines Bildes im Atelier wurde zugunsten der
unmittelbaren Studie vor dem Motiv
aufgegeben. Damit änderte sich auch der Gegenstand der Bilder:
Statt der Darstellung von Vergangenheitssehnsucht und Mythos
wandte man sich der absoluten
Gegenwart zu, irgendeinem
Ausschnitt aus der geschauten Natur.
Auf nachvollziehbare Gedankengänge wird weitgehend verzichtet -
es wird nur das
gerade Gesehene
gemalt. Die Motive werden aus allen Lebensbereichen
herausgegriffen. Da die Impressionisten meist aus dem gehobenen
Bürgerstand stammten, interessierten sie sich wenig oder gar
nicht für die politischen, sozialen und kirchlichen Probleme der
damaligen Zeit.
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Der Mensch in der
Landschaft ist ein Thema, um das sich alle großen Maler
immer wieder mühen. Im Jahr 1863 stellt Manet das Bild
"Frühstück im Freien"
aus, zu dem ihn Raffaels "Urteil des Paris" angeregt
hat. Aus den mythologischen Gestalten machte er jedoch
Menschen seiner Zeit. Statt einer Göttin malt Manet ein
Pariser Mädchen, nackt in der Gesellschaft von zwei
modisch gekleideten Männern. Umgeben sind die Figuren
von einer Waldkulisse. - Der Skandal war nahezu perfekt,
die Urteile waren vernichtend. Manet malt auf seine Art
weiter.
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Mit den meisten der
jüngeren Künstler war er eng befreundet. In seiner
ersten Schaffensphase
malte Manet in überwiegend dunklen Tönen mit starken
Kontrasten.
Den
stilistischen Wendepunkt
kennzeichnet das Jahr 1874, als Manet in enger Zusammenarbeit
mit Monet und Renoir in Argenteuil seine
Freilichtporträts
malte. Das Licht, der wechselnde
Eindruck des Geschauten im Wechsel der atmosphärischen Stimmung
wird nun zum eigentlichen Thema der Malerei. Der
reine Eindruck wird mit sensiblen,
flüchtig tupfenden oder strichelnden Pinselstrichen eingefangen.
Die erste Impression bzw. das die Figuren umhüllende Licht wird
ins Zentrum gestellt. Die Konzentration auf die Lichtwirkung
führte dazu, dass die Impressionisten die Umrissformen der
Objekte gezielt verwischten. Auch die Farbigkeit der Schatten
werden herausgestellt.
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Edouard Manet: "Die Familie Monet im
Garten in Argenteuil", 1874 (Ausschnitt)
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Edouard Manet nimmt
innerhalb der Impressionisten eine besondere Stellung ein. Da er
die impressionistische Technik der Komplementärkontraste nicht
anwandte, strahlen seine Bilder eine
farbige Helligkeit
von großer Intensität aus. Im Zentrum seines künstlerischen
Anliegen steht die Erfassung der
menschlichen Figur
statt der atmosphärischen
Landschaft.
Seit frühester Jugend ist Manet ein
unermüdlicher Arbeiter. Er verbraucht bis zu vierzig Leinwände
für ein Bild, bis es Gnade vor seinem Urteil findet. Sein Motto
war: "Nur eine Sache ist richtig: im ersten Anlauf zu machen,
was man sieht. Gelingt es, so ist es gut. Gelingt es nicht, so
fängt man wieder von vorne an. Alles andere ist Schwindel."
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Besuch von Schloss Hohenheim
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12.10.2002.
Abfahrt 13:15 Uhr Parkplatz Rathaus Köngen.
Fahrgemeinschaften
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Herzog Carl Eugen von
Württemberg
(1744-1793) schenkte im Jahr 1772 seiner Mätresse und späteren
zweiten Gemahlin Franziska von
Leutrum
das Schloss- und Landgut Hohenheim und begann mit dem Ausbau des
alten kleinen Wasserschlosses und der Gartenanlagen.
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Schloss Hohenheim
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Dem Schloss nach Norden vorgelagert, entstanden
zwei zweigeschossige Flügelbauten,
von denen der eine, der Kabinetts-
oder Meiereiflügel
(später Museumsflügel) für den Gutsverwalter bestimmt war,
während der andere, der Kavaliersbau
(heute Speisemeisterei), der Aufnahme von Repräsentationsräumen
und der relativ bescheidenen Wohn- und Schlafzimmer Carl Eugens
und Franziskas diente. Der Herzog und die im Jahre 1774 zur
Reichsgräfin von Hohenheim
erhobene Franziska lebten in ihrem neuen Domizil im Stil
einer Gutsherrschaft. Carl Eugen plante, in Hohenheim einen
landwirtschaftlichen Musterbetrieb aufzubauen.
Im Jahr 1776 wird die Sommerresidenz
des Herzogs vom Schloss Solitude nach Hohenheim verlegt. Im
gleichen Jahr beginnen Carl Eugen und Franziska auf dem Gelände
des Schlossguts mit der Gestaltung des „Dörfles“,
dem berühmten Englischen Garten mit über sechzig teilweise
„antiken“ Bauwerken, bei denen das Rathaus ebenso wenig fehlte
wie ein Wirtshaus, eine Meierei oder eine Köhlerhütte.
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Victor
Heideloff, (Architekt, Mitstudent und Freund Friedrich
Schillers):
Die drey Säulen des donnernden
Jupiters in Hohenheim, 1800
- eines der antiken Bauwerke im
"Dörfle" -
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An besonderen Tagen, wie etwa am Geburtstag des Herrschers,
hatten die Schüler der ‚Hohen
Carlsschule’
die Szenerie zu beleben. „Ländliche Einfachheit und versunkene
städtische Herrlichkeit“, so
Friedrich Schiller,
standen als Idee hinter der Erbauung der fiktiven Ortschaft. Die
Häufigkeit der Attraktionen, die den Besuchern ständig
wechselnde Sinneseindrücke vermittelten, spiegeln jedoch eher
den Geschmack des Rokoko
als empfindsames Landleben. Das
Tagebuch der Franziska
vermittelt, dass sie und der Herzog aktiv an der Gestaltung des
Gartens beteiligt waren. Der Eintrag vom 8. Juni lautet:
„....der herzog gaben audientz u. sonsten geng nichts
sonderliches vor, auch säde ich im Dörfle Salad u. der Herzog
rechneden
in hinein“ [Originaltext].
Auch der
Gutshof
wird nun weiter ausgebaut. An den eigentlichen Schlosshof, der
nach Norden von den Flügelbauten, im Süden von dem alten
Schlösschen umgeben wurde, schlossen sich
zwei
Wirtschaftshöfe
an. Im Westhof
waren die Ställe für die Pferde, der Marstall und das Reithaus
untergebracht. Der Osthof
diente dem landwirtschaftlichen Betrieb.
Im Jahre 1782 beschließt Herzog Carl Eugen, über die bisherigen
Baumaßnahmen hinaus, sich in Hohenheim ein weitläufiges Schloss
als
repräsentative Hauptresidenz
zu bauen. Angeregt zu diesem Bau hat ihn wohl der Besuch des
russischen Thronfolgerpaars. Unter der Leitung des
Hofarchitekten F. H. Fischer wurde als südlicher Abschluss des
Westhofs das Reithaus
gebaut. Beim
Osthof entstand die Orangerie.
An die Orangerie schloss sich der Wintergarten, an das Reithaus
Gewächshäuser an.
Franziska wird 1784 Gemahlin
des Herzogs.
Die fromme und karitativ wirkende Frau genießt heute noch in
Württemberg einen guten Ruf. Aus ihrem Tagebuch spricht
Bescheidenheit und große Heiterkeit. Ein Eintrag in ihr
Tagebuch
lautet: „Hohenheim, d. 26. Sep. Dinstag 1780. Heide wahr man die
mereste Zeidt im Dörfle, ich kochde ein Zwetschgen geseltz in
meiner Kleinen Küch(...)." [Originaltext].
Franziska
von Hohenheim wird zugeschrieben, dass sie den unberechenbaren,
verschwendungssüchtigen
und absolutistisch regierenden Carl
Eugen in einen
fürsorglichen Landesvater
verwandelte. Der Herzog scheint seine Franziska wirklich gern
gehabt zu haben; im Jahr 1786 schreibt er aus Kirchheim:
„Herzallerliebstes Franzele! ...schönstes Weible! Das
Wichtigste: Hast Du mich auch gern? ...Ja, mein Franzele ist mir
immer vor Augen. Adieu, Engel! Ich küsse Dich tausendmal in
Gedanken und bin von ganzem Herzen Dein bis in den Tod. Der
regierenden Herzogin, meiner allerliebsten Frau in Stuttgart.“
Am 24. Juni 1785 wird der Grundstein für den
eigentlichen Schlossbau
gelegt. Das alte kleine Wasserschloss wird nun abgerissen. Im
Bereich des noch vorhandenen Wassergrabens wurde das Schloss so
untermauert, dass im Untergeschoss ein Raumgefüge aus
Tonnengewölben entstand. Da für die meisten Räume kein Bedarf
bestand, wurden sie mit Erdaushub und Abbruchmaterial
aufgefüllt. Bereits 1786 ist der
östliche Schlossflügel
fertig,
die Kuppel mit dem Belvedere auf dem Mittelbau eingedeckt. Die
ersten Räume werden nun durch das Carl Eugen und Franziska
benutzt. Eine umfangreiche Gemäldegalerie mit Bildern aus
Ludwigsburg wird eingerichtet.
In den Jahren 1787 bis 1789 wird der
westliche Schlossflügel
gebaut, doch dann stockt der Innenausbau. Als Herzog Carl Eugen
am 24.10.1793 starb, hatte die nicht mehr ganz zeitgemäße
spätbarocke Anlage die außergewöhnliche Ausdehnung von 570
Metern, war jedoch noch nicht vollendet. Bei der vorhandenen
Innenausstattung finden sich
frühklassizistische Wanddekore,
die eher der damals neuen Stilrichtung entsprachen. Im
Mittelbau
war nur ein Raum, der heutige ‚Blaue Saal“, bezugsfertig. In dem
Raum, der als Schlafzimmer des Herzogs vorgesehen war, stand
lediglich ein Ofen.
Der neue Landesherr,
Herzog Ludwig Eugen,
zeigt kein Interesse am Hohenheimer Schloss. Unter seinem
Nachfolger, Herzog Friedrich Eugen,
kommt es noch zu kleinen Abänderungen des bestehenden Baus. Als
dieser im Jahr 1797 stirbt, ist Hohenheims
fürstliche Zeit vorüber. Für den
Unterhalt von Schloss und Gartenanlagen werden nur noch geringe
Mittel zur Verfügung gestellt – der Verfall beginnt.
Erst
König Wilhelm I. von Württemberg und
seine Frau
Königin Katharina
retteten die Anlage, als sie 1818 im Schloss eine
"Landwirtschaftliche Unterrichts- und Versuchsanstalt"
einrichteten. Sie wurde 1847 zur Akademie erhoben und ist
Vorgängerin der noch heute in Schloss Hohenheim residierenden
Universität Hohenheim.
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Besuch des Klosters in
Lorch
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01.06.2002. Abfahrt
13:00 am Rathaus Köngen
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Herzog Friedrich von Schwaben
(1047 – 1105) und seine Frau
Agnes von Waiblingen,
die Tochter von
Kaiser Heinrich IV.,
haben im Jahr 1102 auf einem Höhenzug über dem Dorf Lorch ein
kurz vorher gegründetes Benediktinerkloster dem Papst übertragen
und dafür die Garantie erhalten, es als
Grablege für das Geschlecht der Staufer
benutzen zu können. In der Gründungsurkunde heißt es, das
Kloster solle dem Seelenheil der Glieder des staufischen Hauses
dienen.
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Kloster Lorch
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Im Jahr 2002 jährt sich diese Schenkung zum 900. Mal.
Das Jubiläum wird ab dem 29. April mit einer großen
Sonderausstellung und einem vielseitigen Veranstaltungsprogramm
im neu restaurierten Kloster gefeiert.
Im Zentrum der Ausstellung steht die reizvolle,
spätmittelalterlich geprägte Klosteranlage mit Kirche, Kreuzgang
und Wirtschaftsgebäuden, umgeben von einer noch vollständig
erhaltenen Ringmauer. Ein Rundgang durch die Klosteranlage weist
auf die Spuren der Geschichte hin und lädt die Besucher zu
eigenen Entdeckungen ein. Viele Exponate zeugen von der langen
Klostergeschichte. Im Kapitelsaal des Klosters hat der Maler
Hans Kloss ein sehenswertes Kolossalgemälde von ca. 30 m Länge
und 4,50 m Höhe über Ereignisse der staufischen Geschichte
erstellt.
Hier ein kurzer Überblick über die
Klostergeschichte:
Herzog
Friedrich I. von Schwaben (1047 –
1105) trug als treuer Parteigänger von
Kaiser Heinrich IV. mit seinen
Hausgütern dazu bei, dessen Stellung zu festigen. Das Amt des
Herzogs, das ihm 1079 übertragen worden war, brachte ihm eine
große Machtposition und verschiedene Vorrechte. Als 1098 auch
die Papstpartei seinen Herrschaftsanspruch anerkannte, konnte er
seinen Machtbereich durch kluge Territorialpolitik weiter
ausbauen. Als er 1105 starb, wurde er noch in der Stiftskirche
in Lorch beerdigt. Erst als die erste Bauphase der
Klosterkirche, einer dreischiffigen Pfeilerbasilika, um das Jahr
1140 abgeschlossen war , verlegt
König Konrad III. seine Ahnen in die
neue Grablege.
Zu den Toten, die in das Kloster überführt
wurden,
gehörten neben Herzog Friedrich I.
von Schwaben auch sein 1103 verstorbener
Bruder Walther und die Mutter von Kaiser
Friedrich I. Barbarossa (Irene von Bayern, gest. um 1135).
Der 1150 im Alter von 14 Jahren
verstorbene Heinrich von Staufen, der Sohn König Konrads III.
und seiner Frau Gertrud ist der einzige König, der in der
Klosterkirche beerdigt wurde. Zu den bekanntesten Toten, die in
der Klosteranlage begraben wurden, zählt
Irene (Eirene), die Tochter des Kaisers von Byzanz.
Der Minnesänger Walther von der Vogelweide hat sie so besungen:
„die hochgeborene Königin,
die Rose ohne Dornen, die Taube ohne
Galle“. Ihr Mann,
König Philipp von Schwaben, der 1208
von Otto von Wittelsbach ermordet wurde, ist in der Krypta des
Speyrer Doms begraben.
Unter Friedrich
I. Barbarossa (1125 – 1190) und
Heinrich VI.
(1165 – 1197) erreichten die Staufer den Höhepunkt ihrer Macht.
Der letzte glanzvolle Staufer war
Friedrich II.
(1194 – 1250).
Mit der Verlagerung ihres politischen
Zentrums nach Sizilien, das den Staufern durch die Ehe Heinrichs
VI. mit der sizilianischen Königstochter nach dem Tod von König
Roger II. als Erbe zugefallen war und dem Verfall ihrer
Königsmacht in Deutschland verlor das Kloster in Lorch seine
Funktion als Grablege. Kurz nach dem Tod Kaiser Friedrichs II.
ging das durch den Stifter verliehene Recht des Klosters, den
Vogt
wählen zu können, an die
Grafen von Württemberg
über. Damit ging die Möglichkeit,
eigenständig gewisse Rechtsgeschäfte, wie zum Beispiel die ‚Hohe
Gerichtsbarkeit’, tätigen zu können, dem Kloster verloren.
Im
frühen 13. Jahrhundert
beginnt eine zweite Bauphase des Klosters. In dieser Zeit
entstanden die romanischen Skulpturen und Dekorationen an den
Vierungspfeilern, die den Mittelraum des Kirchenschiffs betonen.
Im 14. und 15. Jahrhundert kam es zu einem
Verfall des Mönchtums, das bis dahin
eine bestimmende und geistige Macht in Europa gewesen war. Davon
war auch das Kloster in Lorch betroffen. Erst im ausgehenden 15.
Jahrhundert setzt eine neue Blütezeit ein. Graf Eberhard von
Württemberg betrieb als
Klostervogt 1462 den Beitritt des
Klosters zur ‚Melker Kongregation’, einer Vereinigung von
Klöstern, die eine Erneuerung des Klosterlebens anstrebten.
Unter der Leitung des Abts Nikolaus
Schenk von Arberg
wurde der romanische Chor in seine
noch heute erhaltene spätgotische Form gebracht. Dabei wurde die
Apsis abgerissen und der Chorraum erhöht.
Nach
der Öffnung der Staufergräber im
Jahr 1475
wurden die sterblichen Überreste in
eine von einem Göppinger Künstler geschaffene spätgotische Tumba
im Mittelschiff der Lorcher Klosterkirche umgebettet. Die
kunstvolle Deckplatte dieses Steinsargs zeigt einen Adler als
Symbol für das Reich und drei Löwen, das Wappen der Staufer.
Der Bauernkrieg
setzte dem wirtschaftlichen und
geistigen Aufschwung des Klosters ein jähes Ende: Am 26. April
1525 wird das Kloster
belagert, geplündert und zum Teil zerstört.
Die kostbare Bibliothek wurde fast vollständig vernichtet und
die Mönche verjagt.
Während des Wiederaufbaus werden 1530 im
Mittelschiff der Kirche Fresken über die Staufer angebracht. Der
einstige Rang des Klosters wurde allerdings nicht mehr
erreicht.
Als Herzog
Ulrich
1534 die Reformation in Württemberg
einführte, war auch das Kloster Lorch betroffen. Den Mönchen
blieb nur die Wahl zwischen der Übersiedlung zum Kloster
Maulbronn und der Zwangsausweisung. Während des ‚Augsburger
Interims’ wurde das Kloster 1548 den Mönchen zurückgegeben. 1556
hob
Herzog Christoph
von Württemberg das Kloster erneut auf und richtete in der
Anlage eine Schule zur Ausbildung von evangelischen Pfarrern
ein. Nach Abschluss des Westfälischen Friedens 1648 wurde das
Kloster endgültig reformiert.
In der folgenden Zeit wurde die Lorcher
Klosteranlage als Sitz von Verwaltungsbehörden benutzt. So wurde
im Kloster zuerst ein
Klosteroberamt
mit einem herzoglichen Verwalter, dann ein ‚Kameral- und
Forstamt’ eingerichtet. Die Äbte waren als Vertreter des
Klosteramts Mitglieder im württembergischen Landtag. Ab
1727 ist der jeweilige Kanzler der
Universität Tübingen zugleich Prälat in Lorch. Im Jahre 1806
wird das Kloster säkularisiert. 1879 bis 1883 wurden die Schäden
am Kloster ausgebessert, so dass zumindest der ruinöse Eindruck
genommen wurde. 1932 zog eine Bauernschule in die Klosterräume
ein.
Nach dem zweiten Weltkrieg
übernahm das Hilfswerk der Evangelischen Kirche die
Klostergebäude in Pacht und eröffnete ein Altersheim für
Flüchtlinge und Heimatvertriebene. Ab 1952 übernahm die
Evangelische Heimstiftung das Altersheim.
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Für diejenigen, die nicht die Gelegenheit
haben, am 17.03.2002 mit uns die sehenswerte Ausstellung zu
besuchen, noch einige Informationen: Ende der Ausstellung ist am
7.04.2002; die Staatsgalerie Stuttgart ist täglich außer montags
von 10:00 - 18:00 Uhr, donnerstags bis 21:00 Uhr geöffnet.
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Verleihung des
Daniel-Pfisterer-Preises 2002 an Robert Flaig
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27.01.2002 in der
Zehntscheuer Köngen, Beginn: 19:00 Uhr
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Nach der Verleihung des
Daniel-Pfisterer-Preises
an den Landeshistoriker Prof.
Dr. Otto Borst im Jahr 2000, haben Vorstand und Beirat des
Geschichts- und Kulturvereins Köngen einstimmig entschieden,
diesen Preis für das Jahr 2002 an den bekannten Fossiliensammler
und Hobby-Paläontologen Robert Flaig aus Unterensingen zu
vergeben.
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Robert Flaig in
"seinem Museum" |
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Robert Flaig hat im Laufe seines bisherigen
Lebens neben seinem Beruf eine
Sammlung von ca. 5000
Fossilien zusammengetragen, die in der Hauptsache aus
wertvollen Ammoniten aus dem Jura besteht.
Wissenschaftler sind von der hohen Qualität der Sammlung tief
beeindruckt. So wird sie zum Beispiel von Prof. Dr. Hans Rieber
vom Paläontologischen Institut der Eidgenössischen Technischen
Hochschule (ETH) Zürich als "die Sammlung der Sammlungen"
bezeichnet.
Über vierzig Jahre nutzte Robert Flaig jede
freie Minute, um in die geologische Vorgeschichte
seiner
schwäbischen Heimat, Englands und Frankreichs einzudringen. Im
Braunen Jura der Schwäbischen Alb fand er neben den Ammoniten
auch Seeigel, Schnecken und Haifischzähne, die zwischen 120 und
190 Millionen Jahre alt waren. Hervorzuheben ist, dass Robert
Flaig seine Fossilien nicht nur selbst sucht und ausgräbt,
sondern sie auch in seiner kleinen Werkstatt mit viel
Feingefühl fachmännisch präpariert. Das Besondere an der
Sammlung ist ihr systematischer und wissenschaftlich
korrekter Aufbau. Sämtliche Fundstücke sind inventarisiert
und mit ihren exakten lateinischen Bezeichnungen den
geologischen Schichten zugeordnet. Kein "gelernter"
Wissenschaftler hätte dies besser machen können! Auffallend ist
auch die Schönheit der Exponate, die der jetzt 81-jährige
Robert Flaig im Keller seines Hauses den Besuchern, zu
denen auch viele Schüler gehören, zugänglich macht. Die
Führungen in "seinem Museum" begleitet er mit spannenden
Geschichten und lustigen Anekdoten und sind schon deshalb ein
großes Erlebnis. In der letzten Zeit musste zum Leidwesen vieler
Interessierter die Anzahl der Besucher wegen gesundheitlichen
Problemen Robert Flaigs stark eingeschränkt werden.
Nicht zu vergessen ist, dass Robert Flaig sich
sein gesamtes großes Wissen neben seinem eigentlichen Beruf als
Handwerker durch Selbststudium erworben hat! Über den
Braunen Jura am Plettenberg bei Balingen veröffentlichte er
zusammen mit den Paläontologen Dr. Gerd Dietl und Eugen Glück
eine viel beachtete wissenschaftliche Abhandlung.
Robert Flaig ist jedoch nicht nur als
Paläontologe aktiv! In seiner Funktion als Kulturwart beim
Schwäbischen Albverein, Ortsgruppe Köngen, hat er vierzig Jahre
lang dazu beigetragen, die ereignisreiche
Geschichte Köngens
und seiner Umgebung vor der Vergessenheit zu bewahren. Sein
besonderes Augenmerk gilt heute noch der
Geschichte der Römer
in unserem Gebiet. So nebenbei organisierte er
Reisen
im In- und Ausland, die für viele Teilnehmer unvergesslich
geblieben sind. Bei den Reisen nach Frankreich zeigte sich, dass
er ein hervorragender Kenner der dortigen romanischen Kirchen
ist. Robert Flaig hat auch
künstlerisches Talent: mit
Bleistift und Pinsel erstellt er beachtliche Bilder; die Kunst
der Kalligraphie beherrscht er in Vollendung.
Forscherdrang, der Wille zum Suchen und
Finden, die Ehrfurcht vor der Natur, das Herz für Geschichte,
das künstlerische Talent sowie das Engagement für die
Allgemeinheit sind Elemente der Persönlichkeit von Robert Flaig.
Er erinnert in vielem an das Multitalent
Daniel Pfisterer, Pfarrer in Köngen von 1699 - 1728. Ein
großes Lebenswerk steht vor uns und kann als Vorbild dienen.
Für den Geschichts- und Kulturverein Köngen ist es eine Ehre,
einen solchen Mann durch die Verleihung des
Daniel-Pfisterer-Preises würdigen zu dürfen.
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Stand: 18.04.2013
Copyright © 2013 Geschichts- und Kulturverein Köngen e.V.
Autor: Dieter Griesshaber |
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